Die abgeschiedenen Bergdörfer der Pyrenäen sind im Mittelalter ein Refugium für Ketzer.
Bis die Kirche zu Beginn des 14. Jahrhunderts ihre Hescher auch dorthin schickt.
In den kleinen Ortschaften wirkt nun die schreckliche zersetzende Kraft der
Inquisition. So auch in Montailloux.
Verbrechen der Vergangenheit. Ein Crime-Podcast von GEO Epoche und RTL Plus.
Hallo, herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Verbrechen der Vergangenheit,
dem Podcast von GEO Epoche über die dunkle Seite des Menschen und der Macht.
Kennt ihr Carcassonne? Spielt ihr das womöglich? Ich gebe zu,
ist schon ein bisschen älter das Spiel. Spiel des Jahres 2001 war es.
Ich habe das immer gern gespielt. Für alle, die es nicht kennen,
da baut man sozusagen um die Wette mittelalterliche Städte, Klöster und Kathedralen
und raubt sich gegenseitig Weideland und besetzt irgendwelche Straßen.
Was ich bisher nicht wusste, ist, dass das zeitliche Setting dieses Spiels das 13.
Jahrhundert ist und damit die Zeit, in der Papst Innozenz III.
Zu einem Kreuzzug gegen Ketzer in Südfrankreich aufrief, genauer gegen die Katara.
Es gibt tatsächlich als eine von etlichen Erweiterungen, die man zur Grundfassung
des Spiels beimischen kann, eine, die Carcassonne, die Katara heißt.
Die habe ich nicht, aber interessant ist, es hat nicht nur Carcassonne wirklich
gegeben und gibt es natürlich immer noch, ist eine wunderschöne Stadt mit einem Kern.
Der Cité de Carcassonne, die Weltkulturerbe ist, sondern die Stadt spielte auch
tatsächlich eine zentrale Rolle in der Geschichte der Katara.
Denn von Carcassonne aus wirkten die Handlanger der Inquisition,
die Anfang des 14. Jahrhunderts in das Pyrenäendorf Montaillou kamen,
um das es hier gleich geht.
Was damals geschah, das hören wir gleich ausführlich.
Erstmal müssen wir mal klären, wer oder was genau die Katara waren.
Oder auch Katara bei der Betonung bin ich mir nicht ganz sicher.
Da schauen wir jetzt drauf. Mir gegenüber sitzt meine Kollegin Lenka Brand.
Hallo Lenka, schön, dass du da bist. Hallo Insa. Also Lenka,
es geht in der Geschichte dieser Folge um ein Dorf, haben wir gehört,
und genauer um zwei Brüder, die als Ketzer verfolgt werden und alles tun,
um sich und ihre Familie zu retten.
Ich spoilere nicht, wenn ich sage, es wird ihnen nicht gelingen.
Es wird für sie und viele andere Menschen in Montaigü ein schreckliches Ende
nehmen, denn die Katara, die dort lebten, die galten als Ketzer.
Und lass uns einmal definieren, wer ist damals in den Augen der Kirche eigentlich
ein Ketzer? Sagt man ja heute gerne mal so daher, wenn jemand.
Eine andere Meinung zu irgendwas kundtut. Aber im Mittelalter,
da war es lebensgefährlich, wenn man bezichtigt wurde, ein Ketzer zu sein.
Ja, absolut. Als Ketzer oder auch Heretiker verfolgt die katholische Kirche
über Jahrhunderte Menschen, die sich eine eigene Version vom Christentum erschaffen
und daran eben auch festhalten, obwohl sie von Geistlichen auf ihr Abweichen
hingewiesen werden oder eben
auch ermahnt werden, dass sie der Lehrmeinung gefälligst folgen sollen.
Und wenn sie das dann eben immer noch nicht tun, dann sind sie unbelehrbar.
Und diese Unbelehrbaren, die werden von der Kirche mit allen Mitteln bekämpft.
Viele werden gefangengesetzt, verhört, verurteilt und dieses Bild hat man ja
vor Augen, etliche werden auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
Interessant ist ja die Frage, warum die Verfolgung von Glaubensabweichlern ausgerechnet
im Mittelalter so zunimmt. Damals entsteht ja die Inquisition überhaupt erst,
also ein Apparat, mit der die Ketzerei eingedämmt werden sollte. Warum ist das so?
Ja, das liegt wahrscheinlich daran, dass die Kirche vorher noch nie so massiv
herausgefordert wird wie im 11. Jahrhundert.
Denn ab dem 11. Jahrhundert hat sich viel verändert.
Die Menschen sind in die Städte gezogen und es gibt nun viele Menschen,
die anfangen, das Wesen der Geistlichen kritisch zu beäugen und sich zu fragen,
wieso sind die eigentlich so reich?
Wieso geht die Kirche mit den christlichen Werten so um, wie sie damit eben
umgeht? Geht es hier wirklich um Nächstenliebe oder geht es nicht eigentlich
vielmehr um Einfluss und um Macht?
Es hat auch damit zu tun, dass in dieser Zeit die kirchliche Hierarchie stärker
gefestigt werden soll. Der Papst und die Kardinäle versuchen eine stärkere Hierarchie
durchzusetzen und das führt eben zu Widerstand.
Also die Frage, die sich den Leuten stellt, wäre Christus nicht erzürnt über
diese Kirche, so wie sie jetzt da zu sehen ist. Die Bischöfe,
die Kardinäle und ihr prunkvolles Auftreten ist ihr oft lasterhaftes Leben.
Und was ist denn nun mit dieser Nächstenliebe oder mit der Ermahnung,
dass eher ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in den Himmel kommt?
Und diese Zweifel, die führen dann eben dazu, dass Erneuerungsbewegungen entstehen,
dass wenn Prediger über Land ziehen und den Menschen.
Ein anderes Christentum oder andere Vorstellungen predigen, die eben Armut und
Enthaltsamkeit und Buße wieder ins Zentrum des christlichen Gedankens stellen,
dass das viele überzeugt.
Ja und besonderen Zulauf hat die Bewegung, von der wir jetzt mehr hören,
die Bewegung der Katara.
So nannte man diese Ketzer zumindest später und die haben an etwas festgehalten,
was man tatsächlich vielleicht als die größte denkbare Herausforderung für die
etablierte Kirche bezeichnen könnte.
Ja, die haben einen ganz extremen Gedanken verfolgt. Die haben nämlich die Vorstellung
gehabt, dass nicht Gott der Schöpfer dieser Erde ist, sondern Satan ist der
Schöpfer der materiellen Welt.
Und das ist natürlich total konträr zu der christlichen Vorstellung und der
Vorstellung der katholischen Kirche.
Was die Katarer jetzt im Einzelnen und genau geglaubt haben und ob alle dieselben
Vorstellungen hatten, das kann man heute gar nicht mehr so genau sagen,
weil wir auch gar nicht so viel Quellenmaterial haben.
Aber dieser Grundgedanke, der ist auf jeden Fall ein Kern gewesen und der hatte
eben zur Folge, dass sie sich vorgestellt haben, alles was materiell geschaffen
ist, ist an sich schon böse, weil es eben von Satan geschaffen wurde.
Und die Seele ist etwas Himmlisches, was in diese Körper quasi eingesperrt wurde vom Teufel.
Und wenn man jetzt ein sehr reines Leben führt, also sich von allen körperlichen Lüsten frei hält.
