007 - Der lange Heimweg
Der ungeklärter Mordfall Adelina Pismak
Der lange Heimweg
Am 28. Juni 2001 macht sich die zehnjährige Adelina Pismak nach einem Besuch bei ihrem Großvater auf den Heimweg. Ihr Zuhause ist nur wenige hundert Meter entfernt. Dort kommt sie nie an. Erst mehr als drei Monate später werden ihre sterblichen Überreste in einem Waldstück südlich von Bremen entdeckt. Die Ermittlungen ergeben, dass Adelina nicht am Fundort getötet wurde. Rätselhafte Spuren und ein ungewöhnliches Täterprofil beschäftigen die Ermittler bis heute. In dieser Folge sprechen wir über einen der bekanntesten ungeklärten Kindermorde Deutschlands, über kriminalistische Erkenntnisse, mögliche Zusammenhänge mit einem verurteilten Kindermörder und die Frage, weshalb der Fall trotz moderner Ermittlungsarbeit bis heute ungelöst geblieben ist. Wenn ihr Informationen zu diesem Fall habt, wendet euch bitte an die Polizei Bremen oder das Bundeskriminalamt. Auch Jahrzehnte später kann ein einzelner Hinweis entscheidend sein.
In dieser Folge
- Meinung der Community zum Fall Tanja Groen
- Wer war Adelina und was macht den Fall so besonders?
- Welche Spuren und Ermittlungsansätze wurden verfolgt?
- Welche Theorien existieren?
Hinweis
Diese Episode enthält Themen rund um einen ungeklärten Mordfall an einem Kinde. In der Folge wird über sexuellen Missbrauch Minderjähriger und forensische Details gesprochen, die belastend sein können.
Quellen und weiterführende Informationen
- https://www.bka.de/DE/IhreSicherheit/Fahndungen/Personen/UnbekanntePersonen/Pismak/Sachverhalt_Pismak.html
- https://www.abendblatt.de/region/norddeutschland/article106881108/Der-Fall-Adelina-Pismak.html
- https://www.facebook.com/groups/1510305212598231/
- https://www.polizei.bremen.de/news/fahndungen/ungeklaerte-kriminalfaelle/adelina-pismak-62543
- https://www.abendblatt.de/archiv/2002/article204990701/Adelina-ihr-Moerder-ist-pervers.html
Deine Hinweise / Feedback
Wenn du Gedanken zum Fall hast oder Informationen teilen möchtest, freuen wir uns über deine Nachricht. Hinweise zu konkreten Fällen leite bitte immer direkt an die zuständigen Ermittlungsbehörden weiter.
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Kapitelmarken
- 00:00 Intro
- 00:30 Begrüßung und Vorstellung
- 02:30 Community-Input zum Fall Tanja Groen
- 07:22 Neues zum Fall Teresa Krug
- 13:01 Einleitung zur Fallerzählung / Ankündigung Sonderfolge
- 15:16 Fallerzählung (mit expliziter Triggerwarnung)
- 32:00 Fragenklärung und Diskussion über den Fall und mögliche Theorien
- 44:10 Schlussworte und Verabschiedung
- 46:17 Nachtrag
Speaker 1: Grenzfälle.
Speaker 1: Ein Podcast über Cold Cases, die Grenzen überschreiten wo das Unerklärte beginnt und die Suche nach Antwort nie endet.
Speaker 0: der
Speaker 1: Podcast gegen das Vergessen.
Speaker 0: Ich sage erst mal Guten Morgen meine liebe Tochter.
Speaker 0: wie geht es dir?
Speaker 1: Guten Morgen liebe Mama.
Speaker 1: mir geht es gut kann mich nicht beklagen
Speaker 0: Wunderbar.
Speaker 0: Ich hatte gerade eben gedacht, aber wirklich grade eben nur.
Speaker 0: Und deswegen habe ich es auch vorher nicht gefragt ob wir noch mal irgendwas zu uns sagen müssten.
Speaker 1: Inwiefern?
Speaker 0: Noch einmal wieder für Grenzgänger, neue Grenz Gänger oder so nochmal was Privates... Oder ist das nicht nötig?
Speaker 0: sagen wird die können in die alten Folgen reinhören und sich selbst die Info holen!
Speaker 1: Nein jetzt hast du's eingeteasert dann hau mal raus.
Speaker 0: Ja okay Hallo liebe Grenz-Gänger Neue und alte, wie gehabt.
Speaker 0: Mein Name ist Karola Ich bin immer noch siebenundsechzig Jahre alt und wohne in den Niederlanden Und am anderen Ende der Leitung haben wir meine Tochter die sich gerne selbst vorstellt.
Speaker 1: Ja Hallo ich bin Kara Ich bin thirty-fünf Jahre alt Ganz unangenehm.
Speaker 1: Ich habe mich neulich in meinem anderen Beruf jemandem vorgestellt mit Hallo, ich bin Kara und ich bin thirty-four Jahre alt Und es ist mir dann erst später aufgefallen dass das gar nicht stimmt.
Speaker 0: Das ist ein sehr gutes Zeichen.
Speaker 0: ist mir auch immer so gegangen.
Speaker 0: Ich wusste nicht genau wie alt ich bin.
Speaker 0: ja stimmt
Speaker 1: Ja also genau ich bin definitiv thirty-five.
Speaker 1: noch mal nachgerechnet und ja lebe in Deutschland und berichte hier Bakult cases und vermissten Fälle aus deutschland
Speaker 0: Wie ich eben aus dem Niederlanden.
Speaker 1: Das macht uns unseren Podcast sozusagen aus, dass wir zwischen den Niederländern und Deutschland wechseln und uns auch abwechseln mit dem Vortragen von Fällen und dann im Anschluss darüber diskutieren und auch mit unserer Community auf Instagram ein bisschen interagieren und eure Meinung sozusagen da versuchen einzufangen.
Speaker 0: Richtig!
Speaker 1: Gute Überleitung eigentlich
Speaker 0: Ja.
Speaker 1: Ich könnte dir ein bisschen was erzählen, was die Community abgestimmt hat.
Speaker 1: zum Fall Tanja Grun.
Speaker 0: Sehr gerne!
Speaker 1: Den du das letzte Mal erzählt
Speaker 0: hast.
Speaker 0: Sehr gern, ja.
Speaker 1: Wir hatten da nämlich gefragt welches Szenario ihr Grenzgänger für am Wahrscheinlichsten haltet und hatten die folgenden Auswahlmöglichkeiten?
Speaker 1: War es eine Zufallstat, einen Zufalls-Täter?
Speaker 1: war es eine geplante Tat aus dem persönlichen Umfeld?
Speaker 1: Handelte es sich um ein freiwilliges Verschwinden von Tanja?
Speaker 1: Oder gibt das ganz andere Theorien?
Speaker 1: und ich bin erstaunt, dass auch jetzt zum ersten Mal das hundert Prozent derjenigen die abgestimmt haben gesagt haben.
Speaker 1: Das ist eine Zufallstat.
Speaker 0: Okay dann hat kein einziger Grenzgänger nochmal über die zwei, sage mal Serienmörder nachgedacht und dazu irgendwas geschrieben sondern alle sind der Meinung, Weil es in diesem Gebiet ja schon zu Vorfällen und Übergriffen gekommen war, dass sich da um einen Zufallstäter handelt.
Speaker 0: Okay!
Speaker 0: Interessant.
Speaker 1: Genau das war die eine Frage und ja... Die andere war ein bisschen als Film gerade die richtigen Worte Ein bisschen persönlicher vielleicht.
Speaker 1: Also wir hatten gefragt, hättest du für eine Million Euro ein Hinweis gemeldet der einen für dich wichtigen Menschen belastet?
Speaker 0: Das war eine ziemlich gemeine Frage.
