009 - Die Grenze der Grausamkeit
Der Fall Tristan Brübach
Die Grenze der Grausamkeit
Am 26. März 1998 macht sich der 13-jährige Tristan Brübach nach der Schule auf den Heimweg. Er kommt nur wenige hundert Meter weit. Noch am selben Tag wird seine grausam zugerichtete Leiche in einem Tunnel in Frankfurt-Höchst entdeckt. Die Ermittlungen ergeben, dass Tristan Opfer eines außergewöhnlich brutalen Verbrechens wurde. Trotz zahlreicher Hinweise, einer umfangreichen Spurensicherung und eines Phantombildes kann der Täter bis heute nicht identifiziert werden. Besonders rätselhaft sind die ungewöhnlichen Spuren am Tatort und die Frage, ob es einen Zusammenhang zu anderen Verbrechen gibt. In dieser Folge sprechen wir über einen der bekanntesten ungeklärten Kindermorde Deutschlands, über die letzten Stunden im Leben von Tristan, die Ermittlungen und das bis heute mysteriöse Täterprofil – und über die Frage, warum dieser grausame Fall auch mehr als 28 Jahre später ungelöst ist. Wenn ihr Informationen zum Fall Tristan Brübach habt, wendet euch bitte an die zuständige Polizei. Auch nach Jahrzehnten kann ein einzelner Hinweis entscheidend sein.
In dieser Folge
- Vorstellung der Co-Autorin
- Wer war Tristan und wie hat er gelebt?
- Was genau ist am Tattag passiert?
- Welche Spuren und Ermittlungsansätze wurden verfolgt?
- Welche Theorien existieren?
Hinweis
Diese Episode enthält Themen rund um einen ungeklärten Mordfall an einem Kind. In der Folge wird explizit über Gewalt und forensische Details gesprochen, die belastend sein können.
Quellen und weiterführende Informationen
- https://de.wikipedia.org/wiki/Mordfall_Tristan
- https://www.polizei.hessen.de/ungeklaerte-mordfaelle/cold-case-mordfall-an-dem-13-jaehrigen-tristan-bruebach
- https://www.youtube.com/watch?v=DI9hiNbARM8
- https://www.bka.de/DE/IhreSicherheit/Fahndungen/Personen/UnbekanntePersonen/Br%C3%BCbach_Tristan/Sachverhalt_Br%C3%BCbach_Tristan.html?nn=26874#detailinformationen58912
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Kapitelmarken
- 00:00 Intro
- 00:30 Begrüßung und Vorstellung
- 04:00 Einleitung zur Fallerzählung
- 07:22 Fallerzählung
- 14:01 Triggerwarnung (Tathergang)
- 15:45 Erzählungsende Tathergang
- 23:20 Fragenklärung und Diskussion über den Fall und mögliche Theorien
- 38:48 Schlussworte und Verabschiedung
Speaker 0:
Speaker 1: Hallo und willkommen, liebe Grenzgänger.
Speaker 1: Ich würde jetzt normalerweise sagen da sind wir wieder.
Speaker 1: aber ganz so ist es heute nicht denn wie bereits angekündigt in einer der früheren Folgen Ist unsere Kara heute nicht dabei?
Speaker 1: Aus bestimmten Gründen, wie ihr wisst.
Speaker 1: Und sie hat dir angedeutet das für einen... Ich will gar nicht sagen Ersatz haben für Sie sondern wir haben eine Co-Autorin heute mit einem Mikrofon und das ist meine andere Tochter Jesse!
Speaker 1: Mich kennt er ja schon ein bisschen hoffe ich so langsam und Jesse wird sich jetzt gerne mal selber ein bisschen vorstellen Mal los mein Schatz.
Speaker 0: Ja, hallo Mama erst mal und hallo liebe Grenzgänger.
Speaker 0: Wie Mama gerade schon richtig gesagt hat ich bin Jessie Ich bin die Schwester von Kara Und ja als kleines Backup für ein paar Folgen Zwischendurch am Mikrofon Ich kann euch ein bisschen was zu mir erzählen.
Speaker 0: ich bin Zweiunddreißig Jahre alt lebe mit meinem Mann und unserem kleinen Baby quasi Tür an Tür mit Kara also im selben Haus und ich bin auch absoluter True Crime Fan höre diverse Podcasts und Koke parallel mit Mama, wie sie ja schon erzählt hat einmal im Monat Aktenzeichen XY.
Speaker 0: Also Mama sitzt in Holland und ich hier in Deutschland und während der Sendung schreiben wir uns fleißig über WhatsApp unsere Theorien und Gedanken zu den Fällen.
Speaker 0: Und man könnte also sagen true crime verbindet uns schon lange und für heute dann auch am Mikrofon.
Speaker 1: Ich freue mich wahnsinnig, dass du diese Rolle übernommen hast Jesse.
Speaker 1: Alleine hätte ich das ja gar nicht geschafft und gar nicht gewuppt!
Speaker 1: Und das Tolle ist, dass Du auch gleich heute mir einen Fall vorstellen willst.
Speaker 0: Ja, ich habe lange, lange recherchiert tatsächlich schon mehrere Wochen... ...und bin direkt ganz am Anfang auf ein Fall gestoßen der mich
Speaker 1: irgendwie...ja..ich
Speaker 0: bin da nicht von los gekommen hatte mir zwischenseitlich auch andere Fälle Ausgesucht sozusagen, aber der kam irgendwie immer wieder zurück in mein Gedächtnis.
Speaker 0: und ja für den habe ich mich jetzt entschieden.
Speaker 1: Gut!
Speaker 1: Wenn du möchtest dann gehe ich mal gleich los.
Speaker 0: Ja vorab noch eine wichtige Frage.
Speaker 0: Mama gibt es irgendwelche Updates zu deinen alten Fällen?
Speaker 1: Das hat Karagir mit Sicherheit aufgetragen.
Speaker 1: Oder du hast es... Du hast immer zugehört über uns.
Speaker 0: Beides!
Speaker 1: Weiß, wie das funktioniert?
Speaker 1: Ja aber ich hab leider.
Speaker 1: letztes Mal hatte ich eine ganze Menge Updates Aber momentan habe ich noch keine richtigen.
Speaker 1: Nein Nichts was sich heute bekannt machen sollte oder müsste.
Speaker 0: Okay
Speaker 1: Hat Karagier noch irgendwas an Updats mitgegeben?
Speaker 0: Ähm nein tatsächlich auch keine Update.
Speaker 1: Ja mein Schatz dann lich mal los.