Wenn man fastet und keine tierischen Produkte zu sich nimmt und immer Buße tut,
dann würde es einem gelingen, dass beim Tod die Seele, diese reine Seele,
wieder aus dem Körper befreit wird und wieder ins Himmelreich zurückkehrt.
Und ja, das ist die Grundidee, die die Katarer sich vorgestellt haben.
Und die widerspricht, du hast es gesagt, natürlich der katholischen Vorstellung
vom Schöpfergott und der Auferstehung des Fleisches diametral.
Aber das scheint die Leute ja gepackt zu haben. Dieser Glaube,
der verbreitet sich damals dann in Europa rasant und wirklich weit.
Ja, ich glaube, man kann sagen, dass die Katara die größte Herausforderung für
die katholische Kirche waren. Wenn man jetzt mal später dann die Reformation,
die hat ja wirklich zur Spaltung geführt. Aber vorher hat es immer mal Abweicher
gegeben und andere Vorstellungen vom christlichen Glauben.
Aber die Katara waren eben eine relevante Bewegung, waren verteilt.
Zentrum war Südfrankreich und auch im Norden Italiens, in der Lombardei,
aber auch in Flandern, in Burgund, am Rhein.
Überall haben sich katarische Gruppierungen gebildet im 12. Jahrhundert und
auch bis hin ins Byzantinische Reich gab es ähnliche Vorstellungen.
Und die selber haben sich eben nicht Katara oder so genannt,
sondern die haben einfach sich selbst als die guten Christen gesehen,
als die richtigen Christen oder die guten Menschen gesehen.
Und ihre Kirche dann eben als die wahre Kirche. Es hat sogar eigene Strukturen
gegeben, also eigene Zuschnitte von Bistümern oder Bischofsämter und so weiter.
Und das ist ja klar, das hat dann die katholische Kirche direkt herausgefordert.
Die haben gesehen, dass sich da auch wirklich was Strukturelles,
Mächtiges entwickeln könnte.
Und dem mussten sie entgegentreten. Ja und das Zentrum der Katara,
das war eben der Süden Frankreichs, so hast du es eben schon erwähnt.
Und da spielt die heutige Geschichte, hier waren die Katare besonders stark.
Genau, sie haben auch dort Adelige und Fürsten auf ihrer Seite gehabt.
Also es war eine spezielle Machtsituation, die sie dort hatten.
Und in diesem Süden Frankreichs liegt auch die französische Stadt Albi.
Und deswegen werden die Katare auch als Albigenser, also nach der Stadt Albi
benannt, Albigenser genannt.
Dass diese Albigenser oder Katara eben, dass die so einen großen Zulauf hatten,
das lag nicht unbedingt daran, dass sie jetzt irgendwie Satan als Schöpfer verehrt
haben, sondern weil es salopp gesagt einfach bequem war, diese Glaubensrichtung.
Ja, das ist vielleicht etwas überspitzt, aber das könnte man wahrscheinlich so sagen.
Also wir hatten ja eben schon gesagt, die Anforderungen an.
Die Anhänger dieser Glaubensrichtung, was das eigene Leben betrifft,
sind ja erstmal sehr hoch, also keine körperliche Lust, man kann nicht essen,
was man will und so weiter, aber diese ganzen Regeln galten eben nur für die
Prediger, also für die spirituelle Elite,
die sich diesen Regeln unterworfen haben.
Das waren die sogenannten Perfekti, also die Vollkommenen.
Und die zogen dann schwarz gekleidet und besitzlos umher und predigten dann
in den Dörfern und Häusern den Anhängern.
Die haben übrigens, das finde ich ganz interessant, eben natürlich nicht auf
Latein gebetet und gesegnet oder so, wie die katholischen Geistlichen das gemacht haben.
In ihrem unverständlichen Latein, sondern sie haben eben die Sprache der Menschen
gesprochen und haben die Menschen dadurch wahrscheinlich auch sehr gut erreichen können.
Die gläubigen Anhänger jedenfalls, die dann in diesen Predigten gelauscht haben,
in den Häusern, die haben eigentlich ein sehr, in Anführungszeichen,
normales Leben führen können.
Die mussten sich nicht an so viele Regeln halten, denn das Wichtige war,
dass erst auf dem Sterbebett die sogenannte Seelentaufe stattgefunden hat.
Dann kam eben einer dieser Vollkommenen, ein Perfekti oder also ein Perfektus
oder auch sogar eine Perfekta.
Es gab auch Frauen, die zu dieser spirituellen Elite gehört haben und hat eben
diese Seelentaufe durchgeführt, ein Ritual, das dann ermöglicht hat,
dass diese Seele, wenn sie den Körper verlässt, wieder ins Himmelreich zurückkehrt.
Darauf wollte ich hinaus, Lenka, davor konnte man im Grunde machen, was man wollte.
Ganz genau, ja, das spielt in dieser Geschichte auch eine Rolle und ist vielleicht
etwas befremdlich, aber so haben sie es tatsächlich verstanden.
Die materielle Welt ist ja von Übel und alles, was in dieser materiellen Welt
passiert, ist dementsprechend von Übel und ja, das kann auch zu einer gewissen
merkwürdigen Freiheit führen.
Im frühen 14. Jahrhundert, als dann die Inquisition nach Montailloux kommt,
da sind die Katarer aber dann nicht mehr so mächtig wie einst und das ist auch
recht entscheidend für den Lauf der Ereignisse, von denen wir gleich mehr hören.
Ja, das stimmt. Also der Papst hat dieses Erstarken der Bewegung erkannt,
hat zunächst noch versucht im Guten irgendwie Bekehrungen zu erreichen und dann
aber zu einem Kreuzzug gegen die Katara oder eben Albigensa aufgerufen.
Das war schon ungefähr 100 Jahre bevor unsere Geschichte spielt.
1209 hat er diesen Kreuzzug initiiert. Genau, von dem ich eben am Anfang gesprochen
hatte, als um das Spiel Carcassonne ging.
Genau, der Papst, der lässt diesmal eben seine Leute nicht ins Heilige Land
ziehen, wo sie normalerweise aufgefordert sind, die heiligen Städten der Christenheit
zu befreien von den Ungläubigen, sondern es geht in den Süden Frankreichs und dort erwartet er eben,
dass die Ketzer besiegt werden und das führt dann zu grausamen Kämpfen und Massakern.
Und 20 Jahre lang tobt in Südfrankreich ein unbeschreiblicher Krieg.
Und obwohl eben auf der Seite der Katara auch Burgherren und Ritter und Adelige
kämpfen, müssen sie sich am Schluss geschlagen geben.
Und ja, das ist dann das Ende dieser großen Bewegung in der offenen Form mit
eigenen Bistümern und so weiter.
Aber eben noch nicht das Ende, das wirkliche Ende. Nee, der Glaube geht dadurch
noch nicht verloren, sondern geht eben sozusagen quasi in so eine Art Untergrund.
Und also die Leute üben ihn nicht mehr offen aus, tun so, als wenn sie eben
der katholischen Kirche entsprechend besuchen, zum Beispiel die Messe oder zahlen
auch den Zehnten jetzt wieder, die steuern die Abgaben an die Kirche.
Und heimlich verfolgen sie eben ihre eigenen Glaubensvorstellungen.
