011 - Der letzte Begleiter
Der Fall Kristin Harder
Der letzte Begleiter
Am 11. Dezember 1991 verbringt die 28-jährige Kristin Harder einen Abend im Münchner Nachtleben. Gegen halb zwei verabschiedet sie sich vor einem Nachtcafé von ihrem letzten bekannten Begleiter. Danach verliert sich ihre Spur. Monate später werden Teile ihres Körpers an verschiedenen Orten in Bayern gefunden. Die Ermittlungen führen zu widersprüchlichen Aussagen, einem unbekannten Haar, einer rätselhaften Anruferin und Verbindungen zum Fundort - doch zu keiner Anklage. Im Zentrum steht eine Lücke von sechseinhalb Stunden, über die bis heute nichts sicher bekannt ist. Wer hat Kristin Harder getötet? Und was geschah in jener kalten Dezembernacht? In dieser Folge rekonstruieren wir Kristins letzte bekannte Stunden, betrachten die wichtigsten Spuren und sprechen darüber, warum Auffälligkeiten noch lange keine Beweise sind. Inhaltswarnung: Diese Episode behandelt das Verschwinden und den gewaltsamen Tod einer Frau sowie die Zerstückelung ihres Leichnams. Die Schilderung bleibt sachlich, kann aber belastend sein. Für sämtliche erwähnten Personen gilt die Unschuldsvermutung. Hinweise zum Fall sollten unmittelbar an die zuständigen Ermittlungsbehörden gerichtet werden.
In dieser Folge
- Wer war Kristin und was macht den Fall so besonders?
- Welche Spuren und Ermittlungsansätze wurden verfolgt?
- Wie ordnen wir die Indizien ein?
Hinweis
Diese Folge behandelt einen ungeklärten Mordfall. Thematisiert werden das Verschwinden und der gewaltsame Tod einer Frau sowie der Fund und die Zerstückelung ihres Leichnams. Die Darstellung bleibt sachlich, kann aber dennoch belastend sein. Wenn euch solche Themen belasten, hört diese Folge bitte nicht oder nicht allein.
Quellen und weiterführende Informationen
- https://www.tz.de/muenchen/stadt/das-schreckliche-ende-von-kristin-62482.html
- https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/vier-leichenteile-keine-spur-des-taeters-der-grausame-mord-an-kristin-harder-art-747504
- https://www.sueddeutsche.de/muenchen/morde-in-muenchen-drei-frauenleichen-zwei-morde-und-ein-suizid-1.736315
- https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/vier-leichenteile-keine-spur-des-taeters-der-grausame-mord-an-kristin-harder-art-747504
- https://www.stern.de/panorama/verbrechen/stern-crime/fallgeschichten/mordfall-kristin-harder-8844516.html
Deine Hinweise / Feedback
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Kapitelmarken
- 00:00 Intro
- 00:30 Begrüßung
- 05:36 Rückblick / Updates
- 08:39 Fallerzählung
- 28:54 Diskussion über den Fall
- 53:36 Schlussworte und Verabschiedung<
Speaker 2: Grenzfälle.
Speaker 2: Ein Podcast über Cold Cases, die Grenzen überschreiten, wo das Unerklärte beginnt und die Suche nach Antwort nie endet –
Speaker 1: der
Speaker 2: Podcast gegen das Vergessen.
Speaker 2: Hallo Mama!
Speaker 2: Und hallo Jesse!
Speaker 2: Hallöchen!
Speaker 1: Hallo Kara, hallo Jessie!
Speaker 1: Und gleich müssen wir
Speaker 0: lachen?
Speaker 1: Ja, gleich muss ich überlachen.
Speaker 1: Weil wir ein kleines... ja einen Unterschied werdet ihr vielleicht gehört haben?
Speaker 1: Liebe Grenzgänger hallo!
Speaker 1: Ihr werdet vielleicht eben diesen kleinen Unterschied gehört haben.
Speaker 1: Kara nennt ihre Schwester Yesi und ich als ihre Mutter die den Namen ausgesucht hat nenne sie Jessie aber du findest beides gut Schätzchen ne?
Speaker 0: Ja bei also Kara ist irgendwie einer der wenigen Menschen bei denen sich das komisch anhört, wenn sie Jesse sagt.
Speaker 0: Aber wahrscheinlich weil ich es seit zwei und dreißig Jahren höre ich Jesse aus ihrem Mund.
Speaker 0: deswegen kann er's gerne so bleiben.
Speaker 1: Ja dann belassen wir das so ne?
Speaker 2: Also wundert euch nicht liebe Grenzgänger!
Speaker 1: Bei uns müsst ihr euch über nichts wundern.
Speaker 1: sowieso sag' ich mal ganz einfach Wir können ja auch mal erzählen wo wir alle sitzen heute.
Speaker 2: Ohja
Speaker 1: Kein Heim kein Bett Hätte meine Oma jetzt gesagt, kein Heimkampett.
Speaker 2: Also ich Karra sitze an meinem gewohnten Platz.
Speaker 1: So viel Platz!
Speaker 2: Aber zu einer völlig ungewohnten Uhrzeit.
Speaker 2: es ist gleich zehn Uhr abends und das ist Stockfinster draußen was das Ganze ein bisschen gruseliger heute machen wird.
Speaker 1: Und woran liegt das?
Speaker 1: Woran liegt dass wir so spät hier
Speaker 1: sitzen?!
Speaker 1: Kannst du auch gleich erzählen?
Speaker 1: An
Speaker 0: den Kindern oder fast.
Speaker 0: Genau,
Speaker 2: an den zahlreichen Kindern die jetzt ins Bett gebracht werden müssen.
Speaker 1: Ja, Jessie und ich hatten ja angedeutet in den letzten Folgen warum du ein paar mal nicht dabei warst.
Speaker 1: vielleicht kannst du noch was dazu sagen.
Speaker 2: Ja aber wir wollten jetzt erst erzählen wo ihr sitzt.
Speaker 1: Jessi, willst du weitermachen?
Speaker 0: Ich glaube es ist einfacher.
Speaker 0: Ja wenn ich erkläre... Also ich erklär'n tu jetzt nicht das sprengt den Rahmen.
Speaker 0: Ich sitze in einer Wohnung die nicht mehr gehört.
Speaker 0: Wie soll man das denn?
Speaker 2: Du sitzt mit deiner Ferienwohnung!
Speaker 0: Ich sitze in einer Ferienwohnung.
Speaker 0: Ich will hier eigentlich gar nicht sitzen, ich will zu Hause sitzen aber das ist aktuell nicht möglich.
Speaker 0: und jetzt sitze ich ein
Speaker 2: paar Kilometer
Speaker 0: entfernt von Kara in einer anderen Wohnung.
Speaker 0: Ja und Papa wo sitzt du?
Speaker 1: Ja ich sitz' in deinem Wohnwagen!
Speaker 1: Und der steht bei den Nachbarn.
Speaker 1: Den lieben Nachbaren von Kara, die es mir überhaupt ermöglicht haben heute teilzunehmen.
Speaker 1: Die haben mir Internet besorgt, die haben alles besorgt hier und du hast mir natürlich den Wohnwagen besorgt.
Speaker 1: Der äußerst gemütlich ist!
Speaker 1: Ich werde an dieser Stelle keine Werbung für die Marke machen würde ich sonst aber ich wäre dafür noch nicht bezahlt also gibt's auch keinem Werbung hier.
Speaker 1: Aber er ist furchtbar gemütlig und luxuriös Ganz toll.
Speaker 1: Und?
Speaker 1: Dank an alle!
Speaker 2: Und ich gehe davon aus, du wirst heute den besten Sound haben mit deiner kleinen Muckelbude.
Speaker 2: Das
Speaker 1: kann natürlich sein.
Speaker 1: Ja ja das kann es sein.
Speaker 1: Wollen wir hoffen.
Speaker 2: Ja und jetzt kann ich erzählen warum wir zu so einer späten Uhrzeit hier zusammen finden.
Speaker 2: weil es aufgrund des Nachwuchses der jetzt geboren ist wurde bzw auch schon vier Wochen alt ist einfach gar nicht möglich tagsüber irgendwas gebacken zu kriegen, vor allem nicht mit noch einem dreijährigen Kind.
Speaker 2: Und die gute Yesi hat ja auch noch einen Stöpsel.
Speaker 1: Einen jährigen Stöppsel?
Speaker 2: Genau!
Speaker 2: Es muss alles irgendwie organisiert werden und jetzt schlafen alle... ...und wir können endlich eine Folge aufnehmen und endlich mal zutritt.
Speaker 2: wie schön ist das
Speaker 2: denn?!
Speaker 1: Das erste Mal und hoffentlich nicht das letzte mal.
Speaker 2: So der Plan von Mama und mir, wir wollen Jesse unbedingt ins Boot holen!
Speaker 1: Genau.
Speaker 1: Also liebe Grenzgänger wenn ihr auch zu beitragen könnt sie zu überzeugen würden wie uns sehr freuen.
Speaker 0: Ja Ich fühl mich geschmeichelt ich kau noch drauf rum
Speaker 2: Aber Leute Sie hat sich schon eigenes Mikro gekauft.
Speaker 1: Ah, ja.
Speaker 1: Ja
Speaker 2: Leute!
Speaker 1: Der erste Schritt ist
Speaker 2: gemacht.
Speaker 1: Aber heute hast du keine Story für uns Jesse?
Speaker 1: Heute ist tatsächlich Kara dran.
Speaker 2: Ich habe was vorbereitet.
Speaker 2: Bevor ich gleich starte würde ich aber fragen gibt es irgendwas an Updates oder irgendwas zu berichten aus den alten Fällen?
Speaker 2: sozusagen
Speaker 0: Von meiner Seite aus nicht.
Speaker 1: Ach so richtig in Update ist das wieder mal nicht, ich spreche wieder über meine Google Alerts die täglich reinströmen aber ja irgendwie immer unzusammenhängt.
Speaker 1: oder es ist eine Erinnerung oder es ein Bericht in irgendeiner Zeitschrift oder Medien in einer anderen Sprache und dann popt der Name dann entsprechend wieder nach oben.
Speaker 1: Das einzig Ja, Interessante war ein Bericht der betrifft die Tanja Grunn.
Speaker 1: Die ja verschwunden ist und bei der wir aber leider davon ausgehen müssen dass sie ermordet worden ist das junge Mädchen das in Maastricht studierte.
Speaker 1: Und da ist vor kurzem eine Gruppe von wie soll ich das sagen Heldsehern Routengängern Aber eine Grupe verschiedener Dort in den Nähe von Maastricht gefahren, wo man vermutet dass sie verschwunden ist.
Speaker 1: Und ja den wurde nicht gesagt wo Sie hinfahren um welchen Fall es geht.
Speaker 1: Ja aber als sie dann da waren ich denke die werden sich schon vorbereitet haben.
Speaker 1: Aber gut das ist meine Meinung.
Speaker 1: Aber dann sollten sie eben sagen worum es geht und gucken ob sie irgendwelche Hinweise geben können und übereinstimmt.
Speaker 1: haben sie dann gesagt ja die hatte so ein also es war ein Mädchen ein junges Mädchen oder eine junge Frau und hatte einen T-Shirt in deren der Farbe an.
Speaker 1: Und dann waren schon Etliche, die dabei waren höchst begeistert und enthousiastisch.
Speaker 1: was aber meiner Meinung nach – und leider muss ich sagen da es ja immer die Angehörigen gibt, die ich sehr gut verstehen kann dass sie alles versuchen um irgendwelche Hinweise zu bekommen.
Speaker 1: Aber wie gesagt irgendwo kann man sich vorbereiten Glaube ich nicht, dass da übersinnliche Kräfte am Start sind.
Speaker 1: Aber das ist ganz persönlich meine Meinung und das war eigentlich alles was dazu gibt.
Speaker 1: Die haben auch sonst keine Erkenntnisse Neue oder was weiß ich Hinweise geben können gar nichts.
Speaker 2: Ah ja!
Speaker 2: Das wollte ich grad fragen ob die Hokus-Pokos
Speaker 1: Menschen
Speaker 2: da irgendein Hinweis wenigstens
Speaker 1: nehmen.
Speaker 1: Du sagst schon ganz richtig, die Hocus-Pokus-Menschen?
Speaker 1: Ja, leider nicht
Speaker 2: Okay.
Speaker 2: Und Jesse, du sagst das auch?
Speaker 2: Du hast nichts weiter, ne?
Speaker 0: Leider nicht!
Speaker 1: Gut...
Speaker 2: Ich würde sagen ich leg los wird vielleicht ein bisschen länger.
Speaker 2: Gut
Speaker 1: sehr gerne.
Speaker 1: was wird es heute?
Speaker 2: Vielleicht ein bisschen Länger aber du hast ja schon
Speaker 0: dein Pyjama an Mama.
Speaker 0: alles richtig gemacht.
Speaker 0: wir sind
Speaker 1: mitten in der Nacht okay wir machen durch kein Ding
Speaker 2: los geht's.
Speaker 2: Ich erzähle euch heute von einem Fall, wie wir ihn bisher noch nicht
Speaker 1: hatten
Speaker 2: und ihr werdet noch früh genug feststellen was den Unterschied ausmacht.
Speaker 2: Deshalb will ich euch gar nicht lange auf die Folter
Speaker 1: spannen!
Speaker 2: Menschen trinken, reden, lernen sich kennen.
Speaker 2: Auch Christine Haader verbringt den Abend im Münchner Nachtleben.
Speaker 2: Sie besucht ein Lokal und erhält sich mit einem Mann und fährt mit ihm anschließend in einen Nachtcafé.
Speaker 2: Gegen halb zwei in der Nacht trennen sich ihre Wege.
Speaker 2: Christine soll gesagt haben sie wolle noch ins Schumanns doch dort kann sich später niemand daran erinnern sie gesehen zu haben.
Speaker 2: Es ist das letzte bekannte Lebenszeichen einer achtundzwanzigjährigen Frau, deren Schicksal die Münchner Polizei über Jahre hin beschäftigen wird.
Speaker 2: Monate nach ihrem Verschwinden werden Teile ihres Körpers gefunden an unterschiedlichen Orten – der Täter wird nicht gefasst!
Speaker 2: Zurückbleiben ein letzter Begleiter widersprüchliche Aussagen, einen H ohne genetische Übereinstimmung eine anonyme Anruferin und eine entscheidende Lücke von wenigen Stunden.
Speaker 2: Bevor ich richtig in den Fall einsteige, ein paar wichtige Hinweise.
Speaker 2: Diese Folge behandelt einen ungeklärten Mordfall – thematisiert werden das Verschwinden und der gewaltsame Tod einer Frau sowie der Fund- und die Zerstückelungen ihres Leichnahms.
Speaker 2: Die Darstellung bleibt sachlich kann aber dennoch belastend sein.
Speaker 2: Wenn euch solche Themen belasten, hört diese Folge bitte nicht oder nicht allein!
Speaker 2: Einige Angaben unterscheiden sich aber nach Quelle.
Speaker 2: Das betrifft insbesondere die anonymisierten Namen des letzten Begleiters von Christine, die genaue Zahl der gefundenen Körperteile und einzelne forensische Details.
Speaker 2: Einige Berichte enthalten Schilderung von Zeugen- und Ermittlern, deren vollständige Originalakten mir natürlich nicht vorlagen.
Speaker 2: Wo diese Angaben über den gesicherten Kern hinausgehen, kennzeichne ich sie ausdrücklich als berichtet und nicht als bewiesen.
Speaker 2: Und zu guter Letzt noch!
Speaker 2: Gegen den letzten Begleiter kam es nach der hier zugrunde gelegten Quellenlage zu keiner Anklage und keine Verurteilung.
Speaker 2: Für ihn gilt also die Unschuldsvermutung.
Speaker 2: Sie stammt aus Vancouver in Kanada, lebt Anfang der neunziger Jahre in München.
Speaker 2: Berichten zur Folge spricht sie fünf Sprachen fließend.
Speaker 2: In München besucht sie eine Sprachschule, an der sie eine Übersetze Ausbildung macht und wohnt in einer kleinen Wohnung im Stadtteil Gern.
Speaker 2: Die überlieferten Beschreibungen zeigen eine junge Frau die selbstständig lebt und das Münchner Nachtleben kennt.
Speaker 2: Der Türsteher des Lokals Frunzberg erinnert sich später, dass Christine dort gelegentlich vorbeigekommen sei – häufig allein!
Speaker 2: Solche Beschreibung sollen aber nicht darüber hinwegtäuschen, worum es in diesem Fall
Speaker 2: geht.".
Speaker 2: Es geht nämlich nicht darum, warum Christine nachts ausging mit wem sie sprach oder wie viel sie trank.
Speaker 2: Nichts davon macht sie verantwortlich für das Verbrechen, dass an ihr begangen wurde.
Speaker 2: Es geht darum ihren letzten bekannten Weg so genau wie möglich zu rekonstruieren und dieser Weg beginnt am gewöhnlichen Abend des elften Dezember dekundneunzig.
Speaker 2: Im Frunsberg kommt Christine mit einem Mann ins Gespräch.
Speaker 2: Die Darstellung in den Berichten beschreiben ihn als schlank und attraktiv.
Speaker 2: In verschiedenen Veröffentlichungen erhält er unterschiedliche Namen und Initialen, mindestens ein Bericht weist ausdrücklich darauf hin dass der verwendete Name geändert wurde – ich nenne ihn deshalb nur dem Begleiter bzw letzten Begleitern wie die Folge halt auch.
Speaker 2: Christine und ihr Begleitter sind also im sogenannten Frunzberg der Münchner Innenstadt weiterzuziehen.
Speaker 2: Sie trinkt Wein, er weiß
Speaker 2: Bier.".
Speaker 2: Christine so etwas beschwipst und anhänglich gewirkt haben.
Speaker 2: Auch diese Beschreibung stammt aus späteren Aussagen – denkt also daran, dass es sich nicht um eine objektive Feststellung über Christians Zustand handelt und erst recht keine Erklärungen für das ist was anschließend geschieht.
Speaker 2: Gegen halb zwei in der Nacht verabschieden sich die beiden voneinander.
Speaker 2: nach Aussagen ihres Begleiters wollen sie in Kontakt bleiben.
Speaker 2: Christine habe außerdem erzählt, sie würde noch weiter ins Schumanns eine weitere Lokalität ziehen.
Speaker 2: Die Polizei wird später das Personal dieser Cocktailbar befragen.
Speaker 2: Niemand kann bestätigen, dass Christine dort angekommen ist.
Speaker 2: Damit endet die Spur!
Speaker 2: Niemand weiß sicher ob Christine tatsächlich zum Schumans wollte?
Speaker 2: Niemand weiss, ob sie ihr Ziel
Speaker 2: änderte?!
Speaker 2: Niemand Weiß, ob Sie unterwegs jemand anderem begegnete?
Speaker 2: Und niemand weiß, ob die Darstellung ihres Begleiters vollständig und korrekt war.
Speaker 2: Außer er selbst!
Speaker 2: Was man aber weiß – nach dem Abschied von ihrem Begleiter wird Christine nicht mehr lebend gesehen.
Speaker 2: Schon am nächsten Morgen klingelt in Christians Wohnung das Telefon.
Speaker 2: Ein Verbindungsnachweis zeigt dass der letzte Begleitter gegen acht Uhr morgens also ungefähr sechs einhalb Stunden nach dem Abstieg angerufen haben soll.
Speaker 2: Christine's Telefonnummer soll er als Kurzwahl in seinem Büroapparat gespeichert haben.
Speaker 2: Niemand nimmt ab!
Speaker 2: In den folgenden Tagen ruft er wiederholt an, der Darstellung zufolge durchschnittlich zweimal täglich – am dreizehnten Dezember, am vierzehnten, am fünfzehnte, am sechzehten und am siebzehnden.
Speaker 2: Er sucht Christine offenbar auch an ihrer Sprachschule.
Speaker 2: Dort bittet er angeblich um ihre Anschrift, obwohl er diese bereits gekannt haben
Speaker 2: soll.".
Speaker 2: Wie sind diese Handlungen zu verstehen?
Speaker 2: Als Sorge, als Versuch erneut Kontakt aufzunehmen oder etwas anderes.
Speaker 2: Am siebzehnten Dezember erreicht der Mann schließlich Christinsfreunden Claudia K. unter Christiansnummer.
Speaker 2: Fünf Tage nach Kristines verschwinden betritt Claudia die kleine Wohnung ihrer Freundin.
Speaker 2: Die Wohnungstür ist berichten zufolge nur zugezogen
Speaker 1: –
Speaker 2: die Balkon-Tür steht offen.
Speaker 2: Draußen herrschen etwa minus zwanzig Grad.
Speaker 2: Auf dem Balkon steht Suppe, vermutlich zum Abkühlen.
Speaker 2: Auf den Herd befinden sich Fleisch und Bohnen – eine Flasche Rotwein ist geöffnet, daneben steht ein halbvolles Glas.
Speaker 2: Es wirkt wie ein unterbrochener Alltag … Wie eine Wohnung die jemand nur für kurze Zeit verlassen
Speaker 2: wollte.".
Speaker 2: Als Claudia einen der Anrufe entgegennimmt berichtet der Mann von der gemeinsamen Nacht mit Christine .
Speaker 2: Er nennt seinen Namen zunächst nicht!
Speaker 2: Er habe eine feste Freundin erklärt er und ihm sei unangenehm, dass er abends eine andere Frau kennengelernt habe.
Speaker 2: Trotzdem ruft er immer wieder an.
Speaker 2: Er fragt ob Christine zurückgekehrt sei – wie die Suche verlaufe und was die Polizei unternehme?
Speaker 2: Auf Claudias Wunsch nimmt er sogar Kontakt zu Christians Mutter in Spanien auf.
Speaker 2: Claudia hält die Verbindung aufrecht!
Speaker 2: Sie will den Kontakt zu dem letzten Menschen nicht verlieren, der Christine nachdem damaligen Kenntnis stand zuletzt lebend gesehen hat.
Speaker 2: Irgendwann behauptet Claudia sie habe seine Stimme aufgenommen.
Speaker 2: danach brechen die Gespräche ab.
Speaker 2: Der Mann meldet sich bei der Polizei und macht eine Aussage zum Abend des Verschwindens.
Speaker 2: Einige Monate später Nach dem Fund der leichen Teile von Christine wird er erneut befragt.
Speaker 2: Die Ermittlungen führen zu keinem Ergebnis.
Speaker 2: Am elften April, für vier Monate nach Christins verschwinden wird im Bahnhofswald bei Neubieberg ein Müllsack entdeckt.
Speaker 2: Darin befindet sich ein Teil eines menschlichen Körpers.
Speaker 2: Die Berichte beschreiben den Fund nicht einheitlich – teilweise ist von einem Frauenfuß die Rede, ausführlichere Darstellungen nennen ein vollständiges linkes Bein das am Knie weiter zerteilt worden war.
Speaker 2: Der Fund wird Christine Hader zugeordnet.
Speaker 2: Nun steht fest, aus dem vermissten Fall ist ein Tötungsdelikt geworden.
Speaker 2: Am vierzehnten August, twohneunzig wird ein weiteres Körperteil gefunden – ein rechter Unterarm im Bereich eines Iserkraftwerks bei Landshut.
Speaker 2: Die bekannten Fundorte liegen mit über hundert Kilometern weit auseinander.
Speaker 2: Ein Fundort ist nicht automatisch der Tatort.
Speaker 2: Der Wald bei Nobibberg kann ein Ablageort gewesen sein, der Arm in der Isar kann an einer ganz anderen Stelle ins Wasser gelangt sein.
Speaker 2: Wo Christin getötet wurde lässt sich daraus Nicht ableiten.
Speaker 2: Auch über die Behandlung ihres Körpers gibt es Unklarheiten.
Speaker 2: Mehrere Berichte sprechen davon dass Körperteile tiefgekühlt und der Leichnah mit einem Werkzeug zerteilt worden sei.
Speaker 2: Die genaue Reihenfolge wird nicht einheitlich wieder gegeben.
Speaker 2: Einige Veröffentlichungen sprechen außerdem von vier leichen Teilen, während andere hauptsächlich das Bein und den Unterarm beschreiben.
Speaker 2: Deshalb bleibe ich bei dem was sich aus den Quellen sicher sagen lässt – mindestens zwei gefundene Extremitäten wurden Christine zugeordnet, ihr Körper war zerteilt worden und der eigentliche Tatort wurde öffentlich nicht zweifelsfrei festgestellt.
Speaker 2: Jahre später wird eine Zeugenaussage bekannt die den Wald bei Neubieberg erneut in den Mittelpunkt rückt.
Speaker 2: Ein Ermittler, der Cold Case ist neu aufrollt, findet einen Zeugen, der zwischen dem zehnten und dem zwanzigsten Dezember, nineteenundneunzig ein Mann in einem Wäldchen gesehen haben will.
Speaker 2: Der Mann sei ungefähr fünfundzwanzig bis vierzig Jahre alt und schlank gewesen.
Speaker 2: Er habe einen offensichtlich schweren blauen Möhlsack aus einem Kleintransporter geholt und in den Wald getragen.
Speaker 2: Der Zeuge erinnert sich an die Szene, weil er zunächst an illegale Müllentsorgung dachte und sogar erwogen habe Anzeige zu erstatten.
Speaker 2: Doch der genaue Tag ist ihm nicht mehr bekannt – und die Beschreibung ist allgemein!
Speaker 2: Sie reicht nicht aus um eine bestimmte Person zu identifizieren.
Speaker 2: Trotzdem wird sie für die Ermittlung interessant.
Speaker 2: Der letzte Begleiter arbeitete laut Berichten bei einem Autohändler und hatte beruflich Zugriff auf Kleintransporter.
Speaker 2: Als Abteilungsleiter habe er Fahrzeuge teilweise auch ohne Eintrag ins Fahrtenbuch nutzen können.
Speaker 2: Das klingt zunächst wie eine mögliche Verbindung, aber eine Möglichkeit ist noch kein Beweis – der Zeuge identifizierte den Mann nach dem vorliegenden Material nicht eindeutig.
Speaker 2: Auch es nicht belegt was sich in dem Müllsack befand.
Speaker 2: Die Beobachtung bleibt deshalb ein Ermittlungsansatz und keinen Tatnachweis.
Speaker 2: Nach der Wiederaufnahme des Fals fällt den Ermittlern offenbar noch etwas auf.
Speaker 2: Der letzte Begleiter soll zunächst bestritten oder verschwiegen haben, den späteren Fundort in Neubiberg zu kennen.
Speaker 2: Es wird jedoch von mehreren Verbindungen in diese Gegend berichtet – der Bruder seiner damaligen Partnerin habe nicht weit vom Wald entfernt gelebt.
Speaker 2: Fotos sollen belegen, dass der letzte Beleiter dort an Familienfeiern
Speaker 2: teilnahm.".
Speaker 2: Seine Partnerin arbeitete demnach ebenfalls in Neubieberg und wurde von ihm mehrfach abgeholt.
Speaker 2: Von ihrem Arbeitsplatz bis zur Fundstelle seien es nur wenige Minuten zu Fuß gewesen.
Speaker 2: Hinzu kommt eine weitere auffällige Angabe, aus der Garage des Buddhas soll nach dessen Rückkehr aus dem Shi-Wilob eine Kettensäge gefehlt haben – bis heute sei ungeklärt wie sie verschwunden war!
Speaker 2: Das sind Details die in einer Erzählung stark wirken Doch sie dürfen nicht zu einer scheinbar lückendosen Geschichte zusammengesetzt werden.
Speaker 2: Es liegt kein öffentlich dokumentierter, forensischer Nachweis vor, dass diese Säge bei der Tat verwendet wurde.
Speaker 2: Ebenso wenig ist öffentlich bekannt das der letzte Begleiter Sie genommen haben soll!
Speaker 2: Die Nähe zu einem Ort ist also kein Tatbeweis – Der Zugang zum Fahrzeug ist auch kein Tat-Beweis und ein verschwundenes Werkzeug ist ohne belastbare Verbindung zum Opfer ebenfalls kein Beweis.
Speaker 2: Diese Umstände erklären lediglich, warum Ermittler genauer hinsahen.
Speaker 2: Sie beweisen nicht wen sie vor sich hatten.
Speaker 2: Zwei Tausend Drei wurde der Fall erneut aufgerollt.
Speaker 2: Der letzte Begleiter wird wieder vorgeladen Allerdings nur als Zeuge.
Speaker 2: Die Befragung dauert diesmal erheblich länger.
Speaker 2: Dabei sollen Ermittlern Widersprüche zum Abend des Verschwindens von Christine in seinen Aussagen festgestellt haben.
Speaker 2: Zunächst habe er gesagt, der Wechsel in ein anderes Lokal sei seine Idee gewesen.
Speaker 2: Später soll er das Gegenteil behauptet
Speaker 2: haben.".
Speaker 2: Anfangs habe er angedeutet, Christine habe sich in ihn verliebt.
Speaker 2: In einer späteren Version habe er sagt, sie habe ihn lediglich als billiges Taxi in die Innenstadt benutzen wollen.
Speaker 2: Außerdem habe er von einem älteren Mann berichtet, der Christine seiner Gegenwart angesprochen habe – an dessen Aussehen habe er sich jedoch nicht erinnern können!
Speaker 2: Solche Abweichungen können unterschiedliche Ursachen haben, entweder Erinnerungslücken, nachträgliche Rechtfertigung, Missverständnisse oder aber bewusste Unwahrheiten.
Speaker 2: Auch die damalige Partnerin vom letzten Begleiter wird befragt.
Speaker 2: Auf die Frage ob sie irgendwann mal gemeinsam in dem Weltchen spazieren gewesen sein, bittet sie den Bericht zufolge um Bedenkzeit.
Speaker 2: Ermittler vermuten dass sie Angst habe.
Speaker 2: Die Frau äußert sich auch zu einem späteren Zeitpunkt nicht.
Speaker 2: Damit fehlt auch hier die entscheidende Aussage, was wusste sie?
Speaker 2: Wovor hatte sie möglicherweise Angst und wäre ihre Antwort überhaupt für das Verbrechen relevant gewesen?
Speaker 2: Wir wissen es nicht!
Speaker 2: Unter den öffentlich beschriebenen Spuren ist eine besonders konkret ein H, dass am gefundenen Bein entdeckt worden sein soll.
Speaker 2: Die Ermittler lassen es mit der DNA des letzten Begleiters vergleichen.
Speaker 2: Doch die DNA stimmt nicht überein, das Haar stammt nicht von dem untersuchten Mann.
Speaker 2: Dieser Befund ist für ihn demnach entlastend – aber nur hinsichtlich dieser konkreten Spur.
Speaker 2: Er beweist nicht wer Christine getötet hat und er beantwortet auch nicht sämtliche Fragen zum letzten
Speaker 2: Beleiter.".
Speaker 2: Er zeigt lediglich, dass die erwartete genetische Verbindung durch dieses Haar nicht hergestellt werden konnte.
Speaker 2: Bericht nach werden trotzdem Wohnung und Keller des Mannes – also des letzten Begleiters – durchsucht.
Speaker 2: Etwas Belastendes wird dabei nicht öffentlich bekannt.
Speaker 2: Es gibt keine Anklage, kein Prozess, keine Verurteilung.
Speaker 2: Dann gibt es noch einen Anruf Eine unbekannte Frau meldet sich bei der Polizei.
Speaker 2: Sie behauptet das Haus zu kennen in dem Christin getötet worden sei.
Speaker 2: Das mögliche Mordhaus soll am Rand eines Waldes im Südosten Münchens liegen.
Speaker 2: Möglicherweise im Raum Haar, Vaterstätten oder Neubiberg.
Speaker 2: Doch die Frau nennt offenbar keine überprüfbaren Einzelheiten – das Gespräch endet nach kurzer Zeit.
Speaker 2: Wer war sie?
Speaker 2: Eine Zeugin, die plötzlich Angst bekam eine Person, die nur Gerüchte kannte Oder eine Trittbeitfahrerin.
Speaker 2: Berichte deuten an Die Polizei habe den Hinweis ernst genommen.
Speaker 2: Ein öffentlich dokumentierter Durchbruch folgte aber nicht, die Identität der Anruferin blieb ungeklärt und ein Haus wurde nicht zweifelsfrei als Tatort bestätigt.
Speaker 2: Wenn man alle bekannten Hinweise nebeneinander legt entsteht ein irritierendes Bild.
Speaker 2: Der letzte Begleiter war nach den vorliegenden Berichten der letzte bekannte Mensch an Christians Seite.
Speaker 2: Er rief bereits am nächsten Morgen an und anschließend immer wieder.
Speaker 2: Er soll seinen Namen zunächst verschwiegen haben.
Speaker 2: Einzelne seiner späteren Aussagen wären als widersprüchlich beschrieben und es gab Verbindung nach Neubieberg zum Umfeld des Fundworts, er hatte möglicherweise Zugang zu Fahrzeugen die auf eine Zeugenschilderung passen könnten aber auf der anderen Seite steht Der Zeuge aus dem Wald konnte kein Täter eindeutig identifizieren.
Speaker 2: Der Zusammenhang mit der verschwundenen Kettensäge ist nicht bewiesen.
Speaker 2: Bei den Durchsuchungen wurde öffentlich nichts Belastendes bekannt, die DNA des Haars stimmt nicht überein.
Speaker 2: ein eindeutiger Tatort fehlt.
Speaker 2: es gab keine Anklage und keine Verurteilung.
Speaker 2: Es ist eine Ansammlung von Auffälligkeiten offenen Fragen und möglichen Verbindungen Mit Lücken an genau den Stellen an denen ein Strafverfahren belastbare Antworten benötigt hätte.
Speaker 2: Der Kern dieses Fals lässt sich also auf eine Leerstelle reduzieren.
Speaker 2: Gegen halb zwei soll Christine Haader vor dem Nachtcafé von ihrem Begleiter Abschied genommen haben.
Speaker 2: Um acht Uhr am nächsten Morgen ruft er bei ihr an, dazwischen liegen ungefähr sechs einhalb Stunden.
Speaker 2: Sechs einhalb
Speaker 2: Std.,
Speaker 2: über die öffentlich nichts sicher bekannt ist!
Speaker 2: Wir wissen nicht welchen Weg Christine nahm, wir wissen nicht ob sie im Schumanns ankam , wir wissen NICHT ob sie jemanden traf.
Speaker 2: Wir wissen nicht, wo sie getötet wurde.
Speaker 2: Und wir wissen nicht wie ihre sterblichen Überreste nach Neubieberg und in die Isar bei Landshut gelangten.
Speaker 2: Die Fundorte zeigen lediglich was mit ihr geschehen war – sie zeigen nicht wer dafür verantwortlich war.
Speaker 2: Christine Haader war achtundzwanzig Jahre alt.
Speaker 2: Sie war Kanadierin, lebte in München, lernte Sprachen und bewegte sich selbstständig durch eine Stadt, die für sie zu einem Zuhause geworden war.
Speaker 2: Wenn über ihren Fall erzählt wird, dann oft in Verbindung mit dem letzten Begleiter.
Speaker 2: Doch eigentlich sollte im Mittelpunkt Christine stehen!
Speaker 2: Eine Frau verschwand nach einer Nacht in München, Monate später wurden Teile ihres Körpers an verschiedenen Orten gefunden.
Speaker 2: Mehr als drei Jahrzehnte später fehlt nach der hier ausgewerteten öffentlichen Quellenlage noch immer eine Antwort auf die wichtigste Frage – wer hat Christine Hader getötet?
Speaker 2: Der Fall Christine Haader ist deshalb nicht die Geschichte eines bekannten Täters, der davon gekommen ist.
Speaker 2: Es ist eine Geschichte eines Verbrechens dessen Täter öffentlich nicht festgestellt wurde.
Speaker 2: Somit gilt wie in all unseren Fällen wenn Personen, die damals im Umfeld des Frunzbergs des Nachtcafés des Schumans oder Neubiberg lebten oder arbeiten noch sachdienliche Informationen besitzen sollen sie sich unmittelbar an die zuständigen
Speaker 0: Ermittlungsbehörden
Speaker 1: wenden.
Speaker 1: Das war's.
Speaker 1: Ja, mir fragen als etwas anderes bei mir im Kopf momentan schreckliches Schicksal davon mal ganz abgesehen.
Speaker 1: aber ja es wäre zu einfach jetzt gleich zu sagen ne?
Speaker 1: Der letzte Begleiter natürlich war der das ja.
Speaker 1: die Neigung hat man ja schnell aber das wäre so einfach.
Speaker 1: das kann man nicht einfach so machen.
Speaker 1: Aber ich weiß nicht hast du eigentlich Was ganz sachliches.
Speaker 1: Hast du zum Beispiel einen Screenshot von dem Weg, den Christine hätte gehen müssen?
Speaker 1: vom Funtzberg hieß glaube ich das erste was sie gesagt hatte zum Schumanns wo sie angeblich hin wollte?
Speaker 1: Ist es ein Weg zu Fuß oder ist das ein Weg die man mit einem Taxi oder mit einem Bus machen muss.
Speaker 1: Ich weiß ja die Entfernung jetzt nicht ungefähr und wo sie da vorbeikommen müsste, hätte kommen müssen.
Speaker 2: Nee hab ich nicht.
Speaker 2: Ich weiss auch nicht ob man das noch nachvollziehen kann, ob die Cafés noch so heißen aber ich schau mal auf die Schnelle.
Speaker 1: Ja erstmal Jesse dazu zu deinen Gedanken behege ich hier mit meinen Fragen loslege.
Speaker 0: Ja ich neige leider immer dazu mich auf irgendwas zu versch... Deifen und das ist jetzt in diesem moment eben dieser letzte Begleiter.
Speaker 0: Ich gehe gerade nochmal meine, mein Notizenzettel durch.
Speaker 0: ich habe ja fleißig mitgeschrieben.
Speaker 0: Es deutet alles darauf hin meiner Meinung
Speaker 1: nach dass
Speaker 0: Dieser Mann Mit dem sie zuletzt gesehen wurde oder der zuletzt mit ihr zusammen
Speaker 1: war
Speaker 0: auch Den mort begangen hat.
Speaker 0: ich finde er sprecht ziemlich viel für
Speaker 2: vollkommen verständlich.
Speaker 2: Deswegen habe ich auch am Anfang gesagt, die Folge ist vielleicht ein bisschen anders als... ...die anderen, die wir bisher hatten.
Speaker 2: Weil es doch irgendwie schwer vorzustellen ist nach diesen Berichten das erst nicht war sagen wir so.
Speaker 0: Ja weil ich mein allein dass die mitten also Nachmittag Nacht ja noch zusammen
Speaker 1: waren
Speaker 0: Und dann ruft er sie um acht Uhr morgens
Speaker 2: wieder an.
Speaker 0: Wer macht denn so was?
Speaker 1: Na ja, und Sie wollte noch weiterziehen!
Speaker 1: Ja es war halb zwei, als Sie sich getrennt haben und Sie wollten noch weiter ziehen.
Speaker 1: Da ruft man nicht um acht oder morgens an.
Speaker 1: das sehe ich auch alles.
Speaker 1: Das finde ich auch sehr merkwürdig.
Speaker 1: Wenn er jeden Tag zweimal angerufen hat... ...das für mich echt nicht darauf hin, dass er für Sorge oder was weiß ich.
Speaker 1: Oder wollte sie wiedersehen?
Speaker 1: Sondern er wollte irgendwelche Spur legen von wegen.
Speaker 1: Ich kann es nicht gewesen sein!
Speaker 1: Ich weiß von nix her...
Speaker 0: Ja und er kannte ja auch ihre Adresse wenn ich das richtig verstanden habe.
Speaker 0: und dann ruft er aber am zwölften dreizehn vierzehn fünfzehn bis zum sechzehnten an anstatt einfach mal wenn er sich wirklich Sorgen gemacht hätte, anscheinend einfach vorbeizufahren und vielleicht auch bei den Nachbarn zu klingeln und nachzufragen ob sie irgendwer gesehen hat und dann direkt die Polizei einzuschalten.
Speaker 0: Aber so hat er ja fünf Tage oder was darauf gewartet bis er jemanden bei
Speaker 2: ihr erreicht hat?
Speaker 1: Ja ich finde sowieso alles merkwürdig.
Speaker 1: Die haben eine Nacht zusammen da ein bisschen verbracht sage ich mal Und er ist in einer festen Beziehung.
Speaker 1: macht man dann so einen Theater dahinter hier?
Speaker 1: Ich weiß es nicht.
Speaker 0: Aber das weiss man ja auch nur von ihm, oder?
Speaker 0: Also nur er sagt ja dass die sich kennengelernt haben an dem
Speaker 2: Abend.
Speaker 2: Ja.
Speaker 1: Meinst du sie kannten sich schon länger?
Speaker 2: Weil
Speaker 0: naja es könnte ja auch sein... Die kannten Sie schon länger.
Speaker 0: vielleicht hatten die eine Affäre oder irgendwas oder sie wollte mehr eher nicht und dann hat er in der Nacht beschlossen Das ganze zu beenden.
Speaker 2: Also wenn die eine Affäre gehabt haben sollten waren sie wahrscheinlich aber nicht vorher in diesem Frunzberg oder so, weil der Türsteher sich ja genau an die Christine erinnern konnte, weil sie öfter da war und aber alleine nicht hinter der Begleitung von ihm.
Speaker 2: also vielleicht sind die dann nicht ausgegangen, aber ist natürlich eine Theorie klar.
Speaker 0: Ja, vielleicht haben Sie es vorher richtig geheim gehalten?
Speaker 1: Möglich.
Speaker 0: und waren an dem Abend dann vielleicht doch etwas ... ja, unvorsichtig sozusagen.
Speaker 1: Möglich!
Speaker 1: Ich habe aber noch mal eine Frage zu der Freundin Claudia.
Speaker 1: war das, ne?
Speaker 1: Die hatte ja mit dem letzten Begleiter Kontakt... Und dann hab ich das richtig verstanden dass sie dann zu ihm gesagt hat am Telefon, ich hab deine Stimme aufgenommen
Speaker 2: Genau.
Speaker 2: Und
Speaker 1: er daraufhin den Kontakt abgebrochen hat?
Speaker 1: Ja,
Speaker 2: aber sich dann bei der Polizei gemeldet hat um eine Aussage zum letzten Abend zu machen sozusagen.
Speaker 1: und er hat sich bei der Polizei gemeldete ohne dass jemand an ihn herangetreten wäre.
Speaker 1: Der ist da hingegangen hat gesagt hallo ich möchte eine Aussorge machen
Speaker 2: so ist das aus dem berichten zu lesen ja
Speaker 1: doch eigenartiges Verhalten alles finde ich.
Speaker 1: Was ich
Speaker 0: auch komisch finde, da muss ich aber noch mal nachfragen.
Speaker 0: Vielleicht habe ich das nicht ganz mitbekommen.
Speaker 0: Die Wohnung von ihr wurde dann durchsucht und man hat eine Suppe zum Abkühlen oder was auch immer einen Topf mit Suppe auf dem Balkon gefunden okay?
Speaker 0: Aber Essen aufm Herd ein Topf Wohnen und irgendwas noch.
Speaker 2: Ihr Wohnung wurde nicht durchsuchst sondern die Freundin hat sich Sorgen gemacht und ist zu ihr nach Hause.
Speaker 1: Aber das war doch schon fünf Tage später.
Speaker 1: War dieses Essen, war das schon schlecht?
Speaker 1: War das schon angegammelt oder war es so dass erst ein Tag vorgekocht wurde?
Speaker 1: Ich
Speaker 2: befürchte wenn die Terrassentür fünf Tage Aufstand bei minus zwanzig Grad draußen ist, dass das Essen nicht so schnell schlecht wird.
Speaker 2: aber zum Zustand des Essens kann ich nichts sagen.
Speaker 0: Ist Ihre Wohnung im Erdgeschoss gewesen?
Speaker 0: Das weiß ich
Speaker 2: nicht, das kann ich nicht sagen
Speaker 0: Weil wenn die Tür offenbar und das ist...
Speaker 2: Nee, Balkon-Tür.
Speaker 0: Ach so, Balkontür, das heißt okay.
Speaker 2: Ja genau, mindestens.
Speaker 2: Mindestens erster Stopp.
Speaker 1: Wer lässt bei minus zwanzig Grad, wenn er ausgeht und weiß dass er erst nach Stunden wahrscheinlich zurückkommen wird?
Speaker 1: Wer lässt da die Balkontüber minus zwantig Grad offen?
Speaker 1: Wer lesst Essen?
Speaker 1: Ja gut.
Speaker 1: Essen kann man vielleicht mal stehen lassen aber nee.
Speaker 2: Das konnte ich auch nicht einordnen.
Speaker 2: also finde ich auch sehr merkwürdig.
Speaker 1: ja Hat die Freundin das dann weggeräumt oder hat später die Polizei das da auch noch so vorgefunden?
Speaker 1: Weiß
Speaker 2: ich nicht.
Speaker 2: Die wird es nicht weggeräumt
Speaker 0: haben und damit könnte sie ja Spuren verwischen.
Speaker 1: Hat die Freundin sich denn auch bei der Polizei
Speaker 1: gemeldet?!
Speaker 2: Ja, ja, ja!
Speaker 2: Die wurde vermisst... Also... Die
Speaker 1: Freundin hat die Vermisstenanzeige aufgegeben nachdem sie die Wohnung so vor gefunden hatte.
Speaker 2: Ob sie das jetzt konkret war, weiß ich nicht.
Speaker 2: Auf jeden Fall waren es ihre beste Freundin und ich denke mal die wird sich mit Eltern weiteren Freunden auf die Suche gemacht haben gemeinsam und dann festgestellt haben oder die Vermisstenanzeige aufgegeben haben.
Speaker 2: ja.
Speaker 0: Weißt du welchen Beruf der Begleiter nachgegangen ist?
Speaker 0: Also du hattest gesagt Abteilungsleiter und Zugang zu Transportern.
Speaker 0: aber was genau der gemacht hat?
Speaker 0: weißt man das?
Speaker 1: Wartest du was vom Autohaus gesagt oder?
Speaker 2: Ja, das war also das war... ...九zehnundneinundneunzig.
Speaker 2: Auf jeden Fall passte das in die Zeit.
Speaker 2: ja aber der hat später einen anderen Beruf um Haus geübt dabei.
Speaker 1: Aber zu dem Zeitpunkt hatte er Zugang eben zu diesem...
Speaker 2: Also der war vier Jahre leiter in so einem... Ich weiß nicht ob es direkt ein Autohaus ist, aber wo es um um Transporter ging.
Speaker 1: Ja, aber nichts mehr zu tun sind.
Speaker 1: Alles ist keine.
Speaker 1: Alles keine Beweise.
Speaker 1: Man kann ja einem Menschen auch nicht verdenken, es kam nachher zur Sprache dass er mal eine Freundin da in der Gegend gehabt hat wo Leichenteile gefunden wurden oder wo jemand eben eine Person was war das Lieferwagen?
Speaker 1: Oder was auch immer Kleintransporter gesehen hatte.
Speaker 1: Das kann man... Ja, auch nicht verdenken wenn der das der Polizei vielleicht nicht erzählt dass er in die Gegenkontakte hat.
Speaker 1: Wenn er befragt wird weil er Angst hat verdächtigt zu werden.
Speaker 1: Das gibt es ja auch durchaus.
Speaker 1: Dass Menschen dann sowas verschweigen.
Speaker 1: Nicht nur weil sie ein schlechtes Gewissen haben oder weil sie was verduseln wollen sondern weil sie Angst haben ungerechtfertigt, verdächtig zu werden.
Speaker 1: Also das ist auch alles möglich sage ich mal obwohl ich auch wie Jesse da schon gesagt habe dazu neige ihn als den letzten Begleiter als sehr verdäftig anzusehen.
Speaker 2: Da seid ihr ja nicht die einzigen.
Speaker 2: der Ermittler der den Coldcase sozusagen wieder aufgenommen hat es auch fest davon überzeugt dass er der letzte Begleitter der Täter ist.
Speaker 2: Es fehlt nur ein belastbarer Hinweis.
Speaker 1: Ja,
Speaker 0: die Frage ist was es mit diesem Haar auf sich hat das da gefunden wurde ne?
Speaker 0: Das Haar an dem Bein.
Speaker 0: ich habe schon als du das erzählt hast hab' ich gedacht.
Speaker 0: Habe ich irgendwie gedacht ja dann der hat damit Absicht irgendein fremdes Haar mit reingelegt in die Tüte.
Speaker 1: Kann man dem durchaus zutrauen, dass einer der Anruft morgens dann und jeden Tag anruft und diese Dinge von selbst zur Polizei geht.
Speaker 1: Würde direkt da reinpassen!
Speaker 1: Muss ich Jesse recht geben?
Speaker 2: Ja kann doch auch sein.
Speaker 2: Und was sich auch noch so auffällig finde ist also... Dass die damalige Freundin sich überlegen musste ob sie etwas aussagt oder nicht.
Speaker 1: Und bis heute nicht ausgesagt hat.
Speaker 2: Entweder hat dieser Typ irgendwas mega-furchteinflößendes oder ...
Speaker 1: Das sagt ja auch schon viel.
Speaker 1: Manipulierendes
Speaker 2: an sich, ähm... Oder natürlich ist er unschuldig und sie wollte ihn dann nicht reinreiten.
Speaker 2: Klar!
Speaker 2: Das Szenario gibt's
Speaker 1: auch.
Speaker 1: Ja.
Speaker 0: Und er hatte es eher sogar erzählt.
Speaker 1: Du meinst das, dass Sie Mitwisserin wäre?
Speaker 0: Ja und sie aber Angst hat.
Speaker 2: Aber bis heute, da muss sie ja bis heute auch wahnsinnige Angst vor ihm haben.
Speaker 0: Ja genau.
Speaker 2: Oder sie hängt da mit drin.
Speaker 2: Vielleicht
Speaker 0: hat sie vor beidem Angst, sowohl für ihm als auch der Strafe...
Speaker 1: Ist das nicht immer so als Bittwisser dass man nach einer bestimmten Zeit dafür nicht mehr belangt werden kann?
Speaker 1: Nur wenn man nur in Anführungsstrichen Mittwisser ist.
Speaker 0: Ist das so?
Speaker 1: Ich glaube schon!
Speaker 1: Da gibt es etwas.
Speaker 1: ich glaube ja.
Speaker 1: ob das dann beim Mord wieder anders ist Weiß ich nicht.
Speaker 2: Keine Ahnung...
Speaker 1: Aber ja, könnte sein.
Speaker 1: Aber ist eigentlich von der... Ja?
Speaker 1: Sag du mal erst!
Speaker 0: Nee Mama, mach du.
Speaker 1: Ich wollte mal fragen ob Kara weiß ob von der Polizei auch in andere Richtungen recherchiert und untersucht wurde oder ob man sich doch sehr früh ein bisschen in diese Richtung des letzten Begleiters festgelegt hat.
Speaker 1: So von anderen Spuren hört man ja nichts
Speaker 1: ne?!
Speaker 2: Also, das hatte ich versucht so ein bisschen anzudeuten in meiner Erzählung.
Speaker 2: Dass eigentlich der Fokus nicht auf diesem letzten Begleiter liegen sollte.
Speaker 1: Wie gesagt, ich finde es schwierig was Karas gerade eben... also können wir mal allen mitteilen.
Speaker 1: Karas PC ist abgestürzt momentan und Jesse und ich sitzen hier jetzt alleine.
Speaker 1: Wir waren gerade dabei über andere Spuren, ob die eventuell untersucht wurden und Kara hatte ja gesagt dass eigentlich das Augenmerk auf dem Opfer liegen sollte.
Speaker 1: Auf Christine liegen sollte was aber scheinbar nicht der Fall ist.
Speaker 1: auch medientechnisch denke ich gibt mal so ein letzter Begleiter viel mehr her um da immer weiter zu machen und zu gucken als wenn man sich noch mit dem Opfer beschäftigen würde.
Speaker 1: Leider, so ist es leider!
Speaker 1: Also
Speaker 0: die haben's ja versucht aber sie hatte auch erzählt dass...die waren doch noch ich weiß nicht ob zu zweit oder Christine alleine in der Cocktailbar und da konnte sich ja auch keiner an sie erinnern.
Speaker 0: und ich glaube wenn man da in der Nacht schon ihre Spur verliert dann ist das halt umso schwerer nachzuvollziehen oder zu rekonstruieren wohin ihr Weg ging oder wer sie vielleicht doch noch begleitet hat, abgesehen von diesem einen Mann?
Speaker 1: Ja schwierig.
Speaker 1: Also gesagt hatte sie ja dass sie in Schumanns wollte.
Speaker 1: Die haben gesagt dort ist sie nicht angekommen.
Speaker 1: war das jetzt ein definitives?
Speaker 1: Sie ist nicht angekommt oder wir haben sie nicht gesehen.
Speaker 1: auch mehr so sie wurde nicht gesehen.
Speaker 0: Das war ein, sie können sich nicht erinnern.
Speaker 0: Ja genau!
Speaker 0: Sie sind sich nicht sicher...
Speaker 1: Was schade ist hier?
Speaker 0: In welche Richtung willst du denn ermitteln wenn du überhaupt gar keine Anhaltspunkte hast außer diesen einen Menschen?
Speaker 1: Ja ich finde es auch schwierig.
Speaker 1: ja
Speaker 0: Die wurde ja als vermisst gemeldet Ich hoffe auch öffentlich gesucht.
Speaker 0: mit Fahndungsfotos Nehmt man das fahndungspotos so'n quatsch Mit Fotos irgendwie die ausgehangen wurden.
Speaker 1: Ja vermissen Fotos,
Speaker 0: ja.
Speaker 0: Wenn da irgendwer noch mit ihr unterwegs gewesen wäre in der Nacht dann hätte sich die Person ja gemeldet.
Speaker 1: Hallo!
Speaker 1: Kara ist wieder da.
Speaker 1: Wir
Speaker 2: wollen euch nicht unterbrechen?
Speaker 1: Ja wir haben einfach mal weitergemacht so In dem Sinne weil wir nicht wussten ob du zurückkommen kannst.
Speaker 2: Ja das ist sehr gut.
Speaker 2: Macht
Speaker 1: weiter.
Speaker 1: Dabei, dass ja ein bisschen einseitig alles so ist.
Speaker 1: Ich frage mich auch nach dem was Jessi jetzt gerade gesagt hat und du vorhin erzählt hast.
Speaker 1: sie war ja häufiger unterwegs in der Stadt in den Barsin und was weiß ich knall im und so.
Speaker 1: Hat sie keine Bekannten gehabt die Sie irgendwo dann mal gesehen haben oder hätten sehen können?
Speaker 1: Warum war sie immer alleine unterwegs?
Speaker 2: Häufig alleine, nicht immer allein.
Speaker 1: Oder häufig alle?
Speaker 1: Nicht immer aber ich sag mal meistens ist es doch so kennt man davon sich selbst.
Speaker 1: Man geht in die gleichen Läden und man trifft die gleichen Leute und hat irgendwelche Bekannten müssen ja nicht gleich Freunde sein Aber bekannte dort und man trift sich, man kennt sich.
Speaker 0: Ich kann mir aber vorstellen dass das der Fall gewesen sein kann Dass sie da auch Leute getroffen hat, die sie kennt und dass die Polizei, die auch befragt hat aber das da nichts bei rumkam.
Speaker 0: Dass da keine Hinweise weiter geliefert werden konnten, dass da keine Tatverdächtigen irgendwie ins Spiel kamen und dass der Polizei das deshalb nicht an die Presse gegeben hat.
Speaker 0: Dass sie einfach sagen wir haben noch Freunde und Bekannte von ihr befragt aber da kam nix bei rum.
Speaker 0: warum sollen wir es groß mit der Presse teilen?
Speaker 0: Das ist ja eine Nullinformation!
Speaker 1: Ja, aber das kann ja dann nur im ... Wie hieß es Funtzberg oder so gewesen sein?
Speaker 1: Weil im Schuhmanns ist sehr ... hat sie ja keiner mehr gesehen.
Speaker 1: Selbst wenn Bekannte da gewesen sind.
Speaker 1: Da hat's ja keinerer mehr gesehen!
Speaker 2: Das da bin ich eben auch... Da ist mein PC abgestürztes, weil er das was sich beantworten wollte.
Speaker 2: Dass in den Berichten halt ... Oder dass es so schade ist, dass halt immer der letzte Begleiter sozusagen im Fokus steht Und man in der Berichterstattung halt nur darüber Informationen sozusagen findet, weil der Fokus einfach so heftig schon auf diesem letzten Begleiter liegt auch von den Medienberichten zufolge.
Speaker 2: Das ist es scheint einfach als sei kein Platz entweder in der berichterstatterung für andere Szenarien gewesen
Speaker 1: Ja, das hatten wir eben schon aufgegriffen als du abwesend warst.
Speaker 2: Auch dass die Polizei den Fokus einfach nur auf ihn gesetzt hat.
Speaker 2: also deswegen man findet einfach zu der Geschichte von Christine Haader eigentlich keine anderen Details außer diese die ich jetzt berichtet
Speaker 0: habe.
Speaker 1: Es gibt ja auch noch eine sehr große Diskrepanz in den Aussagen des letzten Begleiters zwischen nineteenhundertneunzig und zweitausenddrei.
Speaker 1: Da hat er ja wohl auch irgendwie ganz andere Dinge erzählt, aus welchen Gründen sie wohin gehen wollten ob er das wollte oder sie?
Speaker 1: Und dann sagt er doch einmal dass die sehr anhänglich gewesen sei und mir oder weniger in ihn verliebt.
Speaker 1: Und dann wieder ganz und gar nicht, also ich weiß nicht wie man das einordnen soll.
Speaker 1: Ich meine nach ein paar Jahren kann man manche Dinge ja auch schon so mal etwas anders in Erinnerung haben.
Speaker 1: Obwohl man denken sollte bei so einem wichtigen Datum- oder Ereignis sollte man das alles noch harklein wissen.
Speaker 1: aber so wie ich es verstanden habe hat er sich selbst nur in zwei tausend drei mehreren verhören auch widersprochen und andere dinge erzählt.
Speaker 1: ja das finde ich auch auffällig muss ich sagen.
Speaker 1: Ja,
Speaker 2: ich finde also bei so einem fall da vergisst man ja nicht was die wahrheit war.
Speaker 2: also wenn wenn er unschuldig ist dann vergisst er doch in diesem zusammenhang die Wahrheit nicht weil es eigentlich ein heftiges ereignis in einem leben ist als Verdächtiger beschuldigt zu werden oder aber der letzte lebende Mensch gewesen, nicht der letzte liebenden Menschen sondern der letzte Mensch der eine vermisste Person die später ermordet wurde.
Speaker 2: Leben gesehen zu haben also das ist ja was ich sag mal ein Anführungszeichen besonderes auch wenn das was negativ besonders ist.
Speaker 2: aber da vergisst du hier einfach die Details nicht und sagt dann einen Tag war es so den anderen war es
Speaker 0: Bist du sicher?
Speaker 0: Ja,
Speaker 1: da sprechst du was wahres.
Speaker 1: Wannst Du hier sie?
Speaker 1: Doch!
Speaker 1: Da bin ich sicher.
Speaker 0: Weil zwölf Jahre sind dazwischen mein Geburtstag vor zwölft Jahren.
Speaker 0: Ich weiß nicht wo ich ihn gefeiert habe, ob ich ihn feiert hab mit wem ich ihm gefeyert hat.
Speaker 0: wenn ich ihn gefeyerte... Ja
Speaker 2: das ist ja etwas ganz anderes.
Speaker 2: Er war dann schon in Verhörn.
Speaker 1: Ja aber dies ist ein ganz anderes einschneidendes Ereignis und ... Ja weil was Kara eben gesagt hat Wenn man die Wahrheit immer gesagt hat, dann gibt es ja nur diese eine Wahrheit.
Speaker 1: Ja.
Speaker 1: Hat man sich aber von Anfang an so durchlaviert mit Halbwahrheiten und Lügen?
Speaker 1: Dann wird es auch später viel schwieriger das Richtige noch zu erzählen oder dieser Halb-Wahrheit exakt zu erzähln.
Speaker 0: Das verstehe ich auch.
Speaker 0: Da steh' ich auch voll dahinter.
Speaker 1: Ja, das finde ich einen wichtigen Punkt auch.
Speaker 0: Also selbst wenn halt die Wahrheid... gesagt hat, ich bin mir nur nicht sicher ob man sich nach so vielen Jahren wirklich noch eins zu eins eben an die Wahrheit erinnern kann.
Speaker 2: Kannst du dich noch an deinen Autounfall mit Karl erinneren?
Speaker 1: Ja!
Speaker 2: Der ist ja auch schon eine ganze Weile her und da kannst du dich bestimmt auch an ein paar Details erinnernden weil das einfach was ein außergewöhnliches Ereignis in deinem Leben war.
Speaker 2: Nicht wie ein Geