Die 2-2-2-Regel / Feminismus & Ehe / Buy-and-hold-Strategie #362
Was passiert, wenn wir Routinen nicht nur für Beziehungen entwickeln, sondern auch für unsere Finanzen? In dieser Folge geht es um kleine Gewohnheiten mit großer Wirkung, um moderne Vorstellungen von Ehe und um die Frage, wie finanzielle Selbstbestimmung auch in einer Partnerschaft ihren Platz behält.
Let's talk about (01:47) Eine neue 2-2-2-Regel für mehr Struktur, finanzielle Selbstfürsorge und regelmäßige Geld-Check-ins.
Deep Dive (10:37) Lina Mallon spricht über Ehe aus feministischer Perspektive, persönliche Regeln, den Ehevertrag und warum Selbstbestimmung auch in der Partnerschaft nicht verhandelbar ist.
Community Corner (37:31) Warum Buy and Hold für viele Anleger:innen eine langfristig passende Strategie sein kann.
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Speaker 1: Oder wir nennen es auch wirklich einfach die ...
Speaker 3: Ich liebe Modelle und Regeln.
Speaker 0: Genau, das habe
Speaker 2: ich mir gedacht!
Speaker 2: Ich kenne
Speaker 1: dich doch?
Speaker 1: Du musst nicht ständig mit dieser Strategie Kurse vergleichen du musst nicht permanent schauen wie steht der Kurs jetzt, du musst keine Entscheidung treffen...
Speaker 0: Ich hab ein Was-Kleid getragen.
Speaker 0: Ich bin nicht als Jungfrau in die Ehe gegangen.
Speaker 0: Das ist zu lüde Ihnen heute.
Speaker 0: So.
Speaker 0: Okay let's face it.
Speaker 0: Ein Ehevertrag zur Unterschreibung ist für mich so ... Das ungefähr Romantische, was man vor der Ehe machen kann und alle so.
Speaker 0: What?
Speaker 0: Why?
Speaker 0: Bedeutet das du das, was du dort versprichst ernst meinst?
Speaker 3: Schwungmasse!
Speaker 3: Der finanzhellenden Podcast.
Speaker 1: Hier teilen wir persönliche Geldmomente besprechen Alltagsthemen aus finanzieller Perspektive beantworten Fragen aus der Community Und versorgen dich mit neuen Wissensimpulsen- und Karriertipps.
Speaker 3: Dieser Podcast wird unterstützt von COM direkt.
Speaker 3: Hi, ich bin Alicia und begrüße Dich zur Folge.
Speaker 3: Dich erwartet im Let's Talk about ein neues Finanzmodell was Dich zu mehr Klarheit, Selbstversorgung und finanzieller
Speaker 0: Stärke führt.
Speaker 3: Im Deepdive gibt es Part II mit Lina.
Speaker 3: Manon Kim hat mit ihr über die Ehe aus feministischer Perspektive gesprochen Warum der Ehevertrag für Lina unabdingbar war Und wie sie bestimmte Rituale einordnet.
Speaker 3: In der Community Corner geht es um die Frage, ob by and hold eine gute Strategie ist.
Speaker 3: Ich bin Fan der Folge und hoffe dass sie dir ebenso gut gefällt!
Speaker 3: Viel Spaß!
Speaker 1: habe ich mit meinem Partner mindestens einen gemeinsamen Abend.
Speaker 1: Alle zwei Monate hab' ich mit meinen Partner mindestens ein gemeinsames Wochenende, vielleicht sogar auch mal mit einer Übernachtung irgendwo und gerade wenn Kinder da sind dass man diesen Freirom hat nur wirklich für sich allein zu sein.
Speaker 1: Und mindestens alle zwei Jahre fährt man gemeinsam in den Urlaub
Speaker 3: alleine dann auch.
Speaker 1: Auch alleine heißt ja nicht gleich drei vier fünf Wochen können ja manchmal auch drei vier Tage sein.
Speaker 1: Bei mir selbst, für mich hat das beziehungstechnisch sehr resoniert.
Speaker 1: Wo ich dachte ja finde ich find die schön so dass wirklich immer auch Raum bleibt für einen als Nöpfe und als Paar Und in nächstem Art im Zug dachte ich Das ist doch auch prädestiniert für das Thema Finanzen Auch da eine richtig schöne So ein schönes Modell einer schönen Regel rauszumachen.
Speaker 3: Ich liebe Modelle und Regeln.
Speaker 3: Genau
Speaker 2: das habe ich mir gedacht, ich kenne dich
Speaker 1: doch!
Speaker 1: Da dachte ich, das wird auch Spaß machen dir das mal vorzustellen und mal zu überlegen ob es da nicht auch etwas gibt dass wir das auch für den Bereich Finanzen wirklich schön so handfest und einfach umsetzbar für uns oder für uns alle irgendwie so mal konzipieren können.
Speaker 3: Also dreimal zwei.
Speaker 3: Alle zwei Wochen, alle zwei Monate und alle zwei Jahre.
Speaker 1: Dichtig!
Speaker 3: Was man am regelmäßigsten jetzt bei den Finanzen machen muss ist wirklich mal sagen der Kontocheck?
Speaker 3: Alle zwei wochen gucken, wo stehe ich, passt hier alles?
Speaker 3: sind meine Budgets im Rahmen und ja was geht ein und aus
Speaker 1: oder?
Speaker 1: Ja und sind auch die Abrufungen korrekt?
Speaker 1: ne?
Speaker 1: Vielleicht muss ich ja auch weil wir es zurückgeben da habe ich ja nicht ehländlich lange Zeit.
Speaker 1: Ja mindestens alle zwei Wochen.
Speaker 1: ja auch kenne ich mit Lebenkontoscheck
Speaker 3: Okay.
Speaker 3: Alle zwei Monate eigentlich ähnlich wie du gesagt hast, dass man so ein bisschen ausführlicheres Date macht als jetzt so einen Konto-Check also ein richtiges Money-Date mit sich selbst, mit seinem Partner oder Partnerin, mit einer Freundin... Also vielleicht kann man das so ein bißchen unter ja auch Geldgespräch führen halten, oder?
Speaker 3: Okay,
Speaker 1: dann soll man sonst alle zwei Monate über ein finanzielles Thema sprechen Mhm.
Speaker 1: Und da ist es offen, das muss nicht wie bei diesem Beziehungsmodell nicht zwingend der Partner oder die Partnerin sein, ne?
Speaker 1: Das können auch... Wir beide so...
Speaker 0: Ja wir
Speaker 3: machen das ja ganz regelmäßig.
Speaker 1: Wir machen das hier ganz regelmässig bestimmt bloß.
Speaker 1: Ja finde ich auch alle mindestens alle zwei Wochen, das find' ich schön!
Speaker 1: So dass es so eine alle
Speaker 3: zwei Monate waren's jetzt, die zwei Wochen war ja Konto-Check.
Speaker 1: Ach so, ich will immer zu viel.
Speaker 1: Obwohl alle zwei Monate ... Dann würde ich es schon auf den Partner beziehen oder dass man wenigstens alle zwei Monate sich ... Wenn ich alleine bin mache ich noch mal einen Check-in bei mir selbst und bin dann wirklich sechsmal im Jahr ganz gut aufgestellt.