Speaker 1: bitte
Speaker 0: Alles klar.
Speaker 0: Vorab möchte ich einmal erläutern ganz kurz, warum ich mir diesen Fall ausgesucht habe und Bezug nehmen auf euren Namen oder den Namen des Podcasts.
Speaker 0: Mein Fall überschreitet nämlich keine Grenzen im geografischen Sinne aber eine andere Art von Grenze und zwar die Grenze dessen was Menschen anderen Menschen antun können.
Speaker 0: Mein Fall führt uns an einen Punkt, an dem nicht nur ein Verbrechen aufgeklärt werden muss sondern auch die Frage entsteht wie weit menschliche Abgründe reichen können.
Speaker 0: Und eine kleine Info oder Warnung noch vorab Es geht bei meinem Fall um einen schlimmen Mord an einem dreizehnjährigen Jung und bevor ich nach Einzelheiten zum Tathergang erzähle spreche ich eine explizite Triggerwarnung aus.
Speaker 0: Frankfurt Höchst, Donnerstag, XXVI.
Speaker 0: März, und es ist ein gewöhnlicher Frühlingstag.
Speaker 0: Menschen gehen zur Arbeit, Kinder kommen aus der Schule, Züge fahren ein- und aus.
Speaker 0: Für die meisten Bewohner des Frankfurter Westens ist es ein Tag wie jeder andere.
Speaker 0: Für Tristan Brühbach wird dieser Tag jedoch zum letzten seines kurzen Lebens.
Speaker 0: Seine Leiche wird an diesem Nachmittag in einem Tunnel nahe des Bahnhofs Frankfurt höchst befunden.
Speaker 0: Was folgt, ist eine der umfangreichsten Ermittlungen in der deutschen Kriminalgeschichte.
Speaker 0: Tausende Hinweise gehen ein, internationale Behörden werden eingebunden – eine große Fingerabdruckaktion wird durchgeführt!
Speaker 0: Es gibt Zeugenaussagen, ein Phantombild und Spuren die den Täter eigentlich hätten überführen können.
Speaker 0: Und trotzdem bleibt eine entscheidende Frage bis heute unbeantwortet.
Speaker 0: Wer hat Tristan Brübach getötet?
Speaker 0: Mehr als ein Vierteljahrhundert später ist der Fall noch immer ungeklärt.
Speaker 0: Doch der Mord an Tristan ist nicht nur wegen seiner Brutalität in Erinnerung geblieben, es ist auch die Geschichte eines Jungen dessen Leben viel zu früh endete und eine Ermittlungsakte voller Fragen, die bis heute keine Antworten gefunden haben.
Speaker 0: und wuchs in den Frankfurter Stadtteilen höchst-und unter Liederbach auf.
Speaker 0: Er besuchte zunächst die Walter Kolb Grundschule in Frankfurt Höchst, bevor er kurz darauf auf die Weißterschule in Frankfort Sintlingen wechselte – wo er zuletzt die fünfte Klasse besuchten.
Speaker 0: Im Jahr nineteenhundertfünfundneinzig als Tristan elf Jahre alt war, er litt die Familie einen schweren Schicksalsschlag, als seine Mutter Iris durch Suizid verstarrt.
Speaker 0: Da sein Vater Bernd weiterhin in Vollzeit und im Schichtdienst arbeiten musste, um den Lebensunterhalt zu bestreiten, wurde die Familie von Tristan's Großmutter unterstützt, die dem jungen zusätzlichen Halt gab.
Speaker 0: Trotz dieser schwierigen Umstände entwickelte sich Tristan gut- und altersgerecht – und zu seinem Vater hatte er ein sehr enges Verhältnis.
Speaker 0: Freund und Lehrer beschrieben ihn später als eher ruhig und zurückhaltend, er galt nicht als besonders auffällig oder konfliktsuchend.
Speaker 0: war gerne draußen unterwegs und hatte eine große Schwäche für Tiere, insbesondere für Hunde.
Speaker 0: Ich würde jetzt kurz einen kleinen Cut machen Mama und dir einmal ein Ausschnitt einer Stadtkarte zeigen damit du dem Fall den ich gleich weiter erzählen werde gut folgen kannst.
Speaker 1: Ja von Frankfurt höchstwahrscheinlich da aus der Gegend wo es passiert ist.
Speaker 1: Genau ja ich sehe's.
Speaker 0: Du siehst jetzt einen ganz klein Karten-Ausschnitt wo auf jeden fall der Busbahnhof Frankfurt Höchst aufgezeichnet ist, das ist das schwarze Symbol etwas weiter unten.
Speaker 0: Dann siehst du links oben davon auch ein kleines schwarzes Symbol, dass es einen Tunnel um den es gleich geht.
Speaker 1: Der geht wahrscheinlich unter dem Gleisender durch?
Speaker 1: Das da oben sieht aus wie gerade.
Speaker 0: Genau.
Speaker 0: Und rechts siehst du nochmal ein schwarzes Symbol, ein Baum.
Speaker 0: das ist eine parkähnliche Anlage.
Speaker 0: dazu kommen wir gleich.
Speaker 0: nur dass Du jetzt eine ungefähre Vorstellung hast in welchem ja Gebiet und in welcher Entfernung sich die einzelnen Schauplätze abspielen.
Speaker 1: Ja das deutlich danke!
Speaker 0: Kommen wir nun zum Tat-Tag der sechsenzwanzigste März.
Speaker 0: Bereits gegen vierhunddreißig verlässt erst mal sein Vater die gemeinsame Wohnung, um zur Arbeit zu gehen.
Speaker 0: Tristan bleibt allein zurück – das ist für die beiden längst Routine!
Speaker 0: Wie jeden Morgen steht er selbstständig auf und macht sich für die Schule fertig.
Speaker 0: Gegen acht Uhr greift Tristan jedoch noch einmal zum Telefon.
Speaker 0: Von einer Telefonzelle in der Nähe der Wohnung ruft er seinen Vater an dessen Arbeitsplatz an.
Speaker 0: Er klagt über starke Rückenschmerzen und sagt, dass er deshalb nicht zur Schule gehen möchte.
Speaker 0: Sein Vater hört sich die Beschwerden an Überzeugt ihn aber schließlich davon, den Unterricht trotzdem zu besuchen und anschließend zum Hausarzt zu gehen.
Speaker 0: Seine Klassenlehrerin erinnert sich später daran, dass Tristan bis etwa dreizehn-o-dreißig ganz normal im Unterricht teilnahm – auch beim gemeinsamen Mittagessen war er dabei!
