Waffenruhe zwischen USA und Iran · Trump empfängt NATO-Generalsekretär Rutte · Streit um Schwarzfahrer
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Speaker 0: Guten Morgen, es ist Mittwoch der achte April und hier sind unsere Themen für heute.
Speaker 0: USA & Iran einigen sich auf zweiwöchige Waffenruhe Trump empfängt NATO-Generalsekretär Rüttel Und die Regierung streitet über Schwarzfahrer.
Speaker 0: Die Texte für den FAZ Früdenker Newsletter hat Patrick Schlehrett geschrieben.
Speaker 0: Mein Name ist Janiklas Andresen.
Speaker 0: Schön dass Sie mit uns in diesen Tag starten!
Speaker 0: Die USA&Iran haben sich auf eine zweivöchig Waffen Ruhe geeinigt.
Speaker 0: Heute Nacht um zwei Uhr deutscher Zeit lief das Ultimatum ab, dass US-Präsident Donald Trump der iranischen Führung gestellt hatte.
Speaker 0: Er drohte mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken, sollte kein Deal zustande kommen.
Speaker 0: Kurz vor Ablauf der Frist erklärte Trump dann, zwei Wochen lang auf Angriffe zu verzichten.
Speaker 0: Vorausgesetzt Iran öffnet die Straße von Hormuz.
Speaker 0: Dabei solle es sich um eine beidseitige Waffenruhe handeln, schrieb er auf.
Speaker 0: TruthSocial Iran bestätigte die Einigung kurz darauf.
Speaker 0: Der Nationale Sicherheitsrat stimmte zu, auch die revolutionsnahen Nachrichtenagentur Tasnim berichtete darüber.
Speaker 0: Grundlage ist ein iranischer Zehn-Punkte-Plan der unter anderem eine kontrollierte Durchfahrt durch die Mehrenge vorsieht.
Speaker 0: Zuvor hatte Trump den Druck noch einmal massiv erhöht – in der Nacht werde eine ganze Zivilisation untergehen, grohte er.
Speaker 0: Die Waffenruhe kam damit buchstäblich in letzter Minute zustande.
Speaker 0: Eine zentrale Rolle als Vermittler spielte Pakistan.
Speaker 0: Premierminister Shebaz Sharif hatte Trump gebeten, das Ultimatum um zwei Wochen zu verlängern – für Freitag sind nun weitere Gespräche in Islamabad geplant.
Speaker 0: Und trotz der verkündeten Waffenruhe ist Israel in der Nacht offenbar weiter unter Raketenbeschuss geraten.
Speaker 0: Aus mehreren Städten wurden Einschläge gemeldet die Flugabwehr war im Einsatz.
Speaker 0: NATO-Generalsekretär Mark Rüthe wird heute im Weißen Haus erwartet.
Speaker 0: Nach heftigen Vorwürfen und Austrittsdrohungen von Donald Trump gegen NATO-Verbündete treffen beide heute aufeinander.
Speaker 0: Im Gespräch soll es um die aktuelle Sicherheitslage gehen, im Kontext des Irankriegs sowie des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.
Speaker 0: Nicht erst seit dem Irankrig schimpft Trump auf den NATO – doch seine jüngsten Äußerung lassen die Alarmglocken schrillen!
Speaker 0: Der US-Präsident ist verärgert weil sich europäische Staaten nicht militärisch an der Öffnung der Straße von Hormuz beteiligen wollen.
Speaker 0: Trump und sein Außenminister Marco Rubio hatten zuletzt angekündigt, die NATO-Mitgliedschaft der USA nach dem Krieg zu überdenken.
Speaker 0: Die Reise Rütes war laut NATO allerdings schon länger geplant.
Speaker 0: Auf einer Pressekonferenz bekäftigte Trump zuletzt seine Kritik.
Speaker 0: Sein Ärger habe mit Grünland begonnen.
Speaker 0: Sie wollen es uns nicht geben – da habe er beibei gesagt!
Speaker 0: Kann Klima-Neutralität bis zu den Jahren im Jahr zwei Tausend Fünfundvierzig erreicht werden?
Speaker 0: Die Zweifel daran sind groß, wie eine Umfrage zeigt.
Speaker 0: Aber eine Mehrheit der Deutschen ist nach wie vor dafür!
Speaker 0: Nur vier Prozent der Befragten gehen davon aus dass das Ziel tatsächlich erreicht wird.
Speaker 0: Zweiunddreißig Prozent erwarten dass es knapp verfehlt wird.
Speaker 0: Vierundsechzig Prozent rechnen mit einer deuglichen Verfehlung.