Und auch diese Perfekti kommen eben noch in die Dörfer und werden dann heimlich
schnell irgendwie durch die Hintertür ins Haus gelassen und predigen dann eben
den Eingeweihten. Ja, und um diese Abweichler aufzuspüren, also diese Abweichler,
die sich sozusagen in dieser Untergrundkirche sammeln.
Entwickelt die katholische Kirche dann ab 1231 die systematische sogenannte Inquisition?
Ja genau, also der Papst hat eben bestimmten Klerikern Befugnisse erteilt,
Vollmachten gegeben, dass sie bestimmte Rechte hatten, dass sie Menschen zum
Beispiel gefangensetzen konnten und dass sie die eben dann verhören mit dem
Auftrag, diese Unbelehrbaren,
aus dem Verborgenen aufzuspüren.
Und also dieses ganze Verfahren nennt sich dann eben Untersuchung.
Und Untersuchung auf Latein heißt eben Inquisitio. Das ist also der Ursprung
dieses Namens für die Inquisition.
Ja, und diese Inquisitoren, die sollten dann eben die Indizien sammeln,
Zeugen befragen, die Delinquenten zu Geständnissen bewegen. Es war ganz wichtig,
dass die Leute selber gestehen, was sie denken und was sie glauben.
Und am Schluss wurden sie dann verurteilt oder sogar schlimmst bestraft.
So geschieht das dann ja auch in dem Dorf Montailluf, von dem wir gleich mehr
hören, dass die Untersuchungsrichter der Inquisition Anfang des 14.
Jahrhunderts ins Visien nehmen.
Dass wir darüber so genau Bescheid wissen, dass man das so genau rekonstruieren
kann, das verdanken wir übrigens einem echten Glücksfall, muss man sagen.
Von dem musst du jetzt natürlich mal kurz erzählen, Lenka. Ja,
das finde ich wirklich auch.
Das ist was ganz Besonderes. Also 1965 hat der Mediavist Jean Duvernois.
Der selber aus dieser Region in Südfrankreich stammte, die Gelegenheit bekommen,
in der Vatikanischen Bibliothek zu recherchieren.
Und dort stieß er dann auf die Akten zu Verhören und Prozessen,
die zwischen 1318 und 1325 dort in der Gegend stattgefunden haben.
Das ist ein Pergamentkodex, das war das Register des Bischofs von Pamier,
der hieß Jacques Fournier.
Pamier, das ist so eine kleine Stadt etwas weiter westlich von Carcassonne.
Und der Bischof, der setzte damals da ein eigenes Inquisitionsgericht ein, dem er auch vorsahs.
Das hat 370 Tage lang getagt und es wurden insgesamt 578 Vernehmungen durchgeführt
und 418 Menschen wurden beschuldigt und 114 wurden dann auch angeklagt.
Das ist also ein gewaltiges Pensum, was da veranstaltet wurde und davon haben
sich eben die Akten erhalten und Duvenoir hat diese Akten, die auf Latein geschrieben
waren, in drei Bänden editiert.
Und zehn Jahre später dann, 1975, hat der Historiker Emmanuel Le Roi Ladurie
diese Akten dann studiert und hat.
Sich besonders um dieses Dorf Montaillou, um das es bei uns in der Geschichte
geht, für das hat er sich besonders interessiert.
Denn alleine 25 Personen unter den Beschuldigten stammten aus diesem einen Dorf.
Und so hat er alles zusammengetragen, was er finden konnte, um das Leben und
die Menschen und das Vorgehen in diesem Dorf zu rekonstruieren.
Ja, wichtig ist, du hast es ja auch gesagt, die Verhöre wurden auf Latein protokolliert
und das ist natürlich eine Sprache, die die Dorfbewohner damals normalerweise
nicht sprachen und auch nicht übersetzen konnten.
Die kannten ja eigentlich nichts als ihre Muttersprache.
Ja, richtig. Und das war damals Occitanisch. Das ist eine eigene romanische
Sprache, die damals im Süden Frankreichs eben gesprochen wurde.
Dieses Dorf Montaillou liegt abgelegen südlich von Toulouse auf der nördlichen
Seite der Pyrenäen, also etwa in 1200 Meter Höhe.
Und die Bewohner wurden dann extra in die Stadt Pamier geschafft,
wo der Bischof dann residierte. Und dort wurden sie dann befragt.
Also der Bischof war sogar dabei, der hat sie also mitbefragt.
Und ein Schreiber, der hielt dann die Fragen und Antworten zunächst in kurzen,
knappen Notizen auf Latein fest.
Daraus wurden dann die Protokolle gefertigt, ebenfalls auf Latein,
den Beschuldigten und auch den Zeugen dann später nochmal vorgelegt.
Und die konnten ja damit so gar nichts anfangen. Das heißt, der Inhalt wurde
ihnen dabei mündlich dann nochmal wieder ins Occitanische zurückübersetzt.
Und dann mussten sie halt bestätigen, dass das so ungefähr das ist,
was sie gesagt haben und was sie beobachtet haben oder was sie getan haben, je nachdem.
Und manchmal wurde da noch was ergänzt oder auch mal was korrigiert,
aber so im Prinzip wurden die dann eben abgenickt und anschließend wurden diese
Aussagen dann wieder auf Latein auf Pergament ins Reine geschrieben und.
Heute sind halt diese 325 beidseitig beschriebenen Folioseiten auf Pergament
erhalten, das ist dieser Kodex, den man da in der Bibliothek gefunden hat.
Und nur die sind erhalten. Die anderen Stufen dieser Verhöre,
die haben wir natürlich nicht mehr.
Wir müssen also bedenken, dass die Aussagen, die dort getroffen worden sind,
mehrere Übersetzungsstufen durchlaufen haben, so wie wir sie heute noch kennen.
Und dabei haben sie sich immer wieder vielleicht verändert. Es wurde was korrigiert.
Es haben sich Fehler und Missinterpretationen eingeschlichen.
Das ist ja klar. Ja, man muss bedenken, natürlich haben die Menschen nicht frei gesprochen.
Das waren Leute, die in Not waren, die versucht haben, sich oder Angehörige
zu schützen oder irgendwie Interessen zu verfolgen.
Ja, oft ist es auch so, dass sie eben Sachen wiedergegeben haben,
die wiederum ihnen irgendwann mal erzählt wurde.
Also dieses, dass wir nicht an das Original rankommen, ist ja auch nochmal in
anderer Sicht, also nicht nur bei der Übersetzung ein Problem,
sondern eben auch immer bei erzählter Geschichte, dass man nicht so ganz genau
weiß, wie es wirklich war.
Trotzdem bieten die Prozessakten einen wertvollen Einblick in die Inquisition
und insbesondere auch, welche Folgen sie ja für die Menschen damals hatte.
Ja, in der Tat. Wir haben dank dieser Akten die fast einmalige Möglichkeit, in das Leben im 14.
Jahrhundert einzutauchen, ein Dorf kennenzulernen, seine Bewohner zu erfahren,
was alles passiert ist im Kampf um Glaube, Macht, Lust und Besitz und was das dort anrichtete.
Ich finde, das ist ein Lehrstück, das uns bis heute fasziniert.
Ja, und die Ära der Inquisition, die heilt ja bis heute, muss man sagen,
in den Strukturen der katholischen Kirche nach.