Speaker 0: Nach dem Essen sucht Tristan noch einmal das Gespräch mit seiner Lehrerin.
Speaker 0: Er bittet darum, zum Arzt gehen zu dürfen weil seine Rückenschmerzen immer stärker werden.
Speaker 0: Gegen dreizehn o dreißig macht sich Tristan auf den Weg.
Speaker 0: Eine Mitschülerin beobachtet, wie er an der Haltestelle Alessina Straße in einen Bus Richtung Bahnhof höchst einsteigt.
Speaker 0: Wieso oft setzt er sich auf die hintere Rückbank?
Speaker 0: Zwischen vierzehn und vierzehnt Uhr zwanzig wird Tristan erneut gesehen.
Speaker 0: Sein Freund Boris sitzt zufällig in einem anderen Bus und entdeckt ihn während der Fahrt.
Speaker 0: Er versucht noch mit Gesten auf sich aufwerksam zu machen – doch Tristan bemerkt ihm nicht!
Speaker 0: Kurze Zeit später beobachtet ein Schüler der Hostato-Schule Tristan am Bahnhof höchst.
Speaker 0: Zwischen etwa vierzehn uhr fünfzehn und vierzehnt uhr zwanzig sitzt der Dreißenährige allein auf einer Bank.
Speaker 0: Die letzte, bekannte Begegnung mit Tristan findet gegen fünfzehn uhrzwanzig statt also circa eine Stunde später.
Speaker 0: Er sitzt auf einer bank in der parkähnlichen Bruno Aschanlage in der Nähe des Höchster Busbahnhofs.
Speaker 0: Dort kommt er mit einer Frau ins Gespräch die gerade ihren Hund ausführt.
Speaker 0: Tristan liebt Tiere und genau diese Begeisterung bringt die beiden für einen kurzen Moment ins Gespräch.
Speaker 0: Als die Hundehalterin ihren Spaziergang fortsetzt, wirft sie noch einmal einen Blick zurück – was Sie sieht wird später für die Ermittlung von großer Bedeutung sein!
Speaker 0: Neben Tristan sitzen nun zwei Männer.
Speaker 0: Nach ihrer Erinnerung handelt es sich vermutlich um zwei ausländische Personen.
Speaker 0: Es ist die letzte bestätigte Sichtung des Junges.
Speaker 0: Danach kann man den Weg von Tristan nur noch erahnen.
Speaker 0: Von der Bruno-Aschanlage zum Südeingang des Liederbachtunnels sind es zu Fuß ca.
Speaker 0: vierhundert Meter bzw.
Speaker 0: ungefähr fünf Gminuten.
Speaker 0: Der Weg führt am Bahnhofsgelände vorbei, die Gegend rund um den Bahnhof höchst ist sehr beliebt und hoch frequentiert.
Speaker 0: Der Tunnel befindet sich jedoch etwas abseits und versteckt unterhalb einer Böschung und isst von einem kleinen Weg aus durch das Gestrüpp schlechteinsehbar, zugewachsen und abgeschottet.
Speaker 0: Um ihn zu finden sind Ortskenntnisse notwendig.
Speaker 0: Der Tunnel selbst ist ca.
Speaker 0: hundert Meter lang und führt unter den Bahngleisen hindurch.
Speaker 0: Im Tunnel Inneren befinden sich neben dem Flussbett erhöht ein Fußweg und einen Betonsockel.
Speaker 0: Zwar kann man von beiden Eingängen aus das andere Tunnelende sehen, der mittlere Teil des Tunnels ist jedoch aufgrund fehlender Lampen zu jeder Tageszeit stockdunkel.
Speaker 0: Damit du dir etwas unter diesem Betonsokkel vorstellen kannst zeige ich dir noch einmal ein Bild.
Speaker 1: Das ist der Tunnel, der benutzt wird um unter den Gleisen hindurch zu gehen?
Speaker 0: Ja.
Speaker 1: Ach das ich hatte mir jetzt ein ganz normal so einen Fußgänger-Tunnel vorgestellt aber das sieht ja gruselig aus dunkel Wasser wenn ich das richtig sehe und eine schmale Möglichkeit Zu Fuß da längst zu gehen.
Speaker 0: Genau richtig
Speaker 1: Und im mittleren Teil wie du schon gesagt hast zappenduster
Speaker 0: genau Zappendusta.
Speaker 0: die Bilder sind natürlich alle auf dem Plattform zu sehen nur um das nochmal kurz zu beschreiben.
Speaker 0: Also, das rechts ist dieser Betonsockel von dem ich eben gesprochen habe und dann diese Stufe runter – das ist der schmale Fußweg und links ist eben dieses Flussbett.
Speaker 1: Ja, gruselig!
Speaker 1: Ich
Speaker 0: kann dir noch mal ein Bild vom Tunnel-Eingang zeigen wie es heute aussieht.
Speaker 1: Ist gesperrt?
Speaker 0: Genau, der Tunnel ist heute gesperrt aber da sieht man auch nochmal diesen schmalen Fußweg.
Speaker 1: Ja, da ist ja ganz sicher.
Speaker 1: Da muss man Ortskenntnis haben wenn man den benutzen will oder wollte – das ist gar nicht mehr zugänglich, wenn man ihn damals benutzen wollte.
Speaker 0: Definitiv!
Speaker 0: Nur wenige Minuten nachdem die Hundehalterin den Blick abgewandt hat gegen fünfzehn Uhr dreißig
Speaker 0: ca.,
Speaker 0: spielen drei Jugendliche auf dem Spielplatz hinter dem Anwesen Adelohnstraße einunddreißig.
Speaker 0: Sie wollen anschließend mit dem Bus zum Sportplatz fahren und entscheiden sich, den Weg durch den Tunnel des Liederbachs abzukürzen.
Speaker 0: Als sie den Tunnel betreten, fällt ihnen ein Mann auf.
Speaker 0: Er beugt sich über etwas was für die Jungen nicht erkennbar ist.
Speaker 0: Die Jugendlichen bleiben stehen und beobachten die Szene ungefähr zwei Minuten lang.
Speaker 0: Was Sie sehen erscheint ihn zwar merkwürdig aber nicht bedrohlich.
Speaker 0: Schließlich entscheiden sie sich trotzdem um und nehmen den längeren Weg um den Tunnell herum.
Speaker 0: Nach dem Stand der ermittlungen gilt es als sehr wahrscheinlich dass sie Tristan's Mörder während seiner Tat gesehen haben ohne zu erkennen, dass sich direkt vor ihren Augen ein Verbrechen abspielte.