Speaker 1: Und in der Partnerschaft macht man zur Zweit.
Speaker 1: Weil dann dürften eigentlich keine großen Hürden auf eine Zukunft kommen weil man alles ... Also, Rückblicken gut sich anschauen kann und vielleicht auch für die nächsten zwei Monate im Vorwege planen können.
Speaker 1: Das ist ja ein wirklich schöner kurzfristiger Zeitraum.
Speaker 3: Ja wollte ich grad sagen dann geht es jetzt nicht nur um die Alltagsfinanzen Und was passiert hier auf dem Konto sondern auch ein bisschen mehr Haushaltsplanung aber auch Zielplanungen.
Speaker 3: wo stehen wir?
Speaker 3: Was haben wir vor?
Speaker 3: Müssen wir da irgendwie uns nochmal speziell darauf vorbereiten was zurücklegen die Sparquoten erhöhen oder...
Speaker 1: Was liegt in den nächsten zwei Monaten an?
Speaker 1: Oder vielleicht auch mal, deswegen meine ich rückblickend noch einmal zu sagen da kann man sich ja dann noch gut dran erinnern.
Speaker 1: Manchmal sagt man das doch boah es waren jetzt teurere Monate all die Sachen waren und ich finde auch da nochmal ein Blick hinzuwerfen und sich das bewusstzumachen.
Speaker 1: warum war das so?
Speaker 1: Wie sind wir damit umgegangen?
Speaker 1: wie haben wir das gewuppt bekommen?
Speaker 1: was hätte uns vielleicht geholfen um es besser machen zu können finde ich auch sich solche Fragen zu stellen.
Speaker 1: Dann, ja.
Speaker 1: Das finde ich schön!
Speaker 1: Also sagen wir alle zwei Monate entweder ein Finanzlied mit sich selbst oder mit dem Partner oder der Partnerin?
Speaker 3: Ja sehr schön.
Speaker 3: und die letzte zwei ist dann auf das Jahr bezogen also alle zwei Jahre finanziellen Kontext würde ich sagen dass man sich seine Anlagestrategie anschaut.
Speaker 1: Das würde ich auch sagen.
Speaker 1: Das habe ich auch gleich sofort gedacht wirklich mal zu schauen, wie ist meine Anlagestrategie?
Speaker 1: Passt hier noch alles oder eben auch für sich das Thema Rebalancing daszumachen.
Speaker 1: Weil für manche es auch ein Jahreszeitraum ein bisschen kurz gerade wenn die Beträge erst wachsen müssen kommt immer darauf an über wie viel Vermögen wir da sprechen.
Speaker 1: Das finde ich ja auch.
Speaker 1: dass man dann nochmal bei sich eincheckt und sagt was ist wie ist man aufgestellt, wie so die gehaltliche Entwicklung oder das Familieneinkommen?
Speaker 1: So, was ist bisher gut gelaufen?
Speaker 1: Ich finde das auch schön.
Speaker 1: Dann vielleicht mal drauf zu gucken und sich so ein bisschen positiv zu bestätigen.
Speaker 1: Ja, können wir aus.
Speaker 3: Schön, schön!
Speaker 3: Guck mal haben wir ein neues Modell entwickelt.
Speaker 0: Ja
Speaker 1: dass dreimal zwei... Wie nennen die es denn?
Speaker 1: Haben wir da einen guten Begriff?
Speaker 1: Dreimal zwei
Speaker 3: Finanzmodell ist ein
Speaker 1: bisschen zu langweilig.
Speaker 1: Aber vielleicht hat irgendjemand aus der Community eine Idee, also wir denken auch noch mal drüber nach es kommt euch bestimmt nochmal bei uns begegnet euch das bestimmt nochmal und
Speaker 0: ich glaube
Speaker 3: jetzt an der Stelle gerade weil sie ja von der Beziehungsebene abgeleitet haben.
Speaker 3: Sowohl der Konto check jetzt mit mir selbst das Money Date was ich entweder alleine oder mit Partner, Partnerin führe und dann auch so ein bisschen.
Speaker 3: diese Zukunfts Betrachtung
Speaker 1: ist alles.
Speaker 1: auch
Speaker 3: hat ja am Ende immer mit mir Selbst- und Mit meiner Beziehung zu mir oder eben auch zu den Menschen in meinem Umfeld zu tun.
Speaker 3: Und Ist dann auch Ja einen Akte selbst für Sorge irgendwo bei sich eincheckt.
Speaker 3: also vielleicht ist es das dreimal zwei Self Care Modell
Speaker 1: Ja, oder wir nennen es auch wirklich die einfach die Zwei-Zwei-zwei-Regel.
Speaker 3: Oder so?
Speaker 3: Dann
Speaker 1: haben wir gar
Speaker 3: kein Geldbezug und jeder kann für sich dann auch noch ein bisschen experimentieren wie man's vielleicht noch abwandeln könnte.
Speaker 1: Genau!
Speaker 1: Aber ja, Selfcare-Modell finde ich auch schön.
Speaker 1: Auf jeden Fall hat das ganz viel mit der Entwicklung von finanzieller Stärke zu tun wenn man sich solche Routinen schafft.
Speaker 1: finde ich ist mit einer der wichtigsten Punkte, die oft unterschätzt werden.
Speaker 1: Man braucht da manchmal gar nicht so viel Geld aber es ist schön wenn man seinem Geld beim Wachsen zu sehen kann weil ein das so bestätigt und dafür nehmen wir uns oft nicht genug Zeit da mal hin zu gucken und sind einfach auch so extrem strengen.
Speaker 1: und vielleicht schafft es so ein Modell da ein bisschen wohlwollender und auch herzlicher zu uns zu sein.
Speaker 1: Und auch ein bisschen dankbarer für das, was wir schon geschafft haben.
Speaker 1: Die Ziele sind dann so klein, ne?
Speaker 1: Das finde ich ist auch schön!
Speaker 1: Dass es nicht so große Ziele gibt aber dass man dann mal sehen kann.
Speaker 1: Ach guck mal, das habe ich in diesen zwei Monaten geschafft.
Speaker 1: oder vielleicht auch wenn wir immer so sagen sich mal irgendwie Verzicht üben oder mal etwas zu verändern.
Speaker 1: Auch da kann man rückblickend, sowas kann man gut mal für eine zwei Monatsbetrachtung machen Ja,
Speaker 3: und wie du sagst so die kleinen Routinen wenn die irgendwann zur Normalität werden dann sind sie gar keine Herausforderungen mehr.
Speaker 3: So ein Gehirn halt einfach dazu und man kann sich wieder neue Routine aneignen, die auch wieder zum Wachstum beitragen ist ja im Prinzip beim Sport auch am Anfang die ersten fünf Kilometer.
Speaker 3: Wenn man das erste Mal läuft Sind Sie wahrscheinlich totes anstrengend?
Speaker 3: Und irgendwann trainiert man auf einem Halbmarathon hin und wenn man den geschafft hat ist das nächste Ziel der ganze Marathon Und dann muss man sich auch mal wieder zurück erinnern, wie die ersten fünf Kilometer waren.