Das ist auch sehr spannend. Vielleicht kommen wir da gleich nochmal drauf zurück,
wenn wir die Geschichte gehört haben. Danke Lenker, erstmal bis hierher.
Was passierte, als die Inquisition nach Montailloux in Südfrankreich kam?
Das hört ihr jetzt in der historischen Reportage, die Matthias Mesenhöller darüber geschrieben hat.
Land der Ketzer. Es liest Peter Kämpfe.
Im Winter 1320 endet in Südfrankreich am Rande der Pyrenäen ein Versteckspiel.
Eine Fassade fällt und dahinter wird der Ruin eines Dorfes sichtbar,
einer Gemeinde zerstört von Heuchelei, Sehnsucht nach Erlösung und Angst,
von Ehrgeiz und schnöder Habgier.
Es ist der Untergang eines Dorfes, gebrochen durch Agenten der Inquisition,
Aber auch zerborsten von innen, denn in dieser engen Welt ist jeder auf den
anderen angewiesen, könne die Einzelnen einander stürzen und halten oder aber in den Abgrund reißen.
Unter dem Druck von außen haben nun Eigennutz und Unmoral die Oberhand gewonnen.
Über Vorteilung, Missgunst und Hilflosigkeit.
Das Dorf heißt Montailloux. Und im Mittelpunkt seines Niedergangs steht der örtliche Priester,
Pierre Clercq, bei dem schon lange nicht mehr klar ist, ob er Opfer ist oder
Täter oder beides zugleich und welches Spiel er spielt.
Nun sitzt Clercq im Gefängnis des 50 Kilometer entfernten Städtchens Pambier.
Die Vorwürfe, die der dort wegen Heresie ermittelnde Bischof einem Dutzend Zeugen
aus Montaillou entlockt hat, wiegen schwer und ziehen vermeintlich Unerhörtes ans Licht.
Pierre Clerc sei ein Abtrünniger, ein Ketzer, ein Anhänger und Prediger kirchenfeindlicher
Lehren, ein Wüstling zudem,
und ein Machtmensch, dessen Sippe mit Terror und List ihre Nachbarn niederdrücke.
Vielfach denunziert, durch die Haft geschwächt, ist Klerk nach allem Ermessen
ein geschlagener Sünder.
Allein, wenn er verurteilt wird, droht seiner Familie der Untergang.
Die aber bedeutet Klerk alles und ihr Fortbestehen wohl Einfluss und Ruf.
Also bäumt er sich auf. Auf ungeklärten Wegen beauftragt er aus der Haft,
seinen Bruder Bernard in Montaillau Gegenzeugen zu beschaffen,
Mit denen soll Bernard indes nicht zum Bischof in Pamier gehen,
sondern zum päpstlichen Inquisitor vom Dominikanerorden in Carcassonne.
Denn dort hat Pierre Freunde.
Von ihnen erhofft er sich Rettung und Rache an den Nachbarn,
die ihn ins Verderben stürzen wollen.
Der Überlebenskampf der Gebrüder Klerk gegen den unbeirrbaren Bischof von Pamier
ist der letzte Akt eines Dramas, das rund 20 Jahre zuvor mit einer Lüge seinen Anfang genommen hat.
Unter dem Schrecken der Inquisition ist daraus ein Versteckspiel geworden,
das Montailloux in ein Netz von Lügen und Gewalt verwickelt hat,
bis wenig mehr geblieben ist als Misstrauen und Rachsucht zwischen Nachbarn,
ruinierte Familien, niedergebrannte Häuser.
Und die Tragödie eines Mannes, der vom Schutzengel zum Verräter wurde,
schuldig aus Not und Gier.
Montillau liegt auf mehr als 1200 Meter Höhe am Nordsaum der Pyreneen.
Um das Jahr 1300 stapeln sich hier vielleicht 40 schiefe Häuser dicht an Dichtberg
an, als würden sie übereinander hinweg emporsteigen oder hinabgleiten.
Oben thront eine Burg. Doch der Landesherr, der Graf von Foix, ist weit.
Vor Ort ziehen zwei Beamte, der Kastellan und der Vogt, die Abgaben ein,
sprechen Recht, vollstrecken Urteile.
Unterhalb des Dorfes teilen Feldsäume, Weiden und Äcker in kleine Parzellen,
umschlossen von dichtem Wald.
Die Bewohner von Montailloux, gut 200 mögen es sein, sind großenteils arm.
Hier oben ist die Luft kalt, Wein oder Oliven gedeihen nicht.
Runkel, Rüben und Hanf wachsen hier, Flachs, Weizen und Hafer.
Der Wald bietet Pilze, zarte Eichhörnchen und Auerhähne, fast jeder Gebirgsbach,
Forellen, die Wiese, Schnecken.
Meist reicht es zu einem erträglichen Auskommen, nur in sehr schlechten Jahren
herrscht nagender Hunger.
Geld indes ist stets knapp. Untereinander tauschen die Dorfbewohner vieles eher.
Oder laien einander Dinge, etwa die raren Küchengeräte aus Metall.
Um an Bares zu kommen, bringen sie Brennholz, Eier oder Geflügel auf den Markt
des einige Wegstunden südlich gelegenen Städtchens Axelitern.
Vor allem jedoch halten sie Schafe, deren Wolle, Milch, Käse und Fleisch sich
entweder selbst brauchen oder verkaufen lässt.
Eine Schafherde ist zugleich ein Notgroschen, eine Art Sparguthaben.
Die Häuser sind eng, meist niedrig, gewöhnlich ist nur die Küche gemauert,
dort wird gekocht, die Bewohner sitzen auf Bänken am Tisch, essen, trinken und streiten,
Die Wände der umliegenden Kammern sind aus Rutengeflecht und Kleiberleim und
so dünn, dass es schwerfällt, ein Geheimnis zu wahren.
Knappheit und Enge prägen alles, auch die Moral.
Weil eine Hochzeit eine große Mitgift erfordert, muss eine Ehe gut erwogen sein.
Bis dahin behelfen Männer wie Frauen sich mit Liebschaften.
In zahlreichen Häusern werden unehrliche Kinder herangezogen,
ohne dass dies besonderen Anstoß erregt.
Als schmerzliche Schande hingegen gilt es, wenn über solche Affären das Haus
Schaden nimmt, der Grundbesitz und der mit ihm verwobene Familienverband.
Kein Unglück wiegt schwerer als der Ruin der Sippe und ihrer Habe.
Umso größer muss der Stolz der Familie Klerk sein, als sie kurz vor 1300 ihrem
zweitgeborenen Sohn Pierre die Pfarrstelle in Montailloux verschaffen kann.
Vermutlich für Geld, wie es bei Pfründen der Kirche weithin üblich ist.
Die Familie zählt zu den Wohlhabenden. Außer dem Preis für die Pfarre bringt
sie die Mitgift für zwei Töchter auf, doch dann ist ihr Vermögen an Bargeld
und Schafen fast aufgebraucht.
Allerdings zwingt die lukrative und prestigeträchtige Stelle des Priesters Pierre
ein Versteckspiel auf, eine Lüge,
denn seine Eltern sind Katara, Parteigänger einer heretischen Bewegung,
die seit Generationen in den Bergen verwurzelt ist.
Wo die Mehrheit der Einwohner Montaillus hängen ihren Lehren an.