Speaker 0: Aus den Aussagen der drei Jugendlichen konnte später eine detaillierte Täterbeschreibung erstellt werden – dennoch führt sie bis heute nicht zur Identifizierung des Täters.
Speaker 0: Erst gegen die Uhr acht geht bei der Polizei die Meldung über einen Leichenfund ein.
Speaker 0: Zwei Kinder, die ebenfalls auf dem Spielplatz hinter der Adelohnstraße einunddreißig gespielt hatten, hatten sich etwa gegen sechzehn Uhr auf den Weg zu einem Kinderhaus auf der anderen Seite der Bahnleise gemacht.
Speaker 0: Genau wie zuvor die Jugendlichen wählen auch sie die Abkürzung durch den Tunnel des Liederbachs – dort stoßen Sie auf eine grausame Entdeckung!
Speaker 0: Auf dem Betonsockel liegt die Leiche des dreizehnjährigen Tristan Brühlbach.
Speaker 0: Wir kommen jetzt zum Tathergang und dazu möchte ich einmal die Triggerwarnung aussprechen.
Speaker 0: Ich möchte darauf hinweisen, dass der folgende Abschnitt sehr explizite Beschreibungen von Gewalt enthält – es geht um Verletzungen, die Dristern zugefügt wurden, die in diesem Fall leider eine Rolle spielen.
Speaker 0: Wenn euch solche Schilderungen belasten oder triggern könnten überspringt bitte die nächsten zwei Minuten oder hört diese Passage lieber nicht alleine!
Speaker 0: Die Verletzungen, die später an dem dreizehnjährigen Tristan festgestellt werden, lassen das Ausmaß der Gewalt erahnen, der er ausgesetzt war.
Speaker 0: Großflächige Blutergüsse in seinem Gesicht zeigen, dass der Täter mit erheblicher Brutalität vorging.
Speaker 0: Nach den Erkenntnissen der Ermittler wurde Tristan zunächst so lange geschlagen und gewürgt bis er das Bewusstsein verlor.
Speaker 0: Anschließend tötete ihn der Teter mit einem Schnitt durch die Kehle, der bis zur Wirbelsäule reichte.
Speaker 0: Danach brachte der Täter den Leichnamen in den Bachlauf des Liederbachs und ließ ihn dort zunächst ausbluten.
Speaker 0: Erst anschließend zog er Tristan in das Innere des Tunnels und legte ihn auf einem Betonsockel ab.
Speaker 0: Bis zu diesem Zeitpunkt unterscheidet sich die Tat in ihrem Ablauf kaum von anderen Tötungsdelikten, doch was Anschließend geschieht gibt den Ermittlern bis heute Rätselauf.
Speaker 0: Im Tunnel setzt der Teter seine Tat fort.
Speaker 0: Er zieht Tristan die Hose und die Unterhose herunter, und fügt ihm einen tiefen Schnitt oberhalb des Scharmenbeins zu.
Speaker 0: Anschließend öffnet er den Hoden, sagt das Jung, und entnimmt ihn beide Hoden.
Speaker 0: Darüber hinaus entfernt der Täter am Gesäß sowie an der Rückseite eines Oberschenkels größere Mengen Muskelgewebe.
Speaker 0: Die entnommenen Körperteile wurden trotz umfangreicher Ermittlungen bis heute nicht
Speaker 0: gefunden.".
Speaker 1: Das ist ja furchtbar!
Speaker 1: Das kann man ja gar nicht fassen.
Speaker 1: Warum?
Speaker 1: Das
Speaker 0: ist nicht in Worte zu fassen!
Speaker 0: Nein,
Speaker 1: nein,
Speaker 0: nein.
Speaker 0: Kommen wir jetzt zur Frage wer der Täter ist Die Jugendlichen die den Täter wahrscheinlich bei seinem grausamen Verbrechen beobachtet haben gaben eine sehr gute Beschreibung ab anhand dessen auch ein Phantombild erstellt wurde.
Speaker 0: das Phantombild würde ich dir auch gerne einmal zeigen.
Speaker 0: Mama
Speaker 1: Ja, ich sehe einen sehr hellhäutigen Mittel- bis Dunkelblonden Mann.
Speaker 1: Also sage ich jetzt schon mal passt nicht zu dem was die Zeugen im Park ausgesagt hatte dass sich zwei Männer wahrscheinlich Ausländer sozusagen zu ihm gesetzt haben.
Speaker 1: Zu diesem Typus Mann passt dieses Foto nicht.
Speaker 1: also ich gehe davon aus das es jemand anderes ist.
Speaker 1: ja
Speaker 0: Genau.
Speaker 0: Ich würde einmal die Täterbeschreibung durchgeben an alle Grenzgänger, die jetzt das Bild eben nicht zur Hand haben, damit ihr ein Bild vor Augen habt.
Speaker 0: Der Tatverdächtige wird beschrieben als ca.
Speaker 0: a hundred und siebzig Zentimeter groß, zwanzig bis dreißig Jahre alt, wobei ich dazu gerne sagen möchte dass es schwierig finde wenn Kinder das Alter einer Person einschätzen müssen.
Speaker 0: Der Täter oder der Tatverdächtige wirkt sehr ungepflegt, also hat eine ungeflegte Gesamterscheinung.
Speaker 0: Ein sehr blasses Gesicht wie du auch schon gesagt hast ein sehr heller Hauttyp.
Speaker 0: Er gilt als Schlank und sogar als Hager Hat eine Narbe im Bereich der Oberlippe möglicherweise auch eine Oberlippenspalte Und die Haare werden beschrieben als dunkelblond fettig etwas länger und er hat wohl einen Zopf beziehungsweise ein Pferdeschwanz getragen.
Speaker 1: Das ist jetzt die Beschreibung der Jungs, die da zum Training wollten oder... Die
Speaker 0: in das Kinderhaus wollten genau.
Speaker 0: Die auf dem Spielplatz waren.
Speaker 0: und zu dem Kinderhaushalt?
Speaker 1: Ja, genau!
Speaker 0: Ich finde es etwas schwierig weil wie wir hier wissen war's in dem Tunnel sehr sehr dunkel
Speaker 1: Eben.
Speaker 0: Aber wir kommen später noch zu ein paar näheren Infos, die auch sehr interessant sind was die Täterbeschreibungen
Speaker 1: angeht.
Speaker 1: Das ist gut wenn ich bin da Versuch mir das immer gerade vorzustellen, dass die nicht gesehen haben was da passiert.