Speaker 0: da beginnt man doch erst mal nachzudenken.
Speaker 0: also ich zumindest mir ging es so wie persönlich nehme ich das jetzt.
Speaker 0: und ja
Speaker 1: Genau genau.
Speaker 1: erstaunlicherweise hat keiner für nein gestimmt.
Speaker 0: Keiner!
Speaker 1: Wir haben aber Genau.
Speaker 1: Keiner.
Speaker 1: Sehn Prozent sagen, ja ich würde einen wichtigen Menschen belasten und zwanzig Prozent sind sich unsicher.
Speaker 0: Das ist sehr... Total
Speaker 1: spannend!
Speaker 1: Das
Speaker 0: ist ehrlich muss ich sagen.
Speaker 0: Sein Prozent die sagen Ja ich würde jemanden pünktchen pünkchen pündchen der mir eigentlich nahesteht?
Speaker 1: Ja also es ist halt die Frage Ist es das Geld deswegen oder ist der moralische Anstand?
Speaker 1: Da stand
Speaker 0: ich mich auch gerade gefragt.
Speaker 0: Möchte ich nicht beantworten, was ich vermute.
Speaker 1: Ja da sind wir jetzt auch nicht tiefer eingestiegen und haben doch eine Folgefrage gestellt oder so.
Speaker 1: also das bleibt offen.
Speaker 1: Das bleibt
Speaker 0: erst mal offen.
Speaker 0: ja okay ich denke gehe davon aus dass es viele abstimmende Grenzgänger aus Deutschland gewesen sind.
Speaker 0: Und die sind solche Summen natürlich gar nicht gewöhnt und fangen dann wirklich an nachzudenken, hallo eine Million ist gerade nicht so wenig aber okay wir lassen das einfach so stehen würde ich sagen ja es
Speaker 1: genau in meinem kopf ist grad nur kommt ihr auch immer auf die tat drauf an.
Speaker 0: naja wenn wir jetzt aber auf das verschwinden
Speaker 1: Ich glaube, spielt auch schon der moralische Anstand einfach eine große Rolle.
Speaker 0: Das hoffe ich auch.
Speaker 0: Sehr interessant!
Speaker 1: Ja und dann hatten wir noch in einem Post gefragt, sollte ein Verurteilter Mörder erst freikommen wenn er preist gibt wo sich das Opfer befindet?
Speaker 1: Und da würde ich die Kommentare, die eintrudeln gerne mal in einer Sonderfolge mit dir besprechen.
Speaker 1: Zum Thema Sonderfolge komme ich auch später noch mal.
Speaker 0: Ja, das hatten wir ja schon angedacht, ja.
Speaker 1: Genau!
Speaker 1: Das ist tatsächlich ein größeres Thema... Ein größerer Baustein über den man bisschen mehr diskutieren kann.
Speaker 1: Ich glaube, dass würde jetzt den Rahmen unserem Vorgeplänkel hier ein bisschen sprengen.
Speaker 0: Gebe ich dir recht?
Speaker 1: Das wäre es auch soweit von meiner Seite.
Speaker 1: Das einzige was mir gerade aufgefallen ist du hast vorhin gefragt wie's mir geht.
Speaker 1: Ich habe geantwortet und ich habe nicht gefragt, wie es dir geht.
Speaker 0: Auch Gott darüber bin ich noch gar nicht gestolpert muss auch nicht immer sein.
Speaker 0: das eine impliziert nicht direkt das andere.
Speaker 0: aber wie ich vorhin zu dir sagte erhitzt erschöpft und derangiert so hat man früher gesagt weil ich gerade mit meinem Frühsport für ältere Herrschaften beschäftigt war also nur Gymnastik und solche Dinge nichts gravierendes.
Speaker 0: Aber Es sind jetzt schon fünfundzwanzig sechsund zwanzig Grad hier im Haus wieder um neun Uhr morgens und dann ist das auch schon speistreibend, also von daher.
Speaker 0: Aber sonst geht's mir gut!
Speaker 0: Das tut mir gut, kann ich nur empfehlen.
Speaker 0: Jeden Alter.
Speaker 1: Ja... Wird nicht langweilig in deinem Rentner leben?
Speaker 0: Nee bis jetzt überhaupt noch keine Sekunde, unglaublich viel mehr zu tun als vorher.
Speaker 0: Nun gut, wollten wir noch irgendein Update geben?
Speaker 0: Willst du ein Update
Speaker 0: geben?!
Speaker 1: Ich habe kein Update zu geben.
Speaker 1: leider Hast du ein Update zu geben?
Speaker 0: Ja, nicht wirklich ein Update.
Speaker 0: Aber es kommen neue Meldungen zum Fall von Theresa Krug herein!
Speaker 0: Ich weiß nicht der wie wilde ist von uns war und zwar geht es da um den Paul Fossen, der ja ermordet wurde und aller Wahrscheinlichkeit nach vom Sohn von Theresa wo der Fall jetzt auch vor Gericht verhandelt wird.
Speaker 0: Mit einem Urteil habe ich gehört, wird erst Ende des Jahres gerechnet.
Speaker 0: Ich weiß nicht was man da noch alles recherchieren muss aber scheint länger zu dauern.
Speaker 0: Vielleicht auch eine Sommerpause keine Ahnung.
Speaker 0: und hier in den Niederlanden hat sich die Frau von Paul Fossen Anja zu Wort gemeldet weil sie die Berichterstattung über ihren Mann soll mal sagen Nicht gerechtfertigt fand.
Speaker 0: Er wurde sehr umschrieben als jemand, der sehr viel Geld hat, der sich vielleicht nicht so ganz soliden Kreisen herumgetrieben hat mit Geldgeschäften und so weiter und sofort.
Speaker 0: Sie hat dem allen heftig widersprochen.
Speaker 0: In diesem Zusammenhang hat auch ein Podcast in den Niederlanden Der nennt sich The Underworld Podcast Ein Interview mit ihr geführt Und da kam auch zu Tage bei deren Recherchen, dass die Theresa Krug doch eine ganze Menge Schulden haben soll und zwar in den verschiedensten Ländern.
Speaker 0: Wir wissen oder wir erinnern uns sie war in der Schweiz, sie waren in Niederlanden, sie war an Polen Sie war an Deutschland etc... und überall soll sie irgendwie Schulden gemacht haben.
Speaker 0: Dann hat sie auch so ne Vorgeschichte mit ihrem Sohn zusammen.
Speaker 0: Wo genau das passiert ist, weiß ich jetzt auch nicht.
Speaker 0: Aber sie sind schon mal von der Polizei sozusagen aufgegriffen worden.
Speaker 0: Denn Zusammenhang mit einem... ja wie soll ich das nennen?
Speaker 0: Warte mal!
Speaker 0: Fech-Partei, wir heißen es auf Deutsch.
Speaker 0: Außernein körperlichen Auseinandersetzungen ... Ja, körperliche Auseinsatzung.
Speaker 1: Die beiden untereinander?
Speaker 0: Nein, die mit anderen.
Speaker 0: Ah
Speaker 1: okay
Speaker 0: und sollen in der Öffentlichkeit eben Gewalt ausgeübt haben an anderen Menschen.
Speaker 0: Also es ist alles sehr schwammig, du hörst da gar nicht viel von.
Speaker 0: Ja und dann wurde die Anja auch befragt warum dann DNA von ihrem Mann in der Wohnung von Teresa Krug wo sich ihr Sohn ja aufgehalten hat zu finden war und all solche Dinge... Ach was?
Speaker 1: Okay.
Speaker 1: Es
Speaker 0: gibt auch Spekulationen, es ist echt wild!