Die Katara, von griechisch Kataros rein, glauben, dass nicht Gott die irdische
Welt erschaffen hat, sondern der Teufel.
Darum ist alles in ihr böse.
Die Leiber der Menschen sind nichts als Gefängnisse für himmlische Seelen,
die der Satan Gott abspenstig gemacht hat.
In einer harten, kargen Welt voller Gewalt und unverdienter Not leuchtet das
manchem eher ein als die Lehre von einem gnädigen Schöpfer.
So gehört die Ketzerei zur örtlichen Tradition und Identität zum Eigensinn der Menschen hier.
Indes kann auch nach katharischem Glauben die Seele erlöst werden,
wenn sich ein Mensch radikal von dieser Welt abkehrt.
Allein Gott dient, arm lebt, kein Fleisch verzehrt, alles sexuelle Verlangen unterdrückt.
Wer diesen Weg geht, gilt als Perfektus, als Vollkommener.
Er ist eine Art Priester und zumeist ein Wanderer, verfolgt von der offiziellen Kirche.
Er schleicht von einer Gaststadt zur nächsten, unterstützt von einem geheimen
Netz aus Verwandten, verborgenen Genossen, unauffälligen Jüngern.
Doch die meisten bleiben bloße Credentes, Gläubige.
Sie ehren die Perfekte, bieten ihnen Obdach, lassen sich aber erst auf dem Sterbebett
in deren Reihen aufnehmen und damit von allen Sünden lossprechen.
Anschließend nehmen sie keinerlei Nahrung mehr auf, hungern sich gleichsam aus der Welt.
Die große Versuchung für jeden von ihnen liegt auf der Hand.
Wenn am Ende ohnehin alles vergeben wird, macht das weltliche Tun und Lassen
letztlich keinen Unterschied.
Und so wird aus der Reinheitslehre eine Lizenz zu sündigen.
Diese Schlussfolgerung scheint zumindest Pierre Clerc gezogen zu haben.
Der geweihte Priester der Amtskirche ist ein heimlicher Ketzer.
Während der Fastenzeit des Frühjahrs 1300 betritt Beatrice de Planissol die
Kirche in Montaillou, die junge, hübsche Witwe des vormaligen Kastellans,
um bei Pfarrer Klerk zu beichten.
Eben als sie sich hinter dem Altar der heiligen Jungfrau auf die Knie niederlässt,
umfängt der Priester sie, küsst sie und erklärt, keine Frau auf der Welt so zu begehren wie sie.
Erschrocken läuft Beatrice davon.
Klerk jedoch sucht sie fortan immer wieder daheim auf, drängt sie, mit ihm zu schlafen.
Sie sträubt sich, fürchtet die Sünde.
Er erklärt ihr, jeder Beischlaf sei ohnehin des Teufels.
Die schlimmste Verfehlung aber sei der Sex in der Ehe, denn dort sei den Partnern
ihre Lasterhaftigkeit nicht einmal bewusst.
Wie er so reden könne, will sie wissen, als Priester.
Er habe sein Amt nur wegen der Pfründe übernommen, antwortet Klerk.
Dass er nutzlose Sakramente spende, gehöre nun einmal dazu.
Im Sommer gibt Beatrice sich ihm tatsächlich hin, nicht nur leiblich.
Offenkundig treiben sie auch die heretischen Gedanken um, die Pierre ihr darlegt.
Das Verhältnis wäre gut ein Jahr. Dann zieht Beatrice ins Tiefland,
um sich erneut zu vermählen.
Pierre und sie trennen sich in aller Freundschaft.
Pierres pragmatisches Verhältnis zur Kirche ist kein Einzelfall.
Etliche Dorfpfarrer in der Umgebung von vor vertreten unorthodoxe Ansichten oder dulden sie,
sei es aus Überzeugung oder weil sie sich den Kirchenoberen weniger verbunden
fühlen als den Bauern ihrer Gemeinde, von denen viele die Askese der Perfekte bewundern.
Sie allein retten Seelen, sagt einer, sie essen weder Fleisch noch Käse,
sie folgen dem Weg der Apostel Peter und Paul.
Nach außen dringt von alldem wenig, die Menschen schweigen.
Sie misstrauen den Mächtigen, decken einander und machen ihre Streitigkeiten
und Glaubensgegensätze unter sich aus.
Bei ihren Besuchen in Montailloux finden die Wandernden perfekt die Unterschlupf im Haus der Klerks.
Kommen sie bei eingeweihten Nachbarn unter, bringt die Familie des Pfarrers
etwa Wein und Fladenbrot oder Mehl hinüber, macht den Vollkommenen die Wäsche.
Dabei ist auch in der Ketzerhochburg Montaillau Vorsicht geboten.
Scheint eine direkte Übergabe allzu verdächtig, legen die Unterstützer Korn
an einer verabredeten Stelle ab, wo der Wirt des Wanderasketen es einsammelt.
Mindestens zwischen zwei Katara-Häusern gibt es einen geheimen Durchgang und
bei den Klerks ist ein Balken so gelockert, dass stille Gäste ungesehen ins
Haus hinein und hinausschleichen können.
Die Eingeweihten vertrauen auf das Schweigen und notfalls die Fürsprache ihres
Priesters, den andere Kleriker dagegen für einen treuen Diener der katholischen Kirche halten.
Jenseits der Berge, die das Dorf gegen die Welt abschirmen, verschieben sich
in diesen Jahren die Machtverhältnisse.
Im Jahr 1302 stirbt der Graf von Foix, einer der letzten südfranzösischen Feudalherren,
die selbstbewusst der Krone wie auch der Kirche zu trotzen wagten.
Vermutlich empfängt er vor seinem Tod selber die Weihen der Katara.
Seine Nachfolger hingegen arrangieren sich mit Monarch und Klerus,
die nun gemeinsam die Inquisition verschärfen, um die aufsässige Region dauerhaft
unter ihre Kontrolle zu bringen.
Deren Vertreter nehmen jetzt die notorisch zur Heresie neigenden Menschen im
Gebiet von Foix ins Visier,
Der für die Gegend zuständige Glaubenswächter ist ein vom Papst berufener Dominikaner
in Carcassonne Doch der verlässt sich weitgehend auf die örtlichen Vertreter
der Kirche Etwa auf den Pfarrer von Montailloux, Pierre Clerc,
Dennoch gelingen den Herrschern des Mönchs aufsehenerregende Festnahmen Anfang
September 1305 werden im nahen Limu zwei Perfekti verraten und festgenommen.
Etwa zur gleichen Zeit beginnt Pierre Clercq in der einsetzenden Verfolgung
eine ernsthafte Gefahr zu sehen.
Fortan meidet er persönliche Treffen mit den Wanderasketen.
Als sich ihm eine Cousine anvertraut, die meint, ein katharisches Sterberitual
beobachtet zu haben und es anzeigen will, weist Klerk sie zurecht,
es gebe keine Ketzer im Land, sie solle still sein.
Später beichtet die Cousine ihren Verdacht einem Franziskanerpater,
der daraufhin Klerk vor Heretikern in seiner Gemeinde warnt,
abermals lautet dessen Antwort schlicht an, der Vermutung sei nichts dran.
Umso mehr ärgert Pierre die Leichtfertigkeit, mit der einige Katarer unzuverlässige
Nachbarn Zeugen ihres Tuns werden lassen.