Speaker 3: Also ich glaub das auf finanzieller Ebene und mit dem Erfolgs-Tracking und was man schon alles geschafft hat oder für sich einfach als Routine etabliert hat?
Speaker 3: Ach schön!
Speaker 3: Ja.
Speaker 1: Kenne ich auch.
Speaker 1: du weißt ja ich liebe Routinen sehr leicht in uns das Leben und sie bringen uns soweit nach vorne gerade beim Thema Finanzen weil irgendwann sind wir da glaube ich dann haben wir unsere Financen sehr ins Herz geschlossen weil wir sie dann mögen.
Speaker 2: Ich bin Kim und im heutigen Finanzhelden in Deep Dive darf ich Lina Malor ein zweites mal im Podcast begrüßen.
Speaker 2: Lina ist Bestsellerautorin, Kolumnistin und Fotografin.
Speaker 2: Sie leben ihre Mann in Südafrika hat zuletzt das Buch Wie wir lieben wenn wir uns Trauen veröffentlicht.
Speaker 2: Darin geht es, um den Mut Beziehungen neu zu denken und den eigenen Weg zwischen Liebe, Freiheit und Verbindlichkeit zu finden.
Speaker 2: Lina schön dass du nochmal da bist.
Speaker 2: heute schauen wir noch mal auf ein anderes Thema und zwar auf eins das für viele Feministinnen richtig schwierig ist und zwar die Ehe.
Speaker 2: Und um zu verstehen, warum das eigentlich so ist.
Speaker 2: Machen wir einen kurzen Zeitsprung in die Bundesrepublik vor und neunzehntinhundertsiebenen siebzig halte ich fest.
Speaker 2: damals stand nämlich im bürgerlichen Gesetzbuch noch wortwörtlich Die Frau führt den Haushalt in eigener Verantwortung.
Speaker 2: Sie ist berechtigt erwerbstätig zu sein soweit dies mit ihren Pflichten in Ehe- und Familie vereinbar ist
Speaker 0: wild.
Speaker 2: Also zwischen uns und diesem damaligen Selbstverständnis liegen jetzt mittlerweile so knapp fünfzig Jahre, also noch gar nicht mal so viel Zeit.
Speaker 2: Es wurden deswegen auch und werden ja immer noch Leute wirklich mit diesen Selbstverständnissen sozialisiert, während andere natürlich auch schon von der Gleichberechtigung in der Partnerschaft sprechen.
Speaker 2: Wenn wir zum Beispiel an eine Heirat denken und auch an einer Hochzeitsfeier dann müssen wir uns aber vorstellen dass in einem Raum von Gästenleute sitzen die genau so sozialisiert wurden Ja, Gesetz kennen und andere für die das total fern ist.
Speaker 2: Es ist also wirklich gar nicht so verwunderlich warum viele Frauen heiraten immer noch als sehr patriarchales Ritual betrachten weil damals mit der Heirat ja so dieser ja die Frau als Besitz vom Vater auf den neuen Ehemann irgendwie geregelt wurde.
Speaker 2: was würdest du denn modernen Frauen antworten?
Speaker 2: wie kann er moderner und feministischer betrachtet werden?
Speaker 0: Ich glaube, ich würde damit anfangen dass sich zustimme und sage wir bestreiten nicht das Ehe wenn man die Institution Ehe anschaut niemals zu einhundert Prozent feministisch sein kann.
Speaker 0: Punkt!
Speaker 0: Es ist einfach so.
Speaker 0: let's just be so for real.
Speaker 0: alles was hinter der Ehe steckt es eben auch heutzutage noch wie das Gesetz Ehe regelt auch wie Scheidungen geregelt werden was da auch gerade draußen so an Podcasts existiert Männer, die davor gewarnt werden zu heiraten weil sie eventuell in der Scheidung Geld abgeben müssen.
Speaker 0: so ja heirate lieber nicht.
Speaker 0: Oh mein Gott!
Speaker 0: Ja ohne dazu jetzt zu tief reinzugehen würde ich einfach sagen ihr ist weiterhin wenn man das institutionell sieht nicht feministisch aufgestellt.
Speaker 0: es gibt immer noch viel zu viele gesetzliche aber auch gesellschaftliche Rechte und Pflichten die Frauen einfach aktiv benachteiligen.
Speaker 1: als ich
Speaker 0: quasi diesen Moment hatte, in dem ich mein damaliger Freund gefragt hat.
Speaker 0: Ob ich ihn heiraten möchte?
Speaker 0: War das für mich dementsprechend eine zutiefst emotionale Entscheidung, die ich überhaupt nicht so sehr als Systementscheidung gesehen habe.
Speaker 0: und dann nachdem wir uns verlobt haben ging bei uns in der Beziehung tatsächlich die Gespräche los und ich bin bis heute auch fast ein bisschen stolz darauf zu sagen, die Streit war das unheimlich wichtig fand ihm auch noch mal.
Speaker 0: Wir waren zu dem Zeitpunkt zwei Jahre zusammen, natürlich kennt man sich auch schon und wir haben nicht mehr das kommt bei mir, glaube ich permanent beim Essen, beim Glas of Wine, bei einem Urlaub zusammen.
Speaker 0: Ich komme immer wieder in den Deep Talk Das ist einfach meine Persönlichkeit!
Speaker 0: Das heißt wir kannten uns schon sehr sehr tief und sehr gut Und trotzdem war es mir dann wichtig so Fragen zu beantworten Wo stehst du eigentlich?
Speaker 0: Beim Thema Feminismus, wo stehst du beim Thema Ehe?
Speaker 0: Und man sagt ja auch immer so gerade
Speaker 1: das erste Ehejahr
Speaker 0: für mich aber auch ganz klar.
Speaker 0: Bei uns waren es anderthalb Verlobungsjahre sind zu der Krieg der Kindheiten Und es spielt wirklich rein in das, was du gerade gesagt hast.
Speaker 0: Wer wurde von wem eigentlich erzogen?
Speaker 0: Wie hat dieser Mensch oder wie haben diese Eltern Teile ihr verstanden und was haben sie ihren Kindern eigentlich mitgegeben?
Speaker 0: Ich hatte eben, da haben wir in der Folge davor schon drüber gesprochen, die so sehr am Ende eigentlich feministische Oma, obwohl ich glaube meine Oma hat sich nie als Feministin gesehen.
Speaker 0: für die war das so vollkommen normal!
Speaker 0: Das war einfach so ein Alltag den sie gelebt hat.
Speaker 0: aber ich komme eben... sehr stark geprägt von den Einstellungen, die lebensweise hat meiner Oma.
Speaker 0: mein Mann kommt wiederum aus Südafrika und ist hier ganz anders geprägt aufgewachsen.
Speaker 0: Und diese zwei Kindheiten standen im krassen Streit oftmals miteinander.
Speaker 0: Ich muss dazu sagen Disclaimer der Grund warum ich meinen Mann am Ende geheiratet habe is der dass er sicherlich seine roten Flaggen hatte und ich hab meine roten Flagen aber die eine rote Flagge die ich bei ihm niemals gefunden habe war, dass er dem Feminismus gegenüber kritisch stehen würde.