Speaker 0: Der Sohn von Theresa Krug, der Daniel B gar nicht zu dem Paul Fossen wollte sondern zu einem der Nachbarn und das ja zufällig dazwischen gekommen ist und deswegen ermordet wurde so als Zeuge sozusagen.
Speaker 0: aber alles wilde Spekulationen okay
Speaker 1: Aber sind jetzt schon noch mal ein paar Anhaltspunkte?
Speaker 1: Ein paar Neue?
Speaker 1: ne?
Speaker 1: Ja
Speaker 0: Dann musste der Daniel b erklären wie Gegenstände aus seiner Wohnung mit seinen Finger abdrücken, bei dem Paul Fossen gefunden werden konnten.
Speaker 0: Und da hat der gesagt dann, ja bei uns in der Wohnung hat er in den Jahr- und Jahrzehnte mal einen Überfall stattgefunden.
Speaker 0: Dann haben sie Dinge mitgenommen von mir persönliche Dinge.
Speaker 0: Und dann wollten Sie wahrscheinlich auch bei Paul Wosen einbrechen...
Speaker 1: Dann ist klar!
Speaker 1: ...diebstalbe
Speaker 0: gehen.
Speaker 0: Da haben sie meine Sachen hingelegt.
Speaker 0: Es ist abstrus.
Speaker 0: Was zu diesem Daniel B. noch zu sagen ist dass er ja gar nicht mitmacht oder mitgemacht hat, der ist ja mehrere Wochen untersucht worden auf seinen Geisteszustand hin etc.
Speaker 0: und überhaupt nicht mit gemacht hat und alles verweigert.
Speaker 0: Und aufgrund der Tatsache das er da gar nicht Mitgemacht hatte gibt es auch keine Erkenntnisse hinsichtlich seines Geisteszustands und Zurechnungsfähigkeit und ob er voll verantwortlich ist.
Speaker 1: Was ja aber auch ein Nachteil für ihn sein könnte?
Speaker 1: Also ich meine, wenn man einen guten Anwalt hat hätte der doch gesagt mach mit und wir versuchen dass du als unzurechnungsfähig eingestuft wirst.
Speaker 0: Auch eine Möglichkeit natürlich ja aber vielleicht haben sie die nicht in Erwägung gezogen aus welchen Gründen auch immer?
Speaker 0: Sehr
Speaker 1: verwunderlich!
Speaker 0: Naja und zu seiner Mutter Eurus hatte er sich sowieso nicht.
Speaker 0: er würde sich freuen Sie wieder zu sehen so ungefähr das ist unglaublich.
Speaker 1: Ja super spannend.
Speaker 1: Das heißt wir warten auf das Urteil Ende des Jahres Und spätestens dann wirst du ja noch mal was davon erzählen.
Speaker 0: Werd ich nochmal etwas davon erzähl'n und ich möchte trotzdem alle Grenzgänger bitten, bei uns auf Insta zu gucken sich die Fotos nochmal anzugucken von Theresa, von ihrem Sohn Daniel B., ob sie nicht doch irgendwo diese Personen nochmal zusammengesehen haben in dem Zeitraum.
Speaker 0: wann war es?
Speaker 0: Von Februar-Zweißtausendfünfundzwanzig meine ich an.
Speaker 1: Bis Dezember oder September?
Speaker 0: Ja genau!
Speaker 0: bis zum September.
Speaker 1: Beziehungsweise Theresa wird ja heute noch vermisst?
Speaker 0: Ja, wer Theresa noch sieht sowieso!
Speaker 0: Aber wer sie zusammen in diesem Zeitraum Februar- bis September zweitausendfünfundzwanzig gesehen haben könnte...
Speaker 1: Für alle die die Folge noch nicht gehört haben das war unsere Folge zwei.
Speaker 1: Du
Speaker 0: bist so schlau mein Kind wenn ich dich nicht hätte.
Speaker 0: In diesem Ding bist du sehr gut.
Speaker 0: Ich weniger zu
Speaker 1: ergänzen wir uns doch ganz farbe.
Speaker 0: deswegen wird dies hier machen Und heute bist du dran.
Speaker 0: Leg los!
Speaker 0: Ja,
Speaker 1: in unserer letzten Folge hattest du mich ja quasi zu einem Antisan meines nächsten Falls
Speaker 0: gezwungen?
Speaker 0: Ja
Speaker 1: und ich hatte erzählt dass sich vermutlich über ein Fall sprechen werde der von Bottrop in die Niederlande führt und es dabei um eine junge verstorbene Frau geht.
Speaker 1: Was soll ich sagen?
Speaker 1: nun habe Ich den Salat.
Speaker 0: wieso?
Speaker 1: während meiner tiefergehenden Recherche hat sich einfach herausgestellt, dass es zu dem Fall zu wenig Futter gibt um damit eine ganze Folge füllen zu können und vor allem anschließend darüber diskutieren zu können.
Speaker 1: Das heißt ich habe mich jetzt gegen die Erzählung dieses Falls entschieden aber das bedeutet nicht, dass dieser Fall oder das Schicksal, was dahinter steckt weniger wichtig ist weshalb ich über... ...das Opfer die Eva Maria Poma, um die es dann gegangen wäre und das damit zusammenhängende Identify-Me-Programm gerne mal wann anders sprechen würde.
Speaker 1: Und ich hatte das vorhin schon kurz gesagt dass ich mal in Erwägung ziehe eine Sonderfolge zu ein paar Themen zu machen und sowas würde ich da einfach gerne behandeln.
Speaker 1: Dass man vielleicht mal kurz darüber spricht was dieses Identify Me Programme in den letzten Jahren Das gibt es ja noch nicht so lange, einfach schon bewirkt hat.
Speaker 1: Und andere Themen über die man diskutieren könnte, die jetzt aber nicht einen konkreten Fall behandeln, dass wir einfach sagen, wir machen daraus eine Sonderfolge!
Speaker 0: Ja und wir hatten ja auch angedacht in dieser Sonderfolge dann über gelöste Vermisstenfälle zu sprechen.
Speaker 0: Du hattest mir da etwas schon mal angedeutet aus Deutschland... ...und dann habe ich ein bisschen recherchiert.
Speaker 0: In den Niederlanden gibt es auch zwei Fälle vermissten Fälle, die gelöst wurden.
Speaker 0: Das soll ja Mut machen und das nach so und so viel Jahren würde ich dann auch gerne in dieser Sondersendung von uns besprechen und darauf hinweisen es gibt gelöste Fälle.
Speaker 0: also am Ball bleiben und immer wieder ins Gedächtnis rufen wir vermissen Menschen und versuchen zu helfen.
Speaker 1: Genau!
Speaker 1: Somit spreche ich heute über einen anderen Fall Und
Speaker 0: diesem
Speaker 1: habe ich den Titel der lange Heimweg gegeben.
Speaker 1: Hier geht es um einen ungeklärten Mord an einem zehnjährigen Mädchen aus Bremen und auch wenn wir immer eine Triggerwarnung in unseren Shownotes haben, ist das mir heute ganz besonders wichtig sie auch noch einmal auszusprechen.
Speaker 1: also diese Folge behandelt dem Mord ein einem Kind sexuellen Missbrauch minderjähriger und forensische Details, die belasten sein könnten.
Speaker 1: Hört demnach bitte mit Bedacht zu oder brecht die Folge ab sollten diese Themen euch zu sehr belasten!
Speaker 1: Und eins noch was mir heute besonders wichtig ist auch wenn das immer der Fall ist aber meine Darstellung brut auch heute auf öffentlich zugänglichen Quellen.
Speaker 1: Auch die findet ihr alle in den Shownoten Und eine Einschätzung die ich später zu einem Verdächtigen gebe erfolgt im Konjunktiv und dem Vorbehalt der Unschuldsvermutung für den konkreten Mord, über den ich jetzt berichten werde.