Umgekehrt werfen ihm manche eingeweihte zynisches Doppelspiel vor,
die allzu gute Tarnung als Katholik und Verbündeter der Inquisition.
Der zunehmende Druck, die Angst erzeugen Misstrauen unter den Verfolgten.
Um 1306 tauchen immer häufiger Bewaffnete der Inquisition in Montaillau auf,
führen gezielt Razzien durch.
Einmal können sich Perfekti noch eben in ein unverdächtiges Haus retten,
ein andermal hetzt ein Ortskundiger mit ihnen über die Weiden zum Wald ins Dickicht.
Derweil verwüsten die Büttelhöfe, setzen willkürlich Dörfler auf der Burg fest
oder verschleppen sie zum Verhör nach Carcassonne.
Dort werden die Verdächtigen eingekerkert, um so ihren Willen zu brechen.
Manche geben dennoch vor, nichts zu wissen. Andere behaupten,
Krankheit oder Trunksucht hätten ihr Gedächtnis zerrüttet.
Wieder andere stellen sich debil, als begriffen sie nicht die Fragen.
Die Mauer des Schweigens hält. Doch Misstrauen breitet sich aus.
Was, wenn der Priester doch ein Verräter ist?
Wieso konnte er einer Familie nicht helfen, deren Haus die Schergen eines Nachts niedergebrannt haben?
Pierre wiederum muss sich sorgen, verraten zu werden, wenn Mitwisser den Ermittlern ins Netz gehen.
Und unmöglich kann er alle Glaubensgenossen decken, ohne sich selbst und das
eigene Haus zu gefährden.
Angesichts seines Dilemmas entscheidet er, dass die Sicherheit seiner Familie
vorgeht und beschließt, hier und da mit den Heschern der Inquisition zusammenzuarbeiten.
Wohl im Frühjahr 1309 rät er einer Bauersfrau, die nach einer Hausdurchsuchung
schwer belastet ist, den Glaubensrichtern zu gestehen, was sie weiß,
doch mit keinem Wort die Klerks preiszugeben.
Im Gegenzug wolle er sehen, was er für sie tun könne. Tatsächlich wird er ihr
später helfen, eine Strafe zu umgehen.
Andererseits droht er einer Zeugin, die in ihm einen Diener der Kirche sieht,
zu schweigen, wenn sie nicht Leben und Besitz riskieren wolle.
Ihre Aussage hätte auch Verwandte der Klerks getroffen.
Doch dann schlägt die Inquisition massiv zu, vermutlich als Teil einer Großfahndung,
nachdem zwei Perfekte aus den Verliesen entkommen sind.
Wie bei einer Treibjagd besetzen Soldaten erst die umliegenden Passhöhen,
riegeln die Gegend ab, Dann dringen Hescher ins Dorf und schleppen jeden erwachsenen
Bewohner, den sie antreffen, in die Burg.
Montaillau scheint nun allein von Kindern bewohnt.
Auf dem Friedhof reißen Inquisitionsknechte die Leichen mutmaßlicher Ketzer
aus der Erde, binden sie an Pferde, schleifen sie fort und verbrennen sie.
Geleitet wird die Aktion von Jacques Polognac, dem Kerkermeister von Carcassonne,
einem Mann, den die Klerks als persönlichen Freund betrachten.
Ihre Rolle bleibt zwielichtig. Aber offenbar wird Pierre von Poloniaks Männern
zu Rate gezogen, kann Fürsprache einlegen oder Gefangene ans Messer liefern.
Allmächtig aber ist er nicht. Zu den Opfern gehört auch die Familie von Bernard Klerks Frau.
Zwar vermag dieser später die Freilassung seiner Schwiegermutter zu erwirken,
mindestens zwei Schwager aber müssen in den Kerker.
Einer geht dort zugrunde.
Viele Dörfler werden nach und nach entlassen, andere wieder vorgeladen.
Eine kleine Anzahl endet auf dem Scheiterhaufen, eine größere im Verlies.
Manche werden enteignet, etliche fliehen über die Berge nach Katalonien ins Exil.
Nun bekommt die Mauer des Schweigens einen Riss.
Ein verbitterter Dorfbewohner, dessen Vater und Bruder auf Klerks Betreiben
im Kerker liegen, wandert nach Carcassonne und denunziert den verräterischen
Priester vor Handlangern der Inquisition.
Die korrupten Dienstleute bringen den Schäfer um all seine Ersparnisse,
unternehmen indes nichts gegen Klerk.
Vielmehr muss schließlich der übervorteilte Kläger selbst fliehen.
Verzweifelt und wütend nimmt auch er den Weg über die Pyrenäen nach Katalonien.
Doch nun heizt die Mutter des Vertriebenen dieses Wechselspiel von Geheimnis und Gewalt noch an.
Wem gegenüber sie was verlauten lässt, ist nicht überliefert,
nur, dass es ausreicht, Pierre Clerc in Panik und Wut zu versetzen.
Der Priester geht los, bemächtigt sich der hilflosen Frau und schneidet ihr
persönlich die lästerliche Zunge heraus.
Ein Terrorakt, um jeden einzuschüchtern, der an Verrat denkt.
Und so schreitet die Zerrüttung im Dorf voran.
Bis 1311 halten die Prozesse und die Verfolgungswelle an.
Zug um Zug verwandelte Inquisito Montaillou in ein Dorf voller gelber Ketzerkreuze,
die auf die Kleidung genähten Schandmale reuiger Heretiker.
Voller Elend, zerrissener Familien und zerstörter Häuser.
Dabei wähnen die Überlebenden sich noch glücklich, denn andere verschwinden
für immer in dunklen, kalten, schimmelig stinkenden Verließen bei Wasser und grobem Brot,
mit Händen und Füßen an die feuchte Mauer geschmiedet.
Nicht wenige verenden dort.
Und mit gefassten, uneinsichtigen Perfekti kennen die Glaubenswächter kein Pardon,
die Vollkommenen erwartet das Feuer.
Unter dem höhnischen Schimpfen und Kreischen einer rechtgläubigen Menge zerren,
schergen sie zum Richtplatz,
binden sie an einen Pfahl auf einem hohen Stapel aus Holzscheiten und Strohballen,
dann legt der rot maskierte Henker die Fackel an.
Rauch und Glut steigen empor Flammen fassen nach den Gliedern des Opfers Versängen
Haut, Haar, Augäpfel Es ist ein fürchterlicher Tod Quälen schmerzhaft, verzweifelt.
Folter und Feuer schrecken die Menschen bis ins Mark.
Von ihrer Not profitiert in Montaillau vor allem eine Familie, die des Pierre Clercq.
Das liegt auch daran, dass die enteigneten Felder ihrer überführten Glaubensgenossen
an den Grafen von Foir fallen, der sie wiederum verlehnt,
unter anderem an Bernard Clercq, Piers Bruder und zeitweise als Vogt für Polizeiaufgaben zuständig.
So vornehm sieht sich die Familie nun, dass Pierre seine verstorbene Mutter
nach Art des Adels in seiner Kirche direkt beim Altar bestatten lässt.
Möglicherweise ist es den Brüdern zuvor sogar noch gelungen,
sie unter die Perfekti aufnehmen zu lassen.
Zudem bewahren die Söhne ihre Haare und Fingernägel auf, ein heretischer Zauber,
der dem Clan Glück und Fortbestand sichern soll.