Speaker 0: Oder das er generell nicht an Gleichberechtigungen der Geschlechter glaubt?
Speaker 0: Das war nie ein Thema bei uns und dennoch hatten wir eben Streitigkeiten was ihr für ihn bedeutet, was es für mich bedeutet.
Speaker 0: Pani en Aaf hatten wenig, nie Streit bei Finanzen Und mir wird immer wieder gesagt wie krass ist, dass wir darüber nie gestritten haben wer wie gestellt sein sollte wie unser Ehevertrag auszusehen hat.
Speaker 0: Dass es einen Ehe Vertrag gibt Darüber haben wir nie gesehen, aber dieses Wer macht jetzt eigentlich die Regeln gar nicht mal so sehr zwischen uns.
Speaker 0: Sondern für ihn wäre das klar, dass ich in seine Familie aufgenommen werde im Moment, indem wir heiraten.
Speaker 0: Für mich war es klar, daß wir eine Familie gründen und seine Familie jetzt Gast in unserer Familie ist.
Speaker 0: Und all das gehört ja schon in die Frage was ist eigentlich ihr?
Speaker 0: So dieses die frau wird aufgenommen.
Speaker 0: also ich war dann irgendwie so wie bin ich jetzt?
Speaker 0: property die annektiert wird geht's noch.
Speaker 0: Also wir haben wirklich viel viel gestritten und viel gesprochen bevor wir dann wirklich geheiratet haben.
Speaker 0: und der gerade darüber spreche auch mein buch ganz oft.
Speaker 0: jeder der sich gerade verlobt hat oder vielleicht bald verlopen möchte oder vielleicht halt heiratet im ersten ehe ja steckt wird es nachfühlen können Wie wichtig das eigentlich ist, sich damit bevor man ja sagt auseinanderzusetzen und nicht danach.
Speaker 0: Danach aber immer noch weil es gibt einfach so Themen die kommen wieder auf.
Speaker 0: Aber ich habe immer zu Chris gesagt Ich will wissen So gut es geht denn du wirst es nie ganz wissen.
Speaker 0: Das ist eine bittere Pille die ich auch immer noch schlucken lernen muss.
Speaker 0: Ich will Wissen wenig der Heirate Und ich will wissen dass wir zusammen diese Überzeugung haben Dass sie unsere eigenen Regeln in einer modernen Ehe machen können.
Speaker 0: Denn ich glaube das ist für mich der Ansatz als Feministin in einer modernen Ehe glücklich sein zu können.
Speaker 0: Das war für mich immer so dieses, wir müssen nicht alles ablehnen wenn wir die Möglichkeit haben selbst daraus etwas... also zum Beispiel ich habe was Kleid getragen.
Speaker 0: Ich bin nicht als Jungfrau in die Ehe gegangen.
Speaker 2: Absolutely
Speaker 0: not!
Speaker 0: Okay let's face it.
Speaker 0: aber ich fand es Schön, ein weißes Kleid zu tragen.
Speaker 0: Also da könnte man jetzt natürlich super kritisieren aber was fandest du daran schön?
Speaker 0: Die Ästhetik!
Speaker 2: Wie hast Du denn früher genau über ihr gedacht bevor du deinen jetzigen Mann kennengelernt hast?
Speaker 0: Ich glaube also für mich wäre das Goal immer mich zu verlieben und geliebt zu werden und Liebe zu finden im Leben auf so viele verschiedene Arten.
Speaker 0: Ich bin Einzelkind.
Speaker 0: dementsprechend Freundschaften wurden als Familie annektiert, ne?
Speaker 0: ich bin sehr gern sehr nahe und sehr eng mit Menschen verbunden und genau das gleiche habe ich mir auch für eine Partnerschaft gewünscht Und ich wollte immer eine Partnerships Aber und das war immer da stand immer darüber nicht um jeden Preis Nicht um den preis mich selbst aufzugeben nicht um dem preis So viel von mir zurückzulassen dass sich geliebt werde aber gar nicht mehr weiß wer da eigentlich gelebt wird weil ich gar nicht mehr weiß, wer ich eigentlich bin.
Speaker 0: Und das steht weiterhin ganz weit oben bei mir auch jetzt in der Ehe und ich habe halt immer gesagt wenn ich irgendwann mal heirate schön aber irgendwann so ab achtundzwanzig als du diese dreißig kam habe ich eher richtig abgelehnt, weil ich das Gefühl hatte.
Speaker 0: Oh mein Gott!
Speaker 0: So viele Freundinnen und so viele bekannte andere Frauen dort draußen im Internet, Menschen die man zuschaut, die pausieren irgendwie alles das was sie sind, weil das wichtigste ist jetzt gerade die Partnerwahl, weil dass es jetzt quasi so... Das ist das drückende Thema für die nächsten zwei Jahre und ich habe und das kann ich wirklich brutal ehrlich sagen mehr als zwei drei vier Freundinnen an dieses Gefühl verloren, dass es nicht darum ging den richtigen Partner zu finden, sondern einfach irgendjemanden zu finden.
Speaker 0: Weil der nächste Step ist ja Kinder zu bekommen.
Speaker 0: also ich würde wirklich behaupten dass sich mehr als den Einzelfall im Freundeskreis hatte von Frauen die dann innerhalb gerade als sie dreißig dann angeklopft hat die dann inhalb von sechs Monaten ein Partner hatten schwanger geworden sind und dann wurde in den Speckgüttel von Hamburg gezogen.
Speaker 0: keinen von denen habe ich mehr Kontakt.
Speaker 0: von daher I don't know.
Speaker 0: are you guys happy?
Speaker 0: i hope so!
Speaker 0: Ich hoffe sehr das euch eure Wahl glücklich gemacht hat aber mich hat es erschrocken Und mich hat es abgeschreckt.
Speaker 0: Also wenn das das Ziel ist, kann ich das Ziel meines Lebens sein und gleichzeitig... Und dann
Speaker 2: kam Chris!
Speaker 0: Genau als Chris mich dann gehalten hat war's aber auch ein total einfaches Jahr.
Speaker 0: Dann kam aber das Thema dass er gesagt hat, äh bedeutet für ihn, dass er zu mir gehört und ich zu ihm gehöre.
Speaker 0: und ich hab direkt gesagt also ich gehör schon mal niemandem außer mir selbst.
Speaker 0: weil für mich was so'n einfaches?
Speaker 0: Ja weil ihr für mich bedeutet dass ich ihm verspreche und dass ich ihm das auch vor unseren Freunden, vor unserer Familie quasi öffentlich verspreche.
Speaker 0: Dass wir Zeugen haben während ich ihm verspresche.
Speaker 0: Dass ich ihn auf diese wilde Reise, die wir Leben nennen mitnehme.
Speaker 0: Auch wenn ich weiß, was es
Speaker 2: jetzt kommt...
Speaker 0: Ich weiß, dass wir das zusammen machen!
Speaker 0: Und wenn man sich das verspricht, dann fühlt sich das Eheversprechen für mich selbstbestimmt an.
Speaker 0: Ja.
Speaker 0: ...und darum fiel's mir leicht.