Speaker 1: In der Mitte ist es ganz dunkel und wenn ich jetzt diese Täterbeschreibung höre und das Bild sehe dann finde ich das doch relativ deutlich.
Speaker 1: Detailliert ja okay
Speaker 0: Ja richtig So.
Speaker 0: dann habe ich noch ein paar interessante Infos zu dem Täter was sie eben schon angekündigt hatte.
Speaker 0: Zum ersten Mal tauchte der Unbekannte unmittelbar nach der Tat auf.
Speaker 0: Gegen fünfzehn Uhr fünfzig wurde er von einem zwölfjährigen Mädchen in der Nähe des Liederbachtunnels beobachtet, sie sah wie der Mann aus einem Gebüsch kam.
Speaker 0: Besonders auffällig war seine Kopfbedeckung – er trug eine Mütze, aus der am Hinterkopf ein Pferdeschwanz bzw.
Speaker 0: einen Zopf hervorschaufte.
Speaker 0: Etwa eine Woche später gab es einen weiteren Hinweis.
Speaker 0: Ein Mann erschien in einer Anwaltskanzlei und sagte zur Anwälzgehilfin Ich bin gerade aus dem Knast entlassen worden und habe schon wieder Mist gebaut.
Speaker 0: Die Mitarbeiterin verwies ihn darauf hin an eine auf Strafrechtsspezialisierte Kanzlei, dort kam der Unbekannte jedoch nie
Speaker 0: an.".
Speaker 0: Nur kurze Zeit später meldete sich eine weitere wichtige Zeugen – sie kannte Tristan persönlich und gab ihm regelmäßig Nachhilfe.
Speaker 0: Ihre Aussage nach hatte sie in wenige Tage vor dem Mord gemeinsam mit einem erwachsenen Mann gesehen — einen Mann, der den Phantombild verblüffend ähnlich sah.
Speaker 0: Sie war sich sicher, diese Person bereits mehrfach gesehen zu haben.
Speaker 1: Okay!
Speaker 1: Das wirft ein ganz anderes Licht jetzt für mich auf diese Tat wenn das alles tatsächlich so zutreffend sein sollte.
Speaker 0: An sich ist der Tathergang der Tattag vollständig erzählt.
Speaker 0: ich habe aber noch wichtige Infos die ich dir nicht vorenthalten möchte wie wichtig sind damit wir nachher unsere Theorien und sowas besprechen können.
Speaker 0: also info Nummer eins Ein Jahr nach der Tat, im März, in einem Waldstück bei Niedernhausen entdeckt – etwa twenty-fünf Kilometer vom Tatort entfernt.
Speaker 0: Weil sich in dem Rucksack eine Deutschlandstraßenkarte in tschechischer Sprache befand wurden auch in Tschechien und in der Slowakei Fahndungsaufrufe zu dem Fall im Fernsehen ausgestrahlt.
Speaker 0: doch auch das brachte keine neuen Hinweise.
Speaker 0: Man hat auch ebenso einen Fingerabdruck auf dem Deutschbuch sichern können, allerdings führte auch dieser nach einer umfassenden Reihenuntersuchung bei der tausende Männer aus Frankfurt höchst und den umliegenden Stadtteilen ihre Fingerabdrücke abgaben nicht zum Täter.
Speaker 0: Zusätzlich wurde der Abdruck mit nationalen und internationalen Datenbanken abgeglichen – auch hier ohne Treffer!
Speaker 0: Die zweite Info die ich für dich habe?
Speaker 0: Sechsten April,九zehnundachtundneunzig wurde Tristan auf dem Friedhof in Frankfurt höchst beigesetzt.
Speaker 0: In der Nacht des Siebten auf den achten Oktober schlich sich eine oder mehrere unbekannte Person nachts an das Grab des Jungen und grob ein Meter zwanzig Tief nach dem Sarg.
Speaker 0: Die Polizei vermutet dass die Personen oder Personen gestört wurden.
Speaker 0: Nähere Angaben hierzu sind nicht bekannt.
Speaker 0: Die nächste wichtige Info Am siebten April, also einen Tag nach der Beerdigung meldet sich ein bis heute unbekannter Mann telefonisch bei der Polizei.
Speaker 0: In dem Anruf behauptet er, der Mörder von Tristan zu sein.
Speaker 0: Außerdem erklärt er, er befindet sich am Bahnhof höchst und wolle dort von der Polizei abgeholt und festgenommen werden.
Speaker 0: Als die Einsatzkräfte kurze Zeit später am Bahnhoff eintreffen, fehlt von dem Anrofer jede Spur.
Speaker 0: Die Tonspur kann man sich noch heute auf YouTube anhören?
Speaker 0: Die letzte Info, die ich mit dir teilen möchte, Mama.
Speaker 0: In einigen wenigen Artikeln über Tristan fällt der Name Manfred Seehl.
Speaker 0: Ein Serienmörder wohnhaft gewesen in Schwalbach am Taunus, circa fünfzehn Minuten vom Tatort entfernt.
Speaker 0: Ich zitiere einmal ganz kurz aus einer Onlinequelle Seine Opfer wurden durch scharfe Gewalt in sexuell relevanten Zonen getötet.
Speaker 0: Bezeichnend ist, dass der Täter als Trophäe seinen Opfern Organe entnahmen bzw.
Speaker 0: ihn bestimmte Körperteile wie Genitalien oder Arme und Beine abschnittt die er später an verborgenen Orten
Speaker 0: aufbewahrte.".
Speaker 0: Die Polizei ist zwischenzeitlich davon ausgegangen das Manfred Seele eventuell ein Komplizen gehabt haben könnte Was meines Erachtens nach sehr spannend ist weil ihm das Phantom-Bild in keinster Weise ähnelt.
Speaker 0: Also dieser Manfred Seel sieht nicht aus wie das vorhin beschriebene
Speaker 0: Phantom.".
Speaker 1: Ja, das wär mal eine erste Frage jetzt gewesen!
Speaker 1: Aber Theorie und des Komplizens?
Speaker 1: Ja okay...
Speaker 0: Ja ich bin soweit fertig mit meiner Fallbeschreibung und allen Details die ich irgendwie hab herausfinden können und bin jetzt schon sehr gespannt was du denkst Mama und welche Theorie du vielleicht aufgestellt
Speaker 1: hast.
Speaker 1: Ja, ein ganz schrecklicher
Speaker 0: Fall finde ich.