Dessen Status zählt mehr als alles andere.
Deshalb warnt die Familie jeden davor, im Verhör etwas gegen ihr Haus verlauten zu lassen.
Und die Menschen unterwerfen sich.
Sie fürchten, von den Brüdern misshandelt zu werden. Vor allem aber fürchten
sie die Inquisition, deren Vertreter Pierre offenbar immer noch trauen oder
ihm auf irgendeine Weise verbunden sind.
Ähnliches gilt offensichtlich für die Amtsträger des Grafen von vor.
In diesen Jahren wird Piers Privatleben immer ausschweifender.
Mit einer Cousine handelt er aus, dass er deren 14 Jahre alte Tochter entjungfern darf.
Nach einem halben Jahr arrangiert er für das Mädchen eine vorteilhafte Ehe,
schläft aber weiterhin mit ihr und der Gatte duldet es.
Eine weitere Frau ruft er unter amtlichem Vorwand ins Haus und bedrängt sie dort.
Diese wehrt sich, sie sei Witte, es sei Sünde, wie sie es wagen könne, wütet der Priester.
Jeder andere sei ihm längst zu willen. Sie gibt nach.
Ist er in Aix-les-Term, lässt sich Klerk Frauen zukommen.
Viele zwingt er zum Sex, indem er offen mit der Inquisition droht.
Andere vermag er immer noch mit seinem lachenden, ungewaschenen Charme zu verführen,
darunter die Frau seines anderen Bruders Raymond.
Die Macht der Familie Klerk über Montailloux steht scheinbar fest.
Als am 19. März 1317 in Pamier ein neuer Bischof eingesetzt wird,
ein Priester namens Jacques Fournier, der in Paris studiert hat,
aber aus der Gegend stammt und deren Verhältnisse kennt.
Er ist streng und glaubensfest. Er hat den Auftrag, den dominikanischen Inquisitor
zu kontrollieren und ist entschlossen, mit der Ketzerei in den Bergen ein für
allemal Schluss zu machen.
Nicht zuletzt will er höhere Abgaben durchsetzen, die längst verordnet sind,
in des von etlichen Ortsgeistlichen stillschweigend erlassen werden,
unter anderem wohl von Pierre Clercq, der nur die althergebrachten Mengen nimmt.
Bereits 1318 lädt der neue Bischof auch Bewohner Montelius zur Befragung vor.
Bald gewinnt er Spitzel im Dorf, darunter einen Schuster, der hofft,
den wegen Heresie eingezogenen Besitz seiner Mutter freizubekommen,
sowie einen direkten Nachbarn der Klerks, der den Brüdern ihren Aufstieg neidet.
So erfährt der Bischof, was in Carcassonne niemand ahnt oder ahnen will,
dass ausgerechnet der Vertreter der Kirche in Montaillau wohl ein Ketzer ist.
Aber Fournier begreift auch, dass er keine Klarheit erlangen wird,
solange Pierre über das Dorf herrscht.
Im Frühsommer 1320 lässt er ihn daher festnehmen und zitiert bald darauf erneut
Leute aus der Gemeinde zum Verhör.
Fournier ist nicht nur gebildet, sondern auch lebensklug und zäh.
Anders als der dominikanische Inquisitor überlässt er kaum ein Verhör seinem Stab.
Er fragt selbst nach, bohrt, sucht Widersprüche, nimmt sich Zeit,
um zu verstehen, um Glaubenssätze zu erklären, Mitgefühl zu zeigen,
um Vertrauen zu gewinnen.
Aber auch vor gnadenlose Härte scheut er nicht zurück.
Über Wochen, ja Monate, lässt er Verdächtige in den Gruftartigen verliesen,
schmachten, damit Hunger und Kälte, blutig gescheuerte Gelenke,
Einsamkeit und bittere Seelennot ihr zermürbendes Werk tun können,
effizienter als manche Folter.
Gut ein halbes Dutzend der Vorgeladenen, überwiegend Frauen,
belasten ihren Dorfpfarrer schließlich schwer, bezeugen Heresie,
Zauberei, Unzucht, Nötigung.
Die umfangreichste Aussage stammt von Piers erster Geliebten, Beatrice de Planissol.
Deren Loyalität bricht der Bischof mit einem perfiden Katz-und-Maus-Spiel aus
Blöw, »Drohen und Beugehaft,
aus Einfühlung und Schüren von Todesangst,
bis die gedemütigte Adelige gesteht, dass sie aus Lust und heretischer Irrung
Pierre in dem gefolgt sei, was dieser sich an Ketzereien, Verhütungszauber und
Lästerungen habe zu Schulden kommen lassen.«.
Sofern der Gefangene es erfährt, dürfte es ihm einen besonderen Schmerz bereiten.
Allemal erfasst er spätestens Anfang 1321 das Ausmaß der Gefahr.
Fournier zerrt an seiner Maske, die um keinen Preis fallen darf,
denn dann fällt auch das Haus Klerk.
Irgendwie kann er den Bruder in Montailloux alarmieren.
Bernard verspricht daraufhin einem überführten Heretiker dafür zu sorgen,
dass dieser die Schandkreuze abnehmen dürfe und seinen Besitz zurückerhalte,
wenn er vor der Inquisition in Carcassonne die Zeugen des Bischofs und ihre
Familien als Ketzer denunziert.
Andernfalls, droht Klerk, werde er den Mann auf den Scheiterhaufen bringen.
Widerstrebend gibt der Eingeschüchterte nach.
Bernard übt mit ihm die Aussage, indem er seinen falschen Zeugen nachts aus
dem Schlaf reißt und abfragt.
Anschließend überwacht er persönlich dessen Auftritt in Carcassonne.
Die Brüder wollen Druck aufbauen, um einen Widerruf der belastenden Aussagen zu erzwingen.
Diesmal jedoch informieren Founiers Zuträger rechtzeitig ihren Patron in Pannier.
Er brost über die Intrige und abgestoßen vom Lebenswandel des Priesters
Er legt der Bischof Pierre Clerc verschärfte Haft auf Also statt bloßen Arrests
ein abgeschiedenes Verlies Wohl in Ketten, bei Wasser und Brot,
Dann lädt er Bernard vor Als der nicht erscheint, wird er von Founiers Leuten abgeholt,
Doch gerade das könnte Bernard so geplant haben denn im Gefängnis treibt er
den Gegenangriff voran, mit Geld und Drohungen lockt und bedrängt er die dort
einsitzenden Zeugen zum Widerruf.
Er besticht Werter, damit sie wegsehen, und zahlt große Summen an einflussreiche
Amtsträger, Verwandte, Freunde des Bischofs, die auf Fournier einwirken sollen.
Insgesamt wendet Bernard den ungeheuren Betrag von 14.000 Schilling Silbergeld
auf, um seinen Bruder freizubekommen, den Gegenwert einer Herde von mehr als 1.500 Schafen.
Und tatsächlich widerrufen Jacques Fourniers Zeugen, einer nach dem anderen.
Die Schweigemauer steht nun wieder, das Spiel scheint gewendet.
Doch dann, irgendwann im Herbst 1321, stirbt Pierre Clercq im Kerker,
ermüdet, ausgezehrt, wie ohne Urteil hingerichtet.
Dabei ist er gewiss nicht unschuldig an seinem Schicksal, aber weder war die
Entscheidung für das Kataratum restlos seine eigene, noch die für das folgende doppelte Spiel.