Speaker 1: Es ist der achtundzwanzigste Juni zwei tausendeins ein gewöhnlicher Donnerstag im Bremer Sommer.
Speaker 1: in der Hochhausdiedlung Kattenturm Im Stadtteil Oberfiland laufen Kinder auf den Spielplätzen Die Abendsonne steht noch hoch.
Speaker 1: Für die zehnjährige Adelina Pisma sollte es ein normaler Nachmittag werden.
Speaker 1: Sie war zu Besuch bei ihrem Großvater im selben Wohnblock, drank ein Glas Wasser und gegen halb sechs machte sie sich auf den Heimweg.
Speaker 1: Eine Strecke von vielleicht hundertfünfzig bis zweihundert Metern Luftlinie – sie kam nie an!
Speaker 1: Und was geschah ist bis heute nicht vollständig geklärt.
Speaker 1: Adelina Pisma, die Nachnam spreche ich so aus wie er mir von russischsprachigen Quellen nahegelegt wurde?
Speaker 1: Ich bin aber nicht sicher ob es richtig kam am neunten Oktober in Novovsk zu Welt, einer Stadt im südlichen Ural.
Speaker 1: Damals noch Sowjetunion.
Speaker 1: Ihre Familie gehörte zu den Russland-Deutschen Spätaussiedlern die in den Ninzehundertneinziger Jahren nach Deutschland übersiedelten wie es damals hunderttausende Taten.
Speaker 1: Kattenturm liegt im Süden Brems zwischen Autobahn und Weser.
Speaker 1: Es ist eine Plattenbausiedlung aus den Siebzigerjahren, geprägt von Hochhäusern, wenig Grün viel Asphalt.
Speaker 1: In den Neunzig-Jahren siedelten sich hier viele Russlanddeutsche Familien an.
Speaker 1: Menschen die eine neue Sprache lernen mussten, sich in eine neue fremde Bürokratie hineinfinden mussten oft unter schwierigen Bedingungen.
Speaker 1: Adelineas Familie war Teil dieser Community.
Speaker 1: Adelina selbst sprach fließend russisch und deutsch, hatte dunkelblondes Haar, took eine Brille.
Speaker 1: Fotos zeigen ein lebhaftes aufgewecktes Mädchen.
Speaker 1: Sie ging in die vierte Klasse.
Speaker 1: Freunde aus der Nachbarschaft beschrieben sie als fröhlich – ein bisschen schüchtern aber liebenswert.
Speaker 1: Am achtundzwanzigsten Juni, zwei tausend eins war sie also bei ihrem Großvater.
Speaker 1: Sie aß, sprach mit ihm und gegen siebzehn Uhr dreißig verabschiedete sie sich.
Speaker 1: Der Heimweg war wie gesagt kurz.
Speaker 1: Ein paar Treppen, ein paar Meter Hof vielleicht ein kurzer Blick auf den Spielplatz?
Speaker 1: Der Großvater war der letzte Mensch, der sie lebend sah!
Speaker 1: Als Adelina nicht zur vereinbarten Zeit zu Hause ankam begann die Familie zu suchen.
Speaker 1: Nachbarn, Freunde, Bekannte – alle wurden gefragt.
Speaker 1: Aber in einem Hochhaus mit hunderten Bewohnern In einem Stadtteil, in dem viele Menschen sich kaum kannten blieb jede Spur aus.
Speaker 1: Die Polizei wurde alarmiert, noch am selben Abend begann eine Suchaktion die in den folgenden Wochen immer größer wurde.
Speaker 1: Hubschrauber kreisten über Kattenturm, Hundestaffeln suchten Gelände und Grünflächen ab Taucher durchkämpften die nahegelegene Weser Sogar Aufklärungsflugzeuge der Bundeswehr, Tornados mit Wärmebildkameras flogen Suchkorridore ab – in der Hoffnung eine Leiche oder Hinweise zu finden.
Speaker 1: Die Polizei richtete die Sonderkommission Adelina ein, zeitweise arbeiteten bis zu vierzig Beamte an dem Fall.
Speaker 1: Doch die Wochen vergingen ohne Ergebnis – es gab keine Zeugen, die ein Auto sahen, keine, die eine verdächtige Person beobachteten, keine Spur, die irgendwo hinführte.
Speaker 1: Am siebten Oktober, zwei Tausend Eins mehr als drei Monate nach dem Verschwinden fand eine Pilzsammlerin im Pastorenwälchen bei Wehe Leste etwa zwanzig Kilometer südlich vom Bremen ein blauen Plastiksack.
Speaker 1: Darin die sterblichen Überreste eines Kindes.
Speaker 1: Die Verwesung war soweit fortgeschritten dass eine Identifizierung nur über DNA möglich war.
Speaker 1: Dieser Fundort war kein Zufall.
Speaker 1: Das Pastorenwälchen ist ein kleines Waldstück, abgelegen aber nicht wirklich einsam.
Speaker 1: Laut Berichten braucht die Person, die dort etwas vergräbt, Ortskenntnis und ein
Speaker 1: Fahrzeug.".
Speaker 1: Die Rechtsmediziner stellten fest, dass Adelina nicht am Fundort getötet wurde.
Speaker 1: Der Täter hatte die Leiche verpackt, transportiert und dort abgelegt mit dem Wissen das sie nicht sofort gefunden würde.
Speaker 1: Besonders bemerkenswert Im Umkreis von etwa fünfzehn Metern um den Sack herum fanden die Ermittler mehrere Bündel-Damenbekleidung.
Speaker 1: Sechs Badeanzüge, drei Strumpfhosen ein Top, eine Umstandsmiederhose – sie waren nicht einfach liegen gelassen worden sondern bewusst im Waldboden verschart und das ist ein Punkt auf den ich gerne genauer eingehen würde.
Speaker 1: Wenn man über Sexualstraftaten spricht Denkt man oft an den Moment der Tat selbst, sprich den Übergriff die Gewalt oder die Tötung.
Speaker 1: Aber in der Kriminologie weiß man seit Jahrzehnten dass viele Täter lange vor der eigentlichen Tat ein Muster entwickeln das Experten als Vorlaufverhalten bezeichnen.
Speaker 1: Ein solches Vorlauf Verhalten zeigt sich oft in der Beschaffung von Objekten Die für den Täter eine sexuelle Bedeutung haben.
Speaker 1: Bei sogenannten Fetisch-Tätern sind das häufig Kleidungsstücke, wie zum Beispiel Unterwäsche, Badeanzüge und Strumpfhosen.
Speaker 1: Diese Objekte dienen dann nicht nur der sexuellen Befriedigung sondern auch der mentalen Vorbereitung auf einen späteren Übergriff.
Speaker 1: Der Täter sammelt, versteckt und griebt Dinge ein.
Speaker 1: Das wiederholte Ritual schafft eine Art Gefühl von Kontrolle in der Fantasien ausgelebt werden können ohne sofort entdeckt zu werden.
Speaker 1: Im Fall Adelina gibt es genau diese Spur, nämlich die Verschartenbaderanzüge und Stromfosen im Wald – das ist nicht das Verhalten eines spontan ausgeflippten Täters!
Speaker 1: Das ist das Verhalten eines Mannes, der sein Ritual schon länger praktiziert hat.
Speaker 1: Jemand, der systematisch Darmbekleidung stiehlt vielleicht von Wäscheleinen aus Keller abteilen, aus Wäschereien und sie an einem vertrauten Ort vergräbt.
Speaker 1: Dieses Ritual wird in der Krimonologie nicht nur Vorlaufverhalten genannt, sondern zusätzlich auch Trophäen verhalten.
Speaker 1: Bedeutet der Täter behält oder versteckt Gegenstände die mit seinen sexuellen Begären verbunden sind und diese Trophän sind nicht nur Erinnerungsstücke sie sind auch eine Art Versicherung.