Speaker 0: Ein
Speaker 1: Schicksal für den jungen Tristan und seinen Vater und seine Großmutter auch ganz furchtbar wieder.
Speaker 1: Einen Fall der mitnimmt.
Speaker 1: Wir wollen sachlich bleiben.
Speaker 1: also dann habe ich gleich mal meine erste Frage Was sagt die Polizei zum Motiv?
Speaker 1: Ist das sexuell orientiert?
Speaker 1: gibt es dazu Aussagen?
Speaker 0: Also ich habe hierzu keine näheren Informationen gefunden.
Speaker 0: Das BKA teilt auf deren Website ganz, ganz viele Infos aber keine zum Motiv.
Speaker 1: Und jetzt muss ich dich gleich mal fragen zu Manfred Seele entweder hab' ich nicht gut aufgepasst oder ich hab's ja weiß ich nicht mitbekommen.
Speaker 1: ist er jetzt schon verstorben?
Speaker 0: Ja!
Speaker 1: Wann ist der gestorben?
Speaker 1: weißt du das?
Speaker 0: Ich glaube, wenn ich mich richtig erinnere,
Speaker 1: ist es im Prinzip nicht so wichtig.
Speaker 1: Aber es interessiert mich einfach.
Speaker 1: Der selber kann es ja anscheinend nicht gewesen sein, wenn das Phantombild und die Zeugenaussagen gar nicht zu seinem Äußeren passen.
Speaker 1: Wenn die Polizei da von einem Komplizen spricht – vielleicht auch schon früher, der hat ja in den Siebzigerjahren mit dem Töten angefangen, dass die Polizei diese These schon früher hatte.
Speaker 1: Und ist der denn festgenommen worden?
Speaker 0: Der Manfredsee wurde nicht verhaftet tatsächlich.
Speaker 0: Er ist aus den Jahren im Jahr hierher gestorben an kurzer Krankheit, wenn ich das richtig herausgefunden habe und die Ermittlung gegen ihn begann erst wenige Wochen nach seinem Tod.
Speaker 0: also seine Tochter und ihr Lebensgefährtes auch... Also ganz schlimm, die haben bei der Auflösung seines Haushaltes Leichenteile in der Garage gefunden und daraufhin die Polizei informiert.
Speaker 0: Und ja dann hat eine ganz große Ermittlungsaktion stattgefunden und das waren glaube ich sechs Fälle insgesamt, die aufgeklärt werden konnten und
Speaker 1: vier
Speaker 0: Fälle werden mit ihm in Verbindung gebracht.
Speaker 0: aber man kann eben halt nicht nachweisen dass er die Morde begangen hat.
Speaker 1: Okay, das ist natürlich eine schreckliche Situation.
Speaker 1: Auch für die Familie natürlich, die das gefunden haben.
Speaker 1: Aber er ist sozusagen nie zur Rechenschaft gezogen worden.
Speaker 1: Er ist auch nicht verdächtigt worden.
Speaker 1: Eigentlich erst entdeckt worden als die Familie dann da die Dinge gefunden hat in seinem
Speaker 0: Haus.
Speaker 0: Genau der galt als ganz normaler ruhiger unauffälliger Familienvater und Wohl zwischenzeitlich mal auf den Strich gegangen, aber auch das hat man erst im Nachhinein rausgefunden.
Speaker 1: Ja und diese Leichenteile die sie gefunden haben und zuordnen konnten waren das alles Frauen oder?
Speaker 0: Das waren alles Frauen im Alter von.
Speaker 0: ich glaube die Jüngste war neunzehn und die Älteste irgendwie sechsunddreißig.
Speaker 0: Und ja halt prostituierte oder Obdachlose Teils schwerkranke Mädchen, Frauen an denen er sich da vergangen hat.
Speaker 1: Naja ich gehe dann auch davon aus dass sie seine Kommunikationsmittel durchforstet haben ob da irgendwelche Zusammenhänge zu eben unserem Verdächtigen oder anderen Personen bestanden haben.
Speaker 1: Da wird wahrscheinlich nichts entdeckt worden sein.
Speaker 0: Tatsächlich habe ich eine interessante Sache gelesen und zwar wurde bei einer Leiche, bei einer Prostitunierten wurden ihre Schuhe parallel zueinander neben der Leiche hingestellt.
Speaker 0: Und das gleiche wurde auch bei Tristan gemacht also die Schuhen von ihm wurden auch neben seiner Leiche Parallelstäben zueinander vorgefunden.
Speaker 0: Das ist aber so das einzige Merkmal, was sie mit dem Manfred Seehl in Verbindung bringen können.
Speaker 0: Wobei ich mir denke die Vorgehensweise mit den Körperteilen rausschneiden... ...ist ja auch eine Parallele zu den anderen Fällen.
Speaker 1: Okay wenn das bei einer Leiche so gewesen ist der Modus operandi dann könnte das wieder zu einer Theorie führen dass mehrere Personen an Morden beteiligt waren und dass eine dieser Personen eben die Schuhe parallel hingestellt hat zu den Opfern.
Speaker 0: Stimmt!
Speaker 1: Dass nicht immer einer die Morde begangen hat, sondern verschiedener.
Speaker 1: Aber eben als Gruppe sozusagen.
Speaker 1: Als Gruppe.
Speaker 0: Ist natürlich spannend... Also, dass es nur bei diesen zwei Fällen dazu kam.
Speaker 0: Dann muss ja nach dieser Theorie Manfred Seel die meisten Morde begangen haben und sein Komplize dann eben diese zwei.
Speaker 0: Ja
Speaker 1: eventuell!
Speaker 1: Man weiß das nicht.
Speaker 0: Gruselig?
Speaker 1: Und da ist wieder auch das Thema... Das hatte ich mit Kara ja auch schon häufiger.
Speaker 1: Diese Verbrecher, die ihr wissen und alles mit ins Grab nehmen und die Angehörigen zurücklassen Mit Fragen ist ganz schrecklich, bleibt schrecklig.
Speaker 0: Ich hoffe ihr tatsächlich darauf dass er ein Komplizen gehabt hat der sich eventuell doch bei der Polizei melden wird wie in seines schlechten Gewissens oder um die Tat endlich
Speaker 1: aufzuklären
Speaker 0: um reinen Tisch zu machen?
Speaker 1: Ja es wäre wünschenswert.
Speaker 1: Welche Spuren verfolgt die Polizei denn heute noch?
Speaker 1: weißt du das?
Speaker 0: also wenn ich Zwischen den Zeilen lesen kann und die Antwort von der Polizistin, mit der ich geschrieben habe richtig bewährte dann wird aktuell keiner Spur nachgegangen.
Speaker 1: Ja das hab' ich vermutet!
Speaker 0: Der Fall liegt schon so viele Jahre zurück und ja ist glaube ich Ad-Actor gelegt ohne geklärt worden zu sein auch wenn die Polizisten geschrieben hat sie gehen Spuren nach wenn welche kommen.
Speaker 0: aber es klang für mich tatsächlich so als würde sich aktuell jemand mit dem Fall beschäftigen, leider.
Speaker 1: Nun würde man sagen zum Zeitpunkt als dieser Mann den Mord begangen hat und so brutal wie er das gemacht hat muss da sehr viel Blut auch geschlossen sein.
Speaker 1: der muss eigentlich auch über und über mit Blut besudelt gewesen sein und dann aus dem Tunnel rausgekommen sein wenn der irgendwo Ich weiß nicht, ungepflichtes Äußeres.
Speaker 1: Ob der Wohnsitz los war oder was auch immer.
Speaker 1: aber irgendwo muss er sich dann gesäubert haben.
Speaker 1: Irgendwo muss er ja hingegangen sein.
Speaker 1: Irgendeinem muss doch mal irgendwas gesehen haben.
Speaker 1: dazu also ich.
Speaker 0: Ja, die einzige Person, die ihn ja gesehen hat wie er aus dem Gebüsch rauskam, war diese fünfzehnjährige?
Speaker 0: Schon spannend, dass sie sowieso den so gut beschreiben konnte.
Speaker 0: Aber wahrscheinlich hat sie dann gar nicht darauf geachtet.
Speaker 0: ist die Kleidung nass.
Speaker 0: Ist sie voll mit Blut?
Speaker 0: Das wäre ja eine wichtige Info, die denke ich mal auch im Internet geteilt worden wäre
Speaker 1: wenn man
Speaker 0: dazu etwas müsste.
Speaker 1: Ja das muss er dann irgendwie versteckt haben oder was.
Speaker 1: es war März Ende März Wahrscheinlich noch relativ kalt und dann Jacke, Mantel oder was auch immer da drüber oder irgendwie so.
Speaker 1: Ja kann ich mir nicht anders vorstellen weil sonst bei dem allen was er da gemacht hat muss da viel Blut geflossen sein auch wenn er schrecklich wieder das jemand auszusprechen den den Leichnam von Tristan da hat ausbluten lassen.
Speaker 1: Ich finde dass das alleine schon für mich unfassbar.
Speaker 1: alles grausam.
Speaker 1: Jetzt noch eine Frage zu denen so schrecklich wie es ist, aber zu den Schnitten und Entnahmen von Organen.
Speaker 1: Hat die Polizeiderkennnisse geteilt dass das sehr fachmännisch gemacht worden ist oder stümperhaft?
Speaker 1: Oder gibt es dazu irgendwelche Informationen?
Speaker 0: Dazu habe ich gar nichts gelesen
Speaker 1: Weil sonst könnte man ja eventuell auch Rückschlüsse ziehen auf Beruf eines Menschen oder was auch immer.
Speaker 1: Stimmt,
Speaker 0: der Gedanke ist mir noch gar nicht gekommen.
Speaker 0: Ja da hast du recht dazu konnte man tatsächlich nichts weiter finden?
Speaker 1: Ja ich denke auch noch an eine andere Möglichkeit.
Speaker 1: es gibt ja auch die Menschen essen und daraus ihre Befriedigung ziehen oder wass auch immer.
Speaker 1: von solchen Fällen hat man ja auch schon gehört.
Speaker 1: Das könnte ich mir unter Umständen auch noch als Motivation vorstellen und einen Täter in diesem Kreis zu suchen oder zu finden wäre noch etwas, was ich mir vorstellen könnte.
Speaker 0: Ja diese Manfredsee wurde auch Kanibalismus vorgeworfen.
Speaker 0: also man weiß nicht ob er seine Opfer oder ob er Teile von denen gegessen hat.
Speaker 0: das
Speaker 1: weiß man nicht.
Speaker 1: Es überschreitet Meine Vorstellungskraft, die Grenzen meiner Vorstellungen muss ich ehrlich sagen.
Speaker 1: Das ist so grausam und das macht man nicht nur einmal.
Speaker 1: Jetzt müsste man nach Parallelfällen suchen wo auch immer ja?
Speaker 1: Das ist jetzt nicht unsere Aufgabe!
Speaker 1: Ja
Speaker 0: das stimmt also was ich in dem Fall noch sehr spannend fand war dass die Polizei ja gesagt hat sie ist zeitweise davon ausgegangen dass dieser Manfred Seel ein Komplizen gehabt haben könnte.
Speaker 0: Das könnte ja dieser Mann sein auf dem Phantom Bild.
Speaker 0: Und wozu man aber gar keine Infos hat, ist diese Frau der Tristan im Park begegnet ist die Frau mit dem Hund.
Speaker 0: Die hat ja die zwei Männer gesehen.
Speaker 0: warum findet man nirgendwo eine Täter oder eine Personenbeschreibung die sie abgegeben hatte?
Speaker 0: Sie muss doch wenn sie diese zwei Personen gesehen hat und auch sagen kann Die kommen wahrscheinlich aus dem Ausland, wo sie doch eine genauere Beschreibung dieser Person abgeben können.
Speaker 0: Daran könnte man ja auch schon erkennen ist das der Mann von dem Phantombild und ist es vielleicht auch dieser Manfred Seel?
Speaker 0: Aber ich finde keine Beschreibungen die sie abgegeben hat.
Speaker 1: Ja dazu könnte ich mir vorstellen dass die beiden eben vom Äußeren überhaupt nicht in Frage kommen oder kamen und dass die Polizei deswegen das nicht weiter verfolgt hat.
Speaker 1: Aber wäre schon mal interessant, wenn man trotzdem die Beschreibung mal sich angucken könnte.
Speaker 1: Ja
Speaker 0: oder der Fall wurde ja auch weltweit geteilt.
Speaker 0: Wenn ich einer dieser Männer wäre, die da mit ihm auf dem auf der Parkbank saßen warum auch immer Kann ich mich ja auch anonym bei der Polizei melden und kann sagen hey Ich saß dann mit dem Jungs haben uns über Blumen und das Wetter unterhalten aber wir sind danach wieder Ja, getrennte Wiege gegangen.
Speaker 0: Also dann wüsste man okay diese zwei Männer sind nicht mit dem Mord in Verbindung zu bringen.
Speaker 0: aber das ist alles so offen und ja ungeklärt.
Speaker 1: In diesem Zusammenhang würde mich dann auch interessieren hat die Polizei dieser Frau dieser Zeugen Fotos von dem Seel vorgelegt sozusagen einen Abgleich
Speaker 0: gemacht?
Speaker 1: Weiß man auch nicht.
Speaker 0: Ich finde, ich habe keine Informationen und ich hab ja viele Informationen gefunden über diesen Fall.
Speaker 0: also auch das BKA geht da komplett ins tiefste Detail rein was auch den Tathergang angeht.
Speaker 0: aber solche einfachen Fragen kann ich nicht beantworten weil es dazu keine Infos gibt.
Speaker 1: Und weißt du ob es im Internet oder bei auf dem Polizei Websites Fotos von dem Seel gibt?
Speaker 0: Es gibt Fotos vom Seel, ja.
Speaker 0: Zeigst dir einmal eben.
Speaker 0: Jetzt müsstest du es sehen!
Speaker 1: Ja drei Fotos sehe ich da.
Speaker 0: Drei Passbilder.
Speaker 0: Ich gehe davon aus in so unterschiedlichen Jahren wobei es aussieht als lägen die sehr nah beieinander.
Speaker 1: In den neunzigerjahren.
Speaker 1: Da oben steht neunzigere Jahre.
Speaker 0: Ja,
Speaker 1: es gibt
Speaker 0: noch ein Foto online.
Speaker 0: Das werde ich auch mit reinstellen.
Speaker 0: Da sieht er wesentlich dünner aus finde ich im Gesicht.
Speaker 0: also das sind jetzt Fotos wo das Gesicht relativ ja
Speaker 1: rund wirkt
Speaker 0: fast.
Speaker 0: Er war aber wohl auch mal schlanker
Speaker 1: Aber immer Bart und Brillenträger Wie das immer so ist, da würde man nicht unbedingt sagen.
Speaker 1: Das ist ein Serienmörder.
Speaker 1: Den stufe ich mir gleich als Serien-Mörder ein.
Speaker 1: Aber das ist ja anscheinend sehr häufig der Fall dass es eben Menschen sind die sich hinter einer Fassade sehr gut verstecken können eine bürgerlichen Fassad.
Speaker 1: Worauf wir ihr auch immer hinweisen?
Speaker 1: Wir wollen versuchen Zusammenhänge von Personen heraus zu bekommen und jetzt wäre es doch mal interessant von den beiden, also das Phantombild zu nehmen und ein Foto vom Serientäter Seele.
Speaker 1: Und zu fragen hat man diese Menschen zusammengesehen?
Speaker 0: Ja!
Speaker 1: Also insofern würde ich es jetzt auch gut finden wenn wir einen Foto auf Insta usw.
Speaker 1: setzen, dass sich die Grenzgänger mal angucken können.
Speaker 1: Hat man diese Personen vielleicht irgendwann mal zusammen gesehen?
Speaker 1: in völlig normalen Situationen.
Speaker 1: Ja,
Speaker 0: das können wir gerne machen.
Speaker 1: Ja super!
Speaker 1: Weil darum geht es ja bei uns ne?
Speaker 1: Wir wollen ja versuchen noch irgendetwas herauszufinden durch Menschen die Aussagen machen können, die etwas beobachtet haben oder deren Gewissen sie nicht mehr in Ruhe lässt weil sie etwas wissen was sie bisher nicht teilen konnten.
Speaker 1: dass darum geht's ja bei und wenn wir da vielleicht ein Ansatz man weiß es nicht Aber wir sollten keine Möglichkeit außer Acht lassen.
Speaker 1: Ja
Speaker 0: richtig, da hast du recht!
Speaker 1: Hast Du denn noch andere Theorien zu diesem Fall?
Speaker 0: Ja nicht ich stecke so fest tatsächlich bei diesem Manfred.
Speaker 1: Es ist ja auch so schwierig.
Speaker 1: es ist eine Welt die wir uns gar nicht hineinversetzen können.
Speaker 1: das macht es so schwer finde ich.
Speaker 1: Das macht es so unendlich schwer und wenn selbst die Polizei schlussendlich über das Motiv keine Aussagen macht, sagt schon eine ganze Menge.
Speaker 0: Ja richtig traurig!
Speaker 1: Ja sehr traurige.
Speaker 0: Der Vater von Tristan ist mittlerweile auch verstorben Also genauso wie die Großmutter von Tristan.
Speaker 0: Und es ist so traurig, dass sie sterben mussten ohne zu wissen was mit ihrem Sohn bzw.
Speaker 0: Enkel passiert ist.
Speaker 1: Genau da haben wir wieder das Thema her.
Speaker 1: Das macht so betroffen immer.
Speaker 0: Ja stimmt.
Speaker 1: Na gut mein Schatz.
Speaker 1: nichtsdestotrotz danke ich dir, dass du den Fall vorgestellt hast und nochmal in unser aller Erinnerung gerufen hast oder für viele vielleicht auch neu.
Speaker 1: also Ich war mir das falles nicht gewusst.
Speaker 1: Also vielen herzlichen Dank dafür.
Speaker 1: und hoffentlich, hoffentlich passiert was.
Speaker 1: Und Menschen melden sich beim Bundeskriminalamt bei der Polizei, bei uns wie auch immer...
Speaker 0: Ja!
Speaker 1: ...und ich danke dir natürlich dafür dass du für Kara eingesprungen bist und dass du das noch ein paar mal mehr machen möchtest.
Speaker 1: habe ich so ein bisschen gehört?
Speaker 1: schon
Speaker 0: Ja, sehr gerne.
Speaker 0: Wenn ich da fange...
Speaker 1: Auch sehr gerne von meiner Seite!
Speaker 1: Ich finde das ganz toll.
Speaker 1: Vielen lieben Dank.
Speaker 0: Sehr gern.
Speaker 1: Sonst haben wir heute nichts mehr zu berichten und da die Kara nicht da ist heute und Kara uns ja immer ein Spruch mit auf den Weg gibt liegt es heute an mir.
Speaker 1: und ich sage hebt man den Blick so sieht man keine Grenzen.
Speaker 1: in diesem Sinne vielen herzlichen dank Jesse.
Speaker 1: Vielen herzlichen Dank, liebe Grenzkänger und bis zum nächsten Mal.
Speaker 0: Bis zum nächsten mal!
Speaker 0: Tschüss!