Speaker 0: Das geht aus einer Umfrage des RWE Leibniz Instituts für Wirtschaftsforschung hervor.
Speaker 0: Trotzdem bleibt der Rückhalt hoch.
Speaker 0: Ein Drittel hält Klimaneutralität bis für uneingeschränkt richtig, weitere thirty- acht Prozent stimmen mit Einschränkungen zu.
Speaker 0: Nur dreizehn Prozent lehnen das Ziel grundsätzlich ab.
Speaker 0: Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche fordert ein Umdenken – sie spricht von Selbsttäuschung durch ärgeizige Ziele.
Speaker 0: Währenddessen seien die Strompreise gestiegen und die Industrie stehe unter Druck.
Speaker 0: Nötig sei eine ehrliche Strategie!
Speaker 0: Die Bundesregierung streitet über eine mögliche Endkriminalisierung des Schwarzfahrens.
Speaker 0: Bundesjustizministerin Stephanie Hubig wirbt dafür, dass Fahren ohne Fahrschein nicht mehr strafrechtlich zu verfolgen.
Speaker 0: Aus der Union kommt deutlicher Widerspruch.
Speaker 0: Schwarz fahren sei kein Kavaliersdelikt sondern gemeinschädliches Betrugsdelikt heißt es.
Speaker 0: Eine Lockerung würde die Kosten für ehrliche Fahrgäste erhöhen.
Speaker 0: Der Zeit ist schwarz fahren strafbar.
Speaker 0: Wer erwischt wird muss zunächst ein erhöhtes Beförderungsendgeld zahlen.
Speaker 0: kommt es zur Anzeige droht eine Geldstrafe.
Speaker 0: Kann diese nicht beglichen werden, kann eine Ersatzfreiheit-Strafe folgen.
Speaker 0: Schätzungen zufolge betrifft das jedes Jahr mehrere tausend Menschen.
Speaker 0: Parallel wird über Entlastungen für Pendler diskutiert.
Speaker 0: Die Grünen fordern einen Neuauflage des neuen Euro-Tickets.
Speaker 0: die Eisenbahn und Verkehrsgewerkschaft bringt einen Rabatte auf das Deutschlandticket ins Spiel.
Speaker 0: Die Folgen des Irankriegs sind besonders in Asien spürbar.
Speaker 0: Mehr als jede andere Kontinent leidet Asien unter der Schließung der Straße von Hormuz.
Speaker 0: Rund achtzig Prozent des dort transportierten Öls gehen in die Region, beim Flüssig-Gas sind es sogar neunzig Prozent.
Speaker 0: Entsprechend stark steigen die Preise – Von Südkorea bis Pakistan bilden sich lange Schlangen vor Tankstellen.
Speaker 0: Besonders dramatisch ist die Lage in ärmeren Ländern.
Speaker 0: In Bangladesh berichten Betreiber von täglichen Angriffen auf Tankstellen.
Speaker 0: Benzin wird gestohlen und teurer weiterverkauft.
Speaker 0: In mehreren Fällen kam es zu Gewalt.
Speaker 0: Menschen wurden verletzt oder getötet, nachdem Treibstoff knapp geworden war.
Speaker 0: Ähnliche Entwicklungen gab es auch in Indien und Pakistan.
Speaker 0: Beobachter waren nun vor politischen Folgen.
Speaker 0: In Ländern wie Sri Lanka könnte sich die Energiekrise zu einer Staatskrise ausweiten.
Speaker 0: Dort hatten Treibstoffengpässe schon vor wenigen Jahren Massenproteste ausgelöst.
Speaker 0: Und zu guter Letzt noch ein Blick auf die Fußball Champions League.
Speaker 0: Der FC Bayern hat sich mit einem zwei-zu-eins Auswärtssieg bei Real Madrid eine gute Ausgangslage fürs Viertelfinale erarbeitet.
Speaker 0: Luis Dias und Harry Kane trafen für die Münchner, Kieran Mbappé verkürzte – das Rückspiel steigt kommende Woche in München!
Speaker 0: Im Halbfinale würde dann der Gegner aus dem Duell zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Liverpool warten.
Speaker 0: Anpfiff ist dort heute um einundzwanzig Uhr.
Speaker 0: Liverpool steht dabei unter Druck, nachdem Aus im FA Cup und ohne Titelschance in der Liga ist die Champions League die letzte Hoffnung.
Speaker 0: Trainer Arnes Lot gilt bereits als angezählt.
Speaker 0: Im zweiten Viertelfinale trifft Atlético Madrid heute auf den FC Barcelona – In der Lliga hat er Atlético zuletzt das Nachsehen!