Speaker 2: Ja okay, d.h.
Speaker 2: dir war einfach so diese Freiheit Ganz wichtig, Freiheit und Selbstbestimmung, die man sich auch in der Ehe natürlich bewahrt.
Speaker 2: Jetzt hast du schon mal angesprochen?
Speaker 2: Ihr habt einen Ehevertrag geschlossen... Ja!
Speaker 2: Und ich glaube es ist auch schon klar warum das für dich dann so wichtig war diesen Ehe Vertrag zu haben weil du eben so diese Selbstbestimmungen beibehalten wolltest und also auch diese finanzielle Selbstbestümmung und Unabhängigkeit.
Speaker 2: wenn du dazu noch was hinzuzufügen hast kannst du das natürlich gerne machen.
Speaker 2: ansonsten würde mich total interessieren wie ihr auf dieses Gespräch Ehe-Vertrag gekommen seid.
Speaker 2: wer hat das angesprochen?
Speaker 2: Wie habt ihr euch das mal informiert?
Speaker 2: Habt ihr euch beraten lassen?
Speaker 0: Mir hat tatsächlich, beziehungsweise im Ehevertrag ist in Südafrika so, dass er gemacht werden muss.
Speaker 0: Aber es gibt natürlich auch wie in vielen anderen Ländern einen Vordruck.
Speaker 0: also man könnte jetzt einfach ein sehr vereinfachter Ehe-Vertrag unterschreiben.
Speaker 0: Man muss sich quasi einmal entscheiden und trennen seine Güter.
Speaker 0: Wer bringt welche Anlagevermögen mit in die Ehe?
Speaker 0: Werden sie mitgezählt?
Speaker 0: Geht's eine Zugewinngemeinschaft usw.
Speaker 0: Also man muss es aber einmal deklarieren und unterscheiden weil das Gesetz Optionen offen lässt.
Speaker 0: In dem Sprechen haben wir von Anfang an schon das Thema gehabt, aber wir müssen uns um unseren Ehrvertrag kümmern und dann haben wir beide beziehungsweise Chris war wirklich derjenige was wahrscheinlich sehr anders ist als das was man gerade so von Männern die Podcastmikros haben hört.
Speaker 0: Chris hat von Anfang gesagt egal was passiert ich will dass es dir gut geht Und dementsprechend hatte ich eine sehr einfache quasi Verhandlung.
Speaker 0: Aber eigentlich eher schwierig, weil es mir leichter gefallen wäre das zu verhandeln mit ihm wenn er auch gesagt hätte dass und das ist mir wichtig und dann sage ich was mir wichtig ist und wir gucken ne beißt sich das irgendwie?
Speaker 0: aber dementsprechen hat er so ein bisschen von mir verlangt zu sagen Was brauchst du denn?
Speaker 0: Das fand ich war eine komische Verhandlungsposition.
Speaker 0: Wir haben dann aber verhandelt und zwar auch mit zwei.
Speaker 0: Jeder hatte seinen eigenen Anwalt.
Speaker 0: Es ist einfach wichtig, du hast sonst ein Interessenkonflikt.
Speaker 0: der Anwaltung kann nur eine Seite vertreten und nicht beide.
Speaker 0: Übrigens Geist das ist ein sehr cooles Geschenk für einen.
Speaker 0: in Deutschland sagt man ja JGA schenkt nen Termin bei einem richtig guten Anwolt für ein Ehrvertrag.
Speaker 0: des also und ne jetzt sind alle so wie oh mein Gott!
Speaker 0: Das heißt man soll feste Scheidung schenken bevor die Leute überhaupt verheiratet sind.
Speaker 0: das kann doch niemandem schenke.
Speaker 0: doch auf jeden Fall weil dass es das ist so ein wichtiges geschenk.
Speaker 0: Und für mich ist der Ehevertrag an sich auch so.
Speaker 0: das Thema... Vielleicht ist es für viele Frauen, dass Thema Ehe vertragt deswegen so ein rotes Tuch oder auch was wovor sie Angst haben.
Speaker 0: Weil Sie wissen wenn ich das Thema mit meinem Partner angehe wird's ungemütlich.
Speaker 0: Das ist die rote Flagge!
Speaker 0: Ich würde niemanden heiraten, mit dem ich im Ehe-Vertrag nicht auf einen grünen Nenner komme.
Speaker 0: Weil der Ehenvertrag ist für mich.
Speaker 0: und Hot Take den Ehe Vertrag zu unterschreiben das ungefähr Romantische, was man vor der Ehe machen kann und alle so.
Speaker 0: What?
Speaker 0: Why?
Speaker 0: Das bedeutet, dass du das, was du dort versprichst ernst meinst!
Speaker 0: Also what do you
Speaker 0: mean?!
Speaker 0: Wir stellen uns da jetzt hin und dann sagen wir in guten Wien schlechten Zeiten Ja und Amen und stecken uns diese Ringe an.
Speaker 0: Und wenn es denn dazu kommt In diesem Moment, indem wir uns ja lieben Indem wir uns nicht streiten, in dem wir uns versprechen für einander da zu sein Fünfzehn Minuten später sagste ich unterschreib aber nicht, dass Du hier von mir was kriegst Wenn's schlecht läuft.
Speaker 0: Hä?
Speaker 0: Wenn du diesen Ehevertrag, der mich und dich gleichstellt.
Speaker 0: Und er uns beide schützt wenn du das nicht unterschreiben kannst dann kann ich dich nicht heiraten.
Speaker 0: und zum Glück hatte ich diesen Moment nicht.
Speaker 0: aber es gab bei mir Freundinnen die geheiratet haben sie durchaus gestritten haben mit ihren Partnern und nicht all diese Streits waren rote Flaggen.
Speaker 0: so von wegen sagt die eher ab.
Speaker 0: Viele Streits war wichtig um eben once more zu verstehen wo kommt man her?
Speaker 0: was ist einem wichtig Nachdem man und das ist dann nicht immer schön gewesen, aber da musste man durchgehen.
Speaker 0: Bei uns, ich erzähle jetzt einfach mal so frei ging es auch um Sachen wie bei Kirst in der Familie gibt's ein Familientrust?
Speaker 0: Wie werde ich an diesem Familientrust beteiligt?
Speaker 0: Werde ich überhaupt beteiligen?
Speaker 0: In welchen Fällen?
Speaker 0: was hab' ich damit zu tun?
Speaker 0: Gleichzeitig war auch wer bringt was mit in die Ehe?
Speaker 0: Und wer wird dann am Ende wie eigentlich gleichgestellt?
Speaker 0: also auch so dieses Ja wir wollen gleich gestellt werden ja wollen irgendwie alle Aber wie sieht das denn aus am ende des Tages?
Speaker 0: ne Und es ist auch ganz wichtig an der Stelle für alle Frauen da draußen, die das gerade hören und sich vielleicht im Ausland befinden.
Speaker 0: Macht euch Gedanken beziehungsweise holt euch Informationen wie das eigentlich in dem Land, in dem ihr gerade lebt, geregelt wird?
Speaker 0: Ganz oft ist es nämlich so ein Thema.