Und mit seinem Clan hat er auch die Tradition der Bergregion verteidigt,
sich gegen das Eindringen einer fremden Macht gewährt, die alles kontrollieren
will, den Glauben der Menschen wie ihre Moral.
Am Ende indes hat er die Welt zerstört, die ihm lieb war und mit ihr sich und seine Familie.
Als Bernard von Pierres Tod erfährt, heult er verzweifelt auf.
Wenig später setzt ihn Fournier gegen Kaution auf freien Fuß.
Bernard feiert die Entlassung voller Ingrimm. Triumphierend läuft er um den
Gefängnishof, schreit trotzig zu den Zellen hin, jeder solle sich ein Beispiel an ihm nehmen.
Er ahnt nicht, dass sich das Versteckspiel längst verkehrt hat,
denn Jacques Fournier ist gerissen.
Bernards Verhaftung war wohl von vornherein darauf angelegt,
ihn zur Manipulation von Zeugen zu verführen.
Nun soll ihn seine Entlassung wieder von den Inhaftierten trennen,
damit Fournier sie in Ruhe erneut vernehmen und gezielt zu Clerks Bestechungen befragen kann.
Es ist ein kompliziertes Spiel, das aufgeht.
Nach und nach sammelt Fournier schwerwiegende Aussagen gegen Bernard Klerk,
bis er ihn abermals festsetzen kann und diesmal isoliert in den Kerker legt,
offenkundig in Abstimmung mit dem dominikanischen Inquisito in Carcassonne,
der sich so lange von den Brüdern als Instrument hat nutzen lassen,
sei es aus alter Verbundenheit, Nachlässigkeit oder für Geld.
1324 kommt auch Bernard im Verlies um.
Damit ist der Clan der Klerks endgültig zerstört, wie so viele in Montaillou.
Dem Dorf, von dem kaum mehr ein Skelett geblieben ist, dem Zeugnis einer untergehenden
Welt, des katarischen Berglands, versteckt hinter eigensinnigen Herren,
doppelt im Spiel und Schweigen.
Der Ruin, der Montelieu getroffen hat, wirkt auf viele ketzerisch Gesinnte als Abschreckung.
Tausende andere heben die Verfolger
in diesen Jahren aus und setzen den Katholizismus mit Macht durch.
Ein treibender Mann hinter dem Kampf gegen Unglauben und Verdunkelung bleibt Jacques Fournier.
Zehn Jahre später, 1334, wird der Inquisitor zum Papst gewählt.
Als Benedikt XII. streitet er fortan insbesondere gegen Ketzerei,
Korruption und Vetternwirtschaft,
gegen die ewigen, allgegenwärtigen Versteckspiele aus Eigensinn, Geld und Macht.
In den Augen Benedikts des Zwölften ist es ein Kampf um die Einheit der Kirche,
und damit zugleich um den Fortbestand der Christenheit selbst,
die bedrängt wird von Sarazenen, Türken, Mongolen,
will das Gottesvolk gegen seine äußeren Feinde bestehen, muss die Inquisition
die Abtrünnigen im Inneren ausmerzen.
Er verdammt nicht nur Katarer und andere Sekten, Zauberer oder Lästerer,
sondern auch Ehebrecher und Homosexuelle, Abgabenverweigerer,
politische Gegner und philosophische Kritiker der päpstlichen Machtvollkommenheit,
ja, persönliche Widersacher.
Doch der Inquisitor auf dem Thron Petri schlägt eine aussichtslose Schlacht,
ein einheitlicher Glaube, eine allgemeine Moral.
Die absolute Autorität des Papstes sind Chimären.
Sie stoßen an zu viele Grenzen. Konkurrierende weltliche und geistliche Mächte stehen dagegen.
Lokale Traditionen, volkstümliche Aberglaube, ebenso wie intellektuelle Vorbehalte
materielle Interessen niedere, gelöste.
Nach jeder niedergerungenen Irrlehre kann sich eine neue erheben.
Auf jeden Pierre Clerc kann ein weiterer folgen und das zerbrochene Montailloux
an anderer Stelle wieder auftauchen.
Denn Montailloux, seine Unordnung, seine Widerspenstigkeit, seine von dem unnachgiebigen
Inquisitor Jacques Fournier aufgedeckte Bosheit und Schwäche,
all das ist nicht mehr und nicht weniger als die Welt.
Ja Lenka, und an dieser Welt hat sich die katholische Kirche eben über Jahrhunderte
mit oft grausamen Folgen abgearbeitet.
Und ich finde es immer wieder spannend, dass sich die Inquisition als überkommenes
Instrument sozusagen nicht irgendwann komplett in Luft aufgelöst hat.
Nein, es gab sie offiziell bis in die 1960er Jahre. Ja, im Grunde ja bis heute.
Also eine Behörde, die über die Einheit des Glaubens und der katholischen Kirche
wacht, haben wir noch immer irgendwie.
Aber ab 1965 hat ihr das Zweite Vatikanische Konzil einen neuen Namen gegeben.
Sie hieß dann nicht mehr Inquisition, sondern Heilige Kongregation für die Glaubenslehre.
Und sie sollte eben dann statt mit Verboten und mit Verfolgung den Glauben eher durch Verboten.
Das Lehren der wahren Lehre und durch Überzeugen eben stärken.
Ja, und inzwischen ist sie nochmal wieder neu benannt worden in Dikasterium für die Glaubenslehre.
Strafen verhängt aber auch diese rundum erneuerte, muss man ja sagen,
Behörde immer noch das Schlimmste, was Abweichlern heute allerdings drohen kann.
Das ist ein Berufsverbot, habe ich gelesen. Das war es für heute.
Eins noch, Peter Kämpfe, der eben ja mit der Geschichte aus der Geo-Epoche-Ausgabe
Die Inquisition zu hören war.
Aber der fand das Thema der Folge besonders spannend, hat er mir extra geschrieben
und wüsste gerne noch mehr darüber.
Und wenn euch das ähnlich geht, dann schaut vielleicht in die entsprechende
Ausgabe. Ihr könnt Geo-Epoche, die Inquisition, als gedrucktes Heft im Geoshop bestellen.
Oder ihr könnt es auch digital lesen auf Geo-Epoche Plus, wo es nicht nur fast
alle Geschichten zu lesen gibt, die jemals in Geo-Epoche erschienen sind.
Sondern da könnt ihr auch unsere Podcast-Serien hören und die neuen Folgen von
Verbrechen der Vergangenheit. Die gibt es dort wie bei RTL Plus immer zwei Wochen
früher zu hören als auf den anderen Plattformen.
Die Links zum Geo-Shop und zu Geo-Epoche Plus, die findet ihr natürlich in den Shownotes.
Ansonsten freuen wir uns natürlich wie immer, wenn ihr unseren Podcast abonniert,
wenn ihr uns per Mail euer Feedback an verbrechendervergangenheit.geo.de schickt
und wenn ihr Geo-Epoche auf Instagram folgt.
Wir geht es dann in zwei Wochen weiter und dann sind wir mal wieder in der Antike
unterwegs, genauer auf der griechischen Insel Korfo, wie sie heute heißt,
zur Zeit des Peloponesischen Krieges.
Macht's gut bis dahin. Tschüss. Tschüss.