Speaker 1: Solange niemand die ihr versteckten Objekte findet bleibt der Teter unentdeckt.
Speaker 1: Gleichzeitig erhöht er durch jede neue Truffee das Risiko weil er immer wieder an den selben Ort zurückkehren muss.
Speaker 1: Wichtig, an dieser Stelle zu sagen, fetischistisches Verhalten steht nicht automatisch in einer direkten Ursache.
Speaker 1: Wirkungskette zur späteren Gewalttaten die meisten Menschen mit Fetischen begehend keine Straftäter
Speaker 0: haben
Speaker 1: aber bei einer Untergruppe von sexuellen Straftätern dient dieses fetische Ritual als Eskalationsstufe quasi.
Speaker 1: es beginnt mit dem Sammeln von Objekten Und geht über zu Wojuryismus, Exhibitionismus und in den seltensten aber gefährlichsten Fällen zu physischen Übergriffen.
Speaker 1: Ja das soweit dazu ein kleiner Exkurs.
Speaker 0: Das habe ich auch schon ab und an mal gehört nicht nur im Zusammenhang jetzt mit Fetischen und diesen Sammeldingern Aber auch dass spätere Mörder in ihrer Jugend, ich sag mal, Tiere quälen oder Einbrüche begehen oder Diebstähle und dann das immer weiter eskaliert sozusagen.
Speaker 1: Ja da gibt es viele Verhaltensauffälligkeiten die einige Mörder sozusagen in der Kindheit hatten.
Speaker 1: ja kann man vielleicht auch Mal in unserer Sonderfolge drüber berichten.
Speaker 1: Im Fall Adelina hat die Polizei zwei tausend eins und zweitausend zwei spezifisch nach Männern gesucht die in Bremen und Umgebung Darm-Badeanzüge gestohlen hatten.
Speaker 1: Bis heute ist unklar, ob sie den richtigen Täter dabei überprüften – aber die Hypothese ist stichhaltig!
Speaker 1: Wer im Wald Badeanzügen verschart, der kehrt dorthin zurück….
Speaker 1: Und wer dorthins rückkehrt, der riskiert gesehen zu
Speaker 1: werden.".
Speaker 1: Somit basierend auf den Funden und der Tatmodalität entwickelten Profiler ein Täterbild das bis heute gültig ist.
Speaker 1: Der Täter isst einen Mann der in der Region Bremen oder dem Namen Umfeld lebt.
Speaker 1: Er besitzt ein Auto, denn ohne Fahrzeug lässt sich der Transport einer Leiche über zwanzig Kilometer kaum bewerkstelligen.
Speaker 1: Er hat Ortskenntnis im Pastorenwellchen – vielleicht durch Wanderung, vielleicht durch frühere Fetischrituale an genau diesem Ort.
Speaker 1: Er wirkt oberflächlich unauffällig!
Speaker 1: Er kann gut mit Kindern umgehen?
Speaker 1: Vielleicht arbeitet er in einem Beruf mit Kinderkontakt oder er ist in der Nachbarschaft als freundlicher, hilfsbereiter Mann bekannt.
Speaker 1: Das ist leider typisch für Pädokriminelle Täter – sie investieren in eine Fassade von Normalität um Vertrauen zu gewinnen!
Speaker 1: Und er handelt nicht impulsiv.
Speaker 1: die Tatsache dass Adelina auf einer Strecke von zweihundert Metern verschwand ohne das jemand schreie hörte oder ein Kampf beobachtete sprich dafür dass der Täter sie kannte oder zumindest ihr Vertrauen gewann.
Speaker 1: Ein Fremder, der ein Kind auf offener Straße überwältigt erzeugt Aufmerksamkeit.
Speaker 1: Ein Bekannter, der es mit einem harmlosen Vorwand in dein Autolock nicht!
Speaker 1: Einen Satz wie Deine Mama schickt mich oder ich bringe Dich zu ihr hätten wahrscheinlich
Speaker 1: gereicht.".
Speaker 1: Im September zwei Tausendfünf mehr als vier Jahre nach dem Mord geriet einen Mann ins Visier der Ermittler, der bereits für zwei andere Morde verurteilt worden war.
Speaker 1: Mark Hoffmann Geboren in Plettenberg im Sauerland.
Speaker 1: Hoffmann war ab nineteenundneinzig in Bremenhaven ansässig, arbeitslos und verbrachte seine Tage mit zielosen Autofahrten durch Norddeutschland.
Speaker 1: Am sechsten Mai zwei tausendvier hatte er die achtjährige Lefge-S verschleppt, sexuell missbraucht um mit einem Kabelbinder adrosselt.
Speaker 1: Am dreißigsten Oktober zweitausend vier tötete er den achttjährigen Felix Weh.
Speaker 1: Im Juni, Verurteilte ihn das Landgericht Stade zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung.
Speaker 1: Die Soku Adelina brachte Hoffmann im September, zur Fundstelle in Pastorenwellchen.
Speaker 1: Die Absicht war klar – ein geständenes Provozieren in der Umgebung, in der die Tat geschah.
Speaker 1: Was dann passierte ist aus Sicht der Ermittler ungewöhnlich….
Speaker 1: der in fünf Vernehmungen zu anderen Tagen jede Mitwirkung verweigert hatte, brach bei der Konfrontation mit dem Adelina-Fall zusammen.
Speaker 1: Er wurde sehr emotional wie es in den Akten heißt und verweiggerte die weitere
Speaker 1: Verneemung.".
Speaker 1: Ein Mithäftling behauptete später, Hoffmann habe ihm gegenüber den Mord an Adeliner mit den Worten gestanden – da bin ich noch mal schwach geworden!
Speaker 1: Doch die Staatsanwaltschaft erhob nie Anklage.
Speaker 1: Die Aussage des Mithäftlings war zu unpräzise, weder zeitlich noch örtlich konkret.
Speaker 1: Ein Indizienprozess hätte wahrscheinlich nicht zu einer Verurteilung geführt – hofft man es jetzt bis heute in Haft!
Speaker 1: Ob er Adelinas Mörder ist?
Speaker 1: Das weiß nur er
Speaker 1: selbst.".
Speaker 1: Und ich muss an dieser Stelle sagen, dass der Satz «Da bin ich nochmal schwach geworden» für mich in dem Zusammenhang keinen Sinn ergibt, da der Mord an Adelina zeitlich vor den Morden an Felix und Levke war.
Speaker 0: Ah, du hast recht ja!
Speaker 1: Da bin ich einfach drüber gestolpert, Felix und Levke wurden in den Jahr zwei Tausend vier ermordet... ...und Adelina zwei tausend eins.
Speaker 0: Macht keinen Sinn.
Speaker 0: Aber da sind wir wieder bei dem üblichen Mitteftling ne?
Speaker 0: Ja okay.
Speaker 1: Genau, genau.
Speaker 1: Seit zweitausend eines sind fünfundzwanzig Jahre vergangen.
Speaker 1: Die Soko-Adelina wurde aufgelöst und in das Bremer Fachkommissariat für Sexualdelikte integriert.
Speaker 1: Ermittler wie Harald Lührers und Claudia von Mirbach, die den Fall jahrelang begleiteten sind inzwischen in anderer Position gewechselt oder im Ruhestand.
Speaker 1: Lührer sagte einmal – in einem Interview – er gucke trotzdem jeden Tag auf ihr Foto.
Speaker 1: Die Technik hat sich verändert!
Speaker 1: Zwei Tausend Eins waren DNA-Analysen noch aufwendig und teuer.
Speaker 1: Heute können Spuren innerhalb von wenigen Tagen ausgewertet werden Aber der Täter hat keine DNA in den gängigen Datenbanken hinterlassen.