Speaker 0: In Deutschland regelt Sorge-Sorgfaltspflicht aber auch sorggerecht und Verantwortung für Kinder aufenthaltsbestimmungsrecht usw.
Speaker 0: Es wird Sohn zugeregelt hier in Südafrika.
Speaker 0: Ich kenne mich damit nicht gut genug aus um jetzt Informationen geben zu können, Generell muss die Zustimmung des Mannes hier immer gegeben werden, wenn Kinder bewegt werden.
Speaker 0: Und ich glaube in anderen Ländern ist das auch so.
Speaker 0: Ich finde es ist super wichtig sich damit auseinanderzusetzen und nicht davon auszugehen dass jedes Land genauso entscheidet wie Deutschland.
Speaker 0: da gibt's wirklich krasse Unterschiede.
Speaker 0: Wichtig ist meiner Meinung nach nicht nur einen Ehevertrag zu haben indem man etwas aufgeschrieben hat sondern auch zu wissen wer drückt diesen Ehe Vertrag quasi durch am Ende des Tages.
Speaker 0: Das ist nämlich so ein Ding, man kann sich versprechen und sagen das haben wir auch gemacht.
Speaker 0: Wir haben gesagt alle fünf Jahre muss der Ehevertrag erneuert werden.
Speaker 0: Und es haben wir aber festgehalten im Vertrag weil natürlich kann man sich das versprechen.
Speaker 0: Aber wer ist denn die Person, die das dann jetzt poliist in fünf Jahren?
Speaker 0: Denn ich finde vieles kann sich verändern.
Speaker 0: also bei uns ist es zum Beispiel so dass ich gesagt habe Ich möchte nichts mit Familienvermögen zu tun haben da schon seit Jahrzehnten und Generationen besteht.
Speaker 0: Gleichzeitig sollten Chris und ich aber dann doch, wir planen es nicht.
Speaker 0: Aber sollten wir doch irgendwann mal Kinder haben?
Speaker 0: Dann muss das geändert werden, dass eben Kinder zum Beispiel Beneficiaries wären.
Speaker 0: Und ja auch so Dinge wie
Speaker 0: z.B.,
Speaker 0: aktuell ist es bei uns so, wenn ich jetzt einen großen Verlust machen würde finanziell und dementsprechend Verluste in unsere Ehe reinwirtschafte und im Minus lande und schulden an Häufe und wir entscheiden lassen würden, dann würde Chris Vermögen mit mir nicht aufgeteilt werden weil ich quasi Schulden in die Ehe gewirtschaftet habe.
Speaker 0: Dementsprechend muss man auch immer wieder gucken, wird zum Beispiel dieses Unternehmen von unserer Regelung ausgeklammert?
Speaker 0: Weil man sagt, du hast ja dieses Unternehmen und diese Firma und sie wirtschaftet gerade in unsere Ehe rein.
Speaker 0: Ich trage aber das alleinige Risiko.
Speaker 0: Und wenn damit jetzt was passiert, wenn wir in Schwierigkeiten geraten... Was bedeutet das dann für mich, wenn Sie uns immer mal schämen lassen?
Speaker 0: Das sind einfach vor
Speaker 2: allem auch Appellern alle, die ein eigenes Unternehmen haben und selbstständig sind.
Speaker 0: Fairness, meiner Meinung nach muss in der Ehe halt auch das höchste Gut sein.
Speaker 0: Nicht wer besitzt wehen sondern schaue ich mit Fairness und mit Wohlwollen auf diese Person, mit der ich mein Leben teile.
Speaker 2: Und das macht man im besten Falle dann wenn man sich auch noch wohlgesonnen ist?
Speaker 2: Ja genau.
Speaker 2: Dann hat irgendwas vorgefallen und es darum geht's ja auch dann im Ehevertrag... Es gibt ja richtig witzige Dinge die man eheverträglich regeln kann also von Sorgerecht für den Hund was ja auch sinnvoll sein kann.
Speaker 2: Aber auch über so Themen wie Mindestquoten und Date Nights, die Leute, die sowas geregelt haben, Social Media Regeln, dass man bestimmte Bilder vielleicht nicht posten darf ohne Zustimmung
Speaker 2: usw.,
Speaker 2: also man kann wirklich auch kreativ werden.
Speaker 2: im EF-Vertrag aber rechnet nicht damit das auch besonders kreative Regelungen gerichtlich durchsetzbar sind.
Speaker 2: Das nur als Hint!
Speaker 2: Aber ja, genau.
Speaker 0: Für den Mund finde ich es sehr wichtig!
Speaker 0: Wir haben zwei Hunde und bei uns ist das auch geregelt.
Speaker 0: Wer im Schallungsfall eigentlich welchen Hund hat?
Speaker 2: Ja.
Speaker 2: Gibt's bei dir ein Ritual, bei dem du so sagst, nee, das geht für mich gar nicht weil es ist zu patriarchal?
Speaker 0: Mein Papa ist tatsächlich mit mir quasi nach vorne gegangen.
Speaker 0: Also wir hatten jetzt keinen Altar, wir haben auch nicht religiös geheiratet sondern wir hatten eine freie Trauung.
Speaker 0: Da haben mich viele gefragt, so echt dein Papa und du wirklich willst du das?
Speaker 0: Und da habe ich gesagt also für mich ist es gar nicht mal so sehr dieses Ja mein Vater übergibt mich an einen anderen Mann.
Speaker 0: So habe ich das überhaupt nicht empfunden.
Speaker 0: Ich habe das wirklich eher so empfundet wie...ich hab das schon auch für meinen Papa gemacht als ein Öl von einem Kapitel.
Speaker 0: der sorgt sich immer viel um mich und er hat immer Ich glaub, mein Papa sorgt sich mehr über mich als er das laut sagen könnte und auch jemals in Worte fassen könnte.
Speaker 0: Jetzt bin ich auf einem anderen Kontinent und jetzt heirate ich jemanden, dessen Sprache er nicht spricht.
Speaker 0: Er spricht kein Englisch, Chris spricht sehr wenig Deutsch ... Und dann war das für mich so ein symbolisches So- ... Mein Papa der eben sagt, ich vertraue dir, Chris der sagt hey pass auf Männer unter sich sind nach dem Motto ich pass auf sie auf!
Speaker 0: Und ich dachte Boah niemand muss auf mir aufpassen, macht ihr schon alleine?
Speaker 0: Aber es ist eine, ich hab' das halt wirklich als eine emotionale Situation von meinem Papa gemacht.
Speaker 0: Diese ganzen, es gibt so viele Bräuche für mich die ich so unfassbar albern und toxisch maskulin finde.
Speaker 0: Die wenn nicht gemacht haben also so Sachen wie hier.
Speaker 0: in Südafrika wird der bräutig an bei seiner Rede mit so luftschlangen Spray besprüht und man gibt ihm so Zahnpaste in den Mund.
Speaker 0: und achso weil das ist ja so peinlich, dass wir die Emotionen absolut... Sorry!
Speaker 0: Also los mit denen.
Speaker 0: oder eben auch so dieses.
Speaker 0: Ich hab zu Chris gesagt, feier dein Bachelor so wild wie du möchtest.
Speaker 0: Aber wehe dem... Du stehst irgendwie verkleidet und lächerlich gemacht an irgendeiner Straßenkreuzung weil man muss dich ja jetzt zum Deppen machen, weil du heiratest oder dieses... In Deutschland gibt es auch den Brauch dass man Hosen verbrennt, weil ab jetzt hat die Frau die Hosen an.
Speaker 0: Zum Glück bin ich nicht mit diesem Brauch aufgewachsen und in Südafrika gibt es den auch nicht, aber so was wie Brautstehlen.
Speaker 0: Mit dem Kuss freikaufen.
Speaker 0: Das
Speaker 2: hätte ich
Speaker 0: niemals gemacht.
Speaker 0: Oh je oh je!
Speaker 0: Also auf gar keinen
Speaker 2: Fall... Und wie stehst du zum Beispiel zum Brotstrauß werfen?
Speaker 0: Tatsächlich fand ich das immer cute, dass ich dann wusste, was dahinter steckt.
Speaker 2: Man wirkt ja den Brotstrauß an diejenige, die als nächstes dran
Speaker 0: ist.
Speaker 0: Und dahinter steckt ja eigentlich so dieses, das größte Gut ist es quasi den zu fangen um sich als Nächste zu verheiraten.
Speaker 0: Ich hab tatsächlich auch, also funny enough meine beste Freundin hat ihren Brautstrauß geworfen und wir wollten denen alle fangen und wir fanden das total süß und am Ende ist der im Kopf ihrer Schwiegermama gelandet.
Speaker 0: Wir haben das irgendwie über uns alle hin weggeflogen!
Speaker 0: Und ich fand es cute, Rückblicken betrachtet guck' ich da auch angestrengt darauf?
Speaker 0: Ich habe dem Brautstraus nicht geschmissen Ja, weil ich es irgendwie albern fand.
Speaker 0: Weil vor allen Dingen auch die meisten meiner Freunde schon verratet sind oder waren als wir geheiratet haben.
Speaker 0: Aber ich fand diese Jagd nach dem Strauß und dementsprechend die Jagden nach dem Ring irgendwie albernen.
Speaker 0: von da haben wir's nicht gemacht.
Speaker 0: Eine Sache, die ich auch richtig übel fand ... Ich war mal auf einer deutschen Hochzeit wo das Strumpfband versteigert wurde.
Speaker 0: Und dann quasi so dieser andere Typ, dass er mit den Zähnen von der Braut abgepellt hat?
Speaker 0: Nee also
Speaker 2: wirklich!
Speaker 0: ein Brauch, den ich sehr schön fand.
Speaker 0: Den kennen vielleicht viele aus Norddeutschland.
Speaker 0: Wir haben einen Polterabend gefeiert und die Südafrikaner waren komplett überfordert mit der Frage warum wir jetzt alle Geschirr mitbringen und das eigentlich vor dem Brautpaar zerschmeißen?
Speaker 0: Und es ist meine Lieblings- erinnerung an unsere Hochzeit dieser erste Abend, dieser Polter abend dieses Zerschmeissen von diesem Geschirre und dieser Krach.
Speaker 0: Man sagt ja man soll mit dem Krach die bösen Geister vertreiben und quasi hat dann dementsprechend Geister der Vergangenheit quasi vertrieben und man schließt am nächsten Tag die Ehe quasi innocent, nicht innocent im Sinne von sexuell sondern einfach ohne negative Spirits.
Speaker 0: Das fand ich voll schön aber alles andere auch so.
Speaker 0: diese Fruchtbarkeitsrituale dieses Wiegenfüße holen in Deutschland?
Speaker 2: Ne!
Speaker 2: Okay das sagt mir gar nichts.
Speaker 2: Ich kenne aber dass mit den Blumenkindern es dir Blüten verstreuen quasi das symbolisiert, worum es in der Ehe ja eigentlich geht.
Speaker 2: Nämlich den Nachwuchs der Familie des Mannes.
Speaker 2: sicher ist ganz schlimm ausgedrückt aber das war mir auch nicht bewusst.
Speaker 2: ich fand Blumenkinder auch immer total süß und dann habe ich mich mal informiert warum man das überhaupt macht.
Speaker 2: und da geht's tatsächlich darum.
Speaker 2: Also da kommt es her, natürlich kann man das immer alles mit einer neuen Symbolik überschreiben und ist ja auch das was wir bei Hochzeiten in der Regel machen.
Speaker 2: Es heiratet ja denke ich mal niemand mehr und engagiert Blumenkinder um diesen alter Tümchen braucht und dazu vollziehen?
Speaker 2: Ja!
Speaker 2: Also, falls du liebe Hörerinnen vielleicht auch weitere Ideen hast wie man ausgediente Bräuche und Rituale neu kodieren kann dann lass es uns gerne in den Kommentaren wissen.
Speaker 2: Ich fände es richtig spannend mal zu hören was andere so gemacht haben.
Speaker 2: Lina wenn Du nochmal alles zusammenfasst also Singenleben, Finanzen, Ehevertrag Hochzeitsrituale eher allgemein Hast Du so ein ganz wichtiges Learning für Frauen die sich fragen ja Kann ihr für mich denn feministisch sein?
Speaker 2: Und darf ich als Feministin überhaupt heiraten?
Speaker 0: Ja Ich glaube, gerade das ist ja gelebter moderner Feminismus.
Speaker 0: Dass jede Frau das Recht hat sich für das zu entscheiden was sie glücklich macht und ihre eigenen Regeln dafür zu machen.
Speaker 0: Und man kann dementsprechend sagen pass auf ich möchte die eher ablehnen.
Speaker 0: Man kann aber auch sagen ich möchte heiraten!
Speaker 0: Man kann auch sagen wir machen zum Beispiel unsere eigene kleine Zeremonie die vielleicht gar nichts mit irgendwelchen Bräuchen zu tun hat.
Speaker 0: legen das quasi für uns selbst fest.
Speaker 0: Genauso wie ich gesagt habe, ich heirate nicht in einer anderen Familie eigentlich Gründe eine Familie wenn ich heiratere.
Speaker 0: Das ist glaube ich für mich vielleicht auch so.
Speaker 0: die Antwort auf die Frage und Wie macht man es denn jetzt?
Speaker 0: Wenn man sagt Ich möchte ich bleiben!
Speaker 0: Ich hab feministische Werte, ich lebe selbstbestimmt.
Speaker 0: Ich möchte eine moderne Ehe.
Speaker 0: So wie funktioniert das?
Speaker 0: ja?
Speaker 0: indem man sich bewusst macht sich selbst und natürlich auch dem Partner und im besten Fall ist ihm das bewusst dass an diesem Tag, nicht nur an dem Tag, an den man heiratet.
Speaker 0: Sondern das generell eben eine Eheschließung der Staat oder neues Kapitel in der Geschichte und der eigenen Familie ist.
Speaker 0: Und ich erinnere mich daran, dass Christ zum Beispiel auch in seinem Eheliebte gesagt hat, ich verspreche dir jetzt ja nichts, was neu is'.
Speaker 0: Weil das ist immer so ein Ding.
Speaker 0: Dass die Ehe quasi dafür steht, dass es ganz, ganz neu beginnt und auf einmal macht man sich diese großen Versprechen.
Speaker 0: und er hat ihm gesagt alles, was ich dir jetzt versprecher, das hab' ich dir ja schon gezeigt ist dieses Gelübde und meine Promises, die sind jetzt nicht neu.
Speaker 0: Und ich glaube das ist ein schöner Abschlussgedanke, dass die Ehe in Deutschland ja ganz oft auch so verstanden wird wie man deckelt jetzt was ab.
Speaker 0: Das hat jetzt schon so lange funktioniert ... Ja!
Speaker 0: Es hat sich jetzt bewiesen wir müssen jetzt keine Angst mehr haben, dass es scheitert und dann können wir das jetzt auch festmachen.
Speaker 0: Ich mag den südafrikanischen Gedanken da tatsächlich gern, dass man eben sagt... Wir beginnen was miteinander.
Speaker 0: Und wenn wir das jetzt kombinieren, Christi Südafrikaner und ich die Deutsche... Wenn das so aufeinander trifft dann ist es dieses, wir machen genau da weiter wo wir angefangen haben denn das fühlt sich richtig an und wir versprechen einander dass wir ja dass wir so weitermachen.
Speaker 0: und ich glaube wenn man wenn man einander etwas verspricht da irgendwie was wiederholt.
Speaker 0: Natürlich muss man am Ende dieses Jahr schon wiederholen, damit das Ganze abrechtlich binden ist und unterschreiben.
Speaker 0: Aber wenn man eben nicht einfach nur irgendwelche Dinge wiederhult die Eltern anbeigebracht haben, die das Gesetz am Vorgibt oder in der Kirche gelehrt oder gepredigt worden sind dann hat man eine gute Chance auch eine ehemoderne und feministische Leben zu können.
Speaker 2: Total schöne Abschlussworte.
Speaker 2: Lina, ließ schön, dass du heute wieder dabei warst und vielen Dank für deine Impulse!
Speaker 2: Ich finde es richtig, richtig toll und auch total inspirierend zu sehen wie ihr eure Ehe so gemeinsam und total aktiv gestaltet habt mit klaren Gesprächen über eure Verträge, über Finanzen aber auch zum Beispiel über Rollenbilder oder Rollenerwartungen die ihr jeweils habt.
Speaker 2: ich finde das sich die eher so vielleicht ein bisschen weniger nach einem patriarchalen Ritual anfühlt, sondern wirklich nach einem Ort und einer Verbindung an dem Liebe und Selbstbestimmung und Freiheit und Feminismus irgendwie alles zusammenkommen kann.
Speaker 2: Und nebeneinander Platz findet.
Speaker 2: ich hoffe dass diese Folge auch dir liebe Hörerinnen gefallen hat und Impulse gegeben hat und vielleicht auch Impulse deiner eigenen Vorstellung von Liebe und Verbindlichkeit und Freiheit auch nochmal unter die Lupe zu nehmen vielleicht auch noch mal die finanzielle Unabhängigkeit zu hinterfragen oder das alles nochmal neu zu justieren.
Speaker 2: Schreib uns sehr gerne in die Kommentare, wie du auf das Thema ihr blickst!
Speaker 2: Ist sie für dich noch ein patriarchales Ritual?
Speaker 2: Oder vielleicht schon feministischer Safe Space?
Speaker 2: Oder einfach nur eine romantische Entscheidung zwischen dir und deinem Partner oder Partnerin?
Speaker 2: Und wenn dir die Folge gefallen hat, dann empfehle den Podcast sehr gerne weiter.
Speaker 2: Damit noch mehr Frauen selbstbestimmte finanzielle Entscheidungen treffen.
Speaker 2: und wenn du mehr zu Lina's Weg lesen möchtest, dann schau außerdem unbedingt in ihr Buch Wie wir lieben Wenn wir uns trauen hinein.
Speaker 2: dort vertieft sie nochmal viele der Gedanken über die wir heute auch gesprochen haben.
Speaker 2: Der Link ist in den Schornots.
Speaker 2: Bis bald liebe Lina!
Speaker 0: Bis bald.
Speaker 0: vielen Dank für das schöne Gespräch.
Speaker 1: Community Corner.
Speaker 3: Warum kann Bayern Hold eine gute Strategie sein?
Speaker 3: Ja
Speaker 1: Bayern holt ist in dem Fall immer für viele eine gute Strategie, weil sie einfach so langfristig ausgelegt ist.
Speaker 1: Man nimmt somit am langfristigen Wachstum ein.
Speaker 1: Jahr für Jahr kann konstant dein Portfolio, kann somit deine Po wachsen und die Gewinne erzielt zu so mit ihm jährlich und du nutzt dadurch maximal den Zinsesins-Effekt aus.
Speaker 1: Und deswegen ist sie auch so beliebt und sie ist halt auch ganz einfach Ja, weil du entscheidest dich einmal für deine Strategie setzt sie um und lässt sie dann in dem Fall laufen.
Speaker 1: Und auch schlechtere Börsenjahre fallen dann nicht so sehr ins Gewicht, weil Du die Konstanz hast und mit viel mehr besseren Börsennahren gerade in dem fall ausgeglichen wird.
Speaker 1: Weiterhin ist Beilentur den dem Fall eine sehr gute Strategie, weil es natürlich auch kostengünstig ist.
Speaker 1: wir achten ja immer sehr auf die Kosten.
Speaker 1: Gerade wenn Du in breit gestreute ETFs investierst, hast du neben den günstigen Kosten.
Speaker 1: Also hast einmal geringe Kaufprovisionen oft werden wir so pensioniert und du hast auch geringer laufende ETF-Kosten.
Speaker 1: Hast dann natürlich auch noch deine breite Risikostreuung mitbei was ebenfalls total gut ist.
Speaker 1: Das machst du ihm einmal und musst dich danach nicht kundern.
Speaker 1: Was ich finde, einer der wichtigsten Punkte bei Bayern holt auch ist es halt du musst nicht ständig mit dieser Strategie Kurse vergleichen.
Speaker 1: Du musst nicht permanent schauen wie steht der Kurs jetzt?
Speaker 1: Du musst keine Entscheidung treffen!
Speaker 1: Du hast diese Strategie und verfolgst sie ja.
Speaker 1: das spart finde ich viel Zeit und Nerven.
Speaker 1: Und eben auch oft emotionale Fehlentscheidungen, weil machen wir uns nichts fort – das ist meistens der größte Rendite-Killer, dass wir nicht an unserer Strategie festhalten.
Speaker 1: Also daher würde ich immer sagen mit Bayern holt es jetzt wirklich auf eine langfristige Entwicklung statt auf kurzfristige Vorhersagen.
Speaker 1: du nimmst nicht nur kurzfristig Gewinne mit und hast dabei wirklich deine Emotionen und auch deine Kosten minimiert!
Speaker 3: Das war sie, unsere dreihundertsechzigste Folge.
Speaker 3: Wie immer freuen wir uns über Bewertungen und wenn du die Folge mit Menschen teilst!
Speaker 3: Tschüss und bis bald.