Speaker 1: Zumindest keine, die ein Treffer ergeben
Speaker 1: hätte.".
Speaker 1: Das Bundesministerium aktualisierte die Fahndung im Jahr zwanzigzwanzig zuletzt.
Speaker 0: Darf ich dich eben unterbrechen?
Speaker 0: Es gibt also Täter-DNA.
Speaker 0: Das ist nur nicht in den Datenbankingen.
Speaker 1: So interpretiere ich das ja... Es gibt
Speaker 0: nur in den Datenbanken keine Übereinstimmung.
Speaker 0: Okay.
Speaker 1: Ja, keine Treffer!
Speaker 1: Genau, also wie gesagt das Bundesministerium hatte die Fahndung im Jahr zwanzigzwanzig zuletzt aktualisiert und die Belohnungen von zehn tausend Euro steht weiterhin aus.
Speaker 1: Ja und die Familie Adelinas Mutter hat über die Jahre immer wieder öffentlich um Hinweise gebeten.
Speaker 1: sie steht bis heute in Kontakt mit den Ermittlern.
Speaker 1: ihr Ex-Mann Adelina's leiblicher Vater hielt sich lange in Russland auf Und der getrennt lebende Stiefvater wurde in den ersten Wochen ebenfalls überprüft.
Speaker 1: Keiner von ihnen wurde je angeklagt oder belastet.
Speaker 1: Was bleibt von einem Fall wie diesem?
Speaker 1: Eine Leiche, die erst nach Monaten gefunden wurde Ein Täter der vielleicht lebt Oder vielleicht tot ist Vielleicht in Haft sitzt für andere Taten.
Speaker 1: Die Kriminalogie kann uns erzählen warum bestimmte Spuren wichtig sind Die verscharten Badeanzüge als Vorlaufverhalten Die fehlende Gegenwehr Als Hinweis auf Vertrauen Die Transportdistance als Indiz für Mobilität und Ortskenntnis.
Speaker 1: Aber sie kann den Täter nicht benennen, das können nur Menschen die etwas wissen.
Speaker 1: Menschen, die etwas sahen oder hörten – und es vielleicht erst heute, fünfundzwanzig Jahre später als relevant einstufen!
Speaker 1: Wenn dies also jemand hört der Information hat, die diesen Fall aufklären könnten, rennet euch bitte an das Bundeskriminalamt oder die Polizei Bremen.
Speaker 1: Auch scheinbar kleine Details können in einem Coldcase wie immer die entscheidende Lücke schließen.
Speaker 0: Ein sehr trauriger Fall, natürlich ist man am meisten betroffen wenn Kinder involviert sind und wenn Kindern etwas zugestoßen ist, etwas so Schreckliches.
Speaker 0: Ja macht betroffen ne?
Speaker 1: Definitiv
Speaker 0: Und ich hätte so gesagt am Anfang Die werden verdächtigen haben, das muss doch jemandem nachgewiesen werden können.
Speaker 0: Hundertfünfzig bis zweieinhalb Meter Luftlinie.
Speaker 0: Ich habe da auch gleich eine Frage zu.
Speaker 0: Du hattest gesagt, dass ist so eine typische Hochhaussiedlung und wenn sie dann vom Opa zurückgegangen ist musste sie dann an der Straße längst gehen?
Speaker 0: oder ist es manchmal in diese Hochhaushiedlungen ja auch, dass dazwischen Gänge sind zwischen den einzelnen Hochhaus-Türen?
Speaker 0: Weißt du das?
Speaker 1: Von der Beschreibung her war es immer so, dass es hieß sie musste über ein Hof gehen.
Speaker 0: Also über einen Hof?
Speaker 0: Das ist eigentlich nicht da wo direkt Autos fahren!
Speaker 0: Ja,
Speaker 1: so würde ich das jetzt auch wiedergeben genau.
Speaker 0: Was für mich naheliegt... ...das es tatsächlich jemand aus den Häusern gewesen sein könnte und hat man.
Speaker 0: natürlich gehe ich von Haus aber ich frage trotzdem alle die Keller da untersucht Ob da Spuren zu finden waren, weil den eigentlichen Tatort hat man ja nicht.
Speaker 0: Man hat ja nur den Auffinder Ort aber nicht den Tatort.
Speaker 0: und wenn jemand da ein Kind ganz schnell ohne das irgendwas zu hören ist keine Hilfeschreihe kein gar nichts in den Keller zert Das könnte ich mir als erstes Szenario davor stellen
Speaker 1: Genau eher als auf dem Hof dass man sagt es im Treppenhaus passiert.
Speaker 0: Ja
Speaker 1: Ja, gehe ich mit.
Speaker 1: Habe ich keine Infos zu was alles untersucht wurde?
Speaker 0: Aber dieser Verdächtige der jetzt natürlich verurteilt ist und sowieso lebenslang hinter Gittern bleibt ohne Aussicht auf Entlassung?
Speaker 0: Ja
Speaker 1: Sicherheitsverwahrung ist da.
Speaker 0: Ja genau hatte er mit dieser Siedlung irgendwas zu tun
Speaker 1: Kann ich dir nicht sagen.
Speaker 0: Ging da da ein und aus, hatte der Bekannte?
Speaker 0: Da gewohnt hat er ja nicht da!
Speaker 1: Nein im Prima Hafen hat er gewohnen und es hieß immer nur dass er sehr umtriebig in Norddeutschland war, aus lange Weile viel umhergefahren ist.
Speaker 0: Ja aber dann ist wieder so mein Gedanke, ahja der ist mit dem Auto, dann der ist aber auf der Straße, der wird da nicht rumgelaufen sein.
Speaker 1: Ja also ich finde das auch ein bisschen schwierig.
Speaker 1: klar ist er irgendwo verdächtig weil er zwei Kinder im gleichen Alter auch ermordet hat Drei Jahre später.
Speaker 1: Allerdings, dass ist das worüber ich stutzig geworden bin mit den DNA-Spuren?
Speaker 0: Ja!
Speaker 1: Von ihr müssten es doch dann DNA Spuren geben.
Speaker 0: also macht gar keinen Sinn.
Speaker 1: für mich gar kein Sinn eigentlich.
Speaker 0: und selbstverständlich sind auch all die verwandten usw.
Speaker 0: durchgecheckt worden.
Speaker 0: ja weil es gibt denen den Großvater es gibt dem leiblichen Vater es gibt den Stiefvater Na ja, aber auch da gibt's ja DNA.
Speaker 0: Also das macht ja auch alles keinen Sinn.
Speaker 0: Das will ich auch kein Verdächtigen mehr.
Speaker 0: Und hat man denn eine reine DNA-Untersuchung gemacht?
Speaker 1: Habe ich auch keine Informationen zu.
Speaker 1: leider kann ich dir nicht sagen...
Speaker 0: Das ist doch naheliegend sag' ich mal!
Speaker 0: Sie haben DNA, sie haben einen begrenzten Wohnraum, Untersuchungsraum sag ich mal eine begrenzte Anzahl Personen die in Frage kommen.
Speaker 0: Ich weiß dass die DNA-Untersuchungen teuer sind.
Speaker 0: aber in diesem Fall gehe ich davon aus das man sowas machen sollte.
Speaker 0: Schade dass es darüber keine Infos gibt.
Speaker 0: Nee
Speaker 1: habe ich nicht zu gelesen.
Speaker 0: Gut ich hab noch ne Frage zur der Damenbekleidung zu diesen Badeanzügen.
Speaker 0: hat man da herausgefunden woher die?
Speaker 0: Stammten, weil da musste es ja auch DNA dran gegeben haben oder der hat sie gewaschen.
Speaker 0: Oder was weiß ich?
Speaker 0: Der Täter hat sie gewaschen.
Speaker 1: dazu kann ich jetzt auch tatsächlich nichts sagen.
Speaker 1: Ich weiß nur dass die polizei bei wäscherein nachgefragt hat ob da Sachen geklaut wurden und auch im umkreis also von Adelinas Wohnort Und in Bremen oder nahe dem pastorenwältchen nach Hinweisen gefragt hat, ob aus Gärtenwäsche verschwunden ist.
Speaker 1: Aber auch das hat irgendwie zu keinem Ergebnis geführt.
Speaker 0: Das wundert mich jetzt sehr, dass sich da niemand gemeldet hat.
Speaker 0: Das sagt mir an für sich wenn der Täter aus dem Umfeld stammt, dass er doch diese Fetische irgendwo anders gesucht und gestohlen hat um vielleicht in der Umgebung keinen Verdacht zu erwecken.
Speaker 1: Was ich gedacht habe Man muss das ja auch nicht immer unbedingt stehlen.
Speaker 1: Du kannst ja heutzutage oder, naja ich weiß nicht, doch vor... ...vor zwanzig Jahren konntest du es vielleicht auch schon online irgendwo kaufen?
Speaker 0: Du meinst getragene Wäsche auch!
Speaker 0: Es geht den Tätern ja meistens um Getragenewäsche
Speaker 0: ne?!
Speaker 1: Ja, vielleicht hat er sich das auch selber gekauft und muss selber anzuziehen.
Speaker 1: Das ist ja auch eine Art Fetisch.
Speaker 1: Na so was, so rum geht's ja auch.
Speaker 1: Es muss ja gar nicht von irgendwem stammen.
Speaker 0: Ah kann auch sein, ja.
Speaker 0: Nein, aber es gibt tatsächlich einen Markt für auch getragene Wäsche.
Speaker 1: Ja auf jeden Fall klar!
Speaker 0: Ja in der Tat.
Speaker 0: also da gibt es mehrere Möglichkeiten.
Speaker 0: das muss nicht unbedingt aus der Umgebung des Täters sein hast du recht?
Speaker 0: Nach allem was du so erzählt hast und wenn man von dieser fetischen Hypothese ausgeht ist es doch eine große Wahrscheinlichkeit dass sich so eine Tat wiederholt mit diesem Täter.
Speaker 0: Aus den Erkenntnissen so, was man bisher gehört hat bleibt es dann nicht bei einer Tat.
Speaker 0: Wenn er einmal soweit gekommen ist aber da gibt es auch nichts.
Speaker 1: Ich weiß was du meinst Den Ansatz habe ich gar nicht verfolgt würde ich vielleicht zum nächsten Mal vorbereiten und schauen ob es ähnliche Fälle in der Zeit danach noch gab.
Speaker 1: also ja wir haben hier mit Felix und Levke aus Prima Hafen und Kuchshafen, ähnliche Fälle.
Speaker 1: Beziehungsweise vom Finanz-Modus operandi sehr ähnlichen Fälle aber da war jetzt nichts mit Damenbekleidung oder Unterwäsche.
Speaker 1: Aber ich würde einfach noch mal schauen was es in den letzten twenty fünf Jahren vielleicht noch gab.
Speaker 1: Das kann ich gerne vorbereiten und nochmal mitbringen.
Speaker 0: Ja dann habe ich natürlich eine Frage zu... dem Verdächtigen, der dann an diesen Ort geführt wurde und der sehr emotional reagiert haben soll.
Speaker 0: Das ist ja nun emotional, das ist auch ein weites Feld.
Speaker 0: Gibt es da näherer Beschreibung zu?
Speaker 0: Nein?
Speaker 0: Einfach nur dass er nichts mehr sagen wollte oder...
Speaker 1: Genau!
Speaker 1: Nichts mir sagen wollte und irgendwie zusammengebrochen ist.
Speaker 1: und laut Ermittlern ist das ein sehr untypisches Verhalten einfach.
Speaker 1: Wenn du nichts damit so tun hast bist du halt auch emotional unauffällig sozusagen.
Speaker 1: Und ansonsten macht man das halt um, ein Geständnis einfach zu provozieren, dass man an diese Orte fährt mit einem möglichen Täter und weder das eine noch das andere ist eingetreten.
Speaker 1: also er war nicht emotionslos hat aber auch nichts gestanden aber es halt in sich zusammengebrochen was man dann einfach gar nicht richtig interpretieren konnte weil man dann auch nichts aus ihm herausbekommen hat.
Speaker 0: Dann bleibt immer noch dieses Nicht-Zusammenpassen, dass da keine DNA von ihm irgendwie gibt.
Speaker 0: Also ja das mit der DNA Spur finde ich ein bisschen merkwürdig muss ich sagen.
Speaker 1: Man kann sich einfach nur wünschen, wenn es dieser Mark gewesen sein sollte, dass er's einfach zugibt.
Speaker 1: Ich meine, er hat doch nichts mehr zu verdienen!
Speaker 1: Er sitzt in Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung.
Speaker 1: also wenn er es gewesen sein sollte dann kann auch den Mund bitte aufmachen und die Familie irgendwie mal entlasten
Speaker 0: Ja.
Speaker 0: Und wissen wir nicht, wieso ein Täter tickt?
Speaker 0: Was in dem vorgeht...
Speaker 1: Ja!
Speaker 1: Das wüsste ich so gerne.
Speaker 1: Das
Speaker 0: Thema hatten wir ja letztes Mal auch.
Speaker 0: Warum sagen sie es dann nicht gut?
Speaker 0: Er bleibt sowieso in Haft.
Speaker 0: bei anderen ist es ohja.
Speaker 0: wenn ich dann meine twenty-fünf Jahre abgesetzt habe komme ich raus Wenn ich noch einen Mord gestiehe vielleicht nicht.
Speaker 0: Mhm.
Speaker 0: Warum denkt er denn nicht ein bisschen menschlich?
Speaker 0: Warum denkt der nicht an die Angehörigen?
Speaker 0: was fehlt da eventuell?
Speaker 1: Sollte erst gewesen sein.
Speaker 0: Empathie
Speaker 1: Wahrscheinlich Empathielose Menschen gibt es hier leider zu genüge.
Speaker 0: Ja, ich sage mal solche Täter müssen ja auch irgendwo selbst wenn sie im normalen Alltag Empathie haben oder vorspielen Sie ausschalten können.
Speaker 0: Wenn sie Kindern oder anderen Menschen im allgemeinen so etwas antun dann muss das ja völlig ausgeschaltet sein.
Speaker 1: Ja, da steht dann quasi das Verlangen oder der Zwang.
Speaker 1: Da steht einfach so heftig im Vordergrund.
Speaker 1: Du hast jetzt so lange wahrscheinlich drauf hingearbeitet, hast allen Menschen was vorgespielt und jetzt hast du hier deinen Opfer und jetzt kannst du wirklich die Person sein, die du wirklich bist mit dem dunklen Charakter in dir, den du daher vortritt.
Speaker 1: Also ja ich weiß auch nicht... werden irgendwelche Synapsen ausgeschaltet und andere angeschaltet, die
Speaker 0: kommen nach oben mehr.
Speaker 0: Die eigentlich sonst unterdrückt waren.
Speaker 0: Was können wir tun Kara?
Speaker 0: Was können Wir tun um dazu beizutragen dass da noch ein Täter gefunden wird?
Speaker 0: Ja was können wir dazu beitragen?
Speaker 0: Was
Speaker 1: wir jetzt dazu beidragen können ist... Wir werden auf unseren Kanälen wie immer Bilder veröffentlichen.
Speaker 1: und es gibt zwei konkrete Fragen, die das BKA immer noch stellt.
Speaker 1: Wo sie sagt, dass sind Fragen von Bedeutung.
Speaker 1: Und zwar können Sie Angaben zum Verbleib der Gegenstände machen, insbesondere zu dem kurzen blauen Wolrock.
Speaker 1: Da bin ich jetzt gar nicht drauf eingegangen.
Speaker 1: Der Wolrock den die Adelina wohl an dem Tag anhatte, der ist bis heute verschwunden Und sie hatte noch ein Einkaufsbeutel bei sich mit, ich meine Natüte-Pombenbären und einer Fleischwurst.
Speaker 1: Und es gibt irgendwie einen Schlüsselanhänger.
Speaker 1: da kann ich jetzt aber auch gar nicht mehr zu sagen.
Speaker 1: würde ich nochmal dann dazu schreiben.
Speaker 0: Genau!
Speaker 1: Und dann können Sie Angaben über Auffälligkeiten in dem sogenannten Pastorenweltchen machen.
Speaker 1: also gibt das einfach noch Menschen, die in diesem Pastor und welchen vielleicht irgendwas beobachtet haben oder an anderen Orten vielleicht noch irgendwas gefunden haben.
Speaker 1: An Gegenständen oder Bekleidung was auch immer.
Speaker 1: das scheinen irgendwie zwei sehr wichtige Fragen zu sein, die das BKA noch immer umtreibt.
Speaker 1: Was
Speaker 0: du gerade erzählt hast da kommt mir der Gedanke okay dann hat der Dieter eventuell jetzt seinen ersten Mord begangen Hat seine alten Fetische da abgelegt und hat jetzt für sich neue Gegenstände mitgenommen von seinem ersten Mordopfer.
Speaker 0: Eine
Speaker 1: Trophäe sozusagen?
Speaker 0: Ja,
Speaker 1: ich weiß was du meinst.
Speaker 0: Na ja, mein Gedanke!
Speaker 0: Die Fragen übernehmen wir einfach.
Speaker 1: Genau die Bilder zeigen wir dann auch wie gesagt auf unserem Plattform.
Speaker 0: Ich bin ein bisschen betroffen.
Speaker 0: natürlich zum Fall.
Speaker 1: Ja natürlich, also Fälle mit Kindern gehen nochmal anders unter die Haut würde ich sagen.
Speaker 0: Das ist das ja
Speaker 1: und vor allem auch wieder weil hier Eltern dahinter stecken, die einfach nicht wissen was passiert ist und dass es das größte Leid glaube ich?
Speaker 0: Ja das haben wir ja schon in unseren vorherigen Folgen miterfahren müssen wie Eltern leiden.
Speaker 0: das ist unglaublich.
Speaker 1: Ja, das war es zu meinem Fall.
Speaker 1: Gibt es ein Teaser für dein nächsten Fall?
Speaker 0: Willst du mich pushen?
Speaker 0: Willest du mich drängen?
Speaker 0: Willtest du mich... ja, ich kann das auch!
Speaker 0: Ich sag dir mal den Namen.
Speaker 0: Es geht um Rebekah Runendike.
Speaker 0: Mein ungelöster Vermisstenfall ist die Niederlande Der aber etwas anders liegt als die Fälle über die ich bisher berichtet habe.
Speaker 0: Das war's.
Speaker 0: Mir gibt es nicht!
Speaker 1: Okay, das macht neugierig.
Speaker 1: Mir ist gerade noch eine Sache eingefallen die ich auch gerne noch teilen würde und zwar hatte ich halt schon länger über den Fall mit Adelina recherchiert und im letzten Monat hat ein Podcast der auf...ich meine Apple-Podcast läuft also nur auf Apple auch eine Folge dazu rausgebracht.
Speaker 1: Das lässt sich natürlich nicht vermeiden Und ich habe aber mit Absicht nicht reingehört, weil ich mich davon jetzt nicht beeinflussen lassen wollte.
Speaker 1: Das heißt... Sehr gut!
Speaker 0: Ja, finde ich richtig.
Speaker 1: Genau.
Speaker 1: Hört trotzdem doch auch da gerne mal rein.
Speaker 1: Vielleicht gibt es da noch andere Erkenntnisse oder eine andere Art von Berichterstattung?
Speaker 1: Wie gesagt, ich weiß dass das auf Apple Podcast veröffentlicht wurde.
Speaker 1: Ich werde vielleicht da in ein paar Tagen auch mal rein hören,
Speaker 0: aber habe
Speaker 1: es für meine Recherche einfach nicht getan.
Speaker 1: Wollte das jetzt aber auch nicht verschweigen und das kann halt immer mal passieren, dass sowas dann doppelt oder
Speaker 0: so veröffentlicht
Speaker 1: wird.
Speaker 1: Ja ansonsten bleibt mir nichts anderes übrig als zu sagen Grenzen sind dazu da um eingerissen zu werden.
Speaker 0: Heute keine Weisheit von mir, ich melde mich dann nächstes Mal vielleicht wieder.
Speaker 0: Eine Weiszeit am Tag reicht auch erst mal würde ich sagen.
Speaker 0: Vielen lieben Dank Kara für den neuen Fall und hoffentlich kommen irgendwelche Hinweise wie auch immer herein.
Speaker 0: Vielen dank fürs Zuhören.
Speaker 0: liebe Grenzgänger bis zum nächsten Mal!
Speaker 1: Genau vielen Dank fürs zuhören.
Speaker 1: Tschüss.
Speaker 1: Hier ein kleiner Nachtrag zum Thema DNA-Analysen, weil wir uns in dieser Folge so ein bisschen darüber eschuffiert haben warum denn keine Massen DNA Tests oder Ähnliches durchgeführt wurden.
Speaker 1: Ich möchte dazu mal eine zeitliche Einordnung geben.
Speaker 1: der Fall mit Adelina fand ja in den zweitausender Jahren statt und die DNA Analyse wurde im Prinzip erst Mitte der achtziger Jahre entdeckt von einem britischen Genetiker und somit kam auch erst Ende der Achtzigerjahre die DNA-Analyse nach Deutschland.
Speaker 1: Dieses Einsetzen der DNA- Analysen geschah auch erst nur in besonders schwerwiegenden Fällen, da die Technik total aufwendig und nicht mit heute vergleichbar war.
Speaker 1: Erst Mitte der Neunziger und Ende der Neunsiger kam dann der Durchbruch und die Analyse wurden schneller und zuverlässiger.
Speaker 1: Die Kosten sanden auch, aber es ist immer noch nicht vergleichbar gewesen mit den Kosten von heute und der Schnelligkeit.
Speaker 1: Genau!
Speaker 1: Und erst seit deiner Nünzehnundneunzig gibt es die DNA-Analyse-Datei beim Bundeskriminalamt.
Speaker 1: Das heißt, erst seit Ende der Neunziger werden auch Spuren und DNA-Profile gespeichert und abgeglichen.
Speaker 1: Was jetzt wichtig noch ist – was damals in den Zweitausenden auch noch eine Hürde war Man braucht recht viel DNA, um überhaupt irgendetwas vergleichen zu können.
Speaker 1: Gerade ältere Spuren und bei Adelina sind Nummer drei Monate ins Land gegangen bis sie gefunden wurden haben Schwierigkeiten bereitet, verwitterte Tatorte erst recht und winzige Blustropfen waren oft gar nicht auswertbar.
Speaker 1: also lange Rede, kurzer Sinn.
Speaker 1: Ich wollte einfach nur sagen damals war man noch nicht so weit wie heute und unsere Empörung darüber warum keine Massen DNA-Tests oder Ähnliches durchgeführt worden sind ist an dieser Stelle überhaupt gar nicht gerechtfertigt.
Speaker 1: Das war es jetzt von mir.
Speaker 1: Jetzt aber wirklich Tschüss Bis zum nächsten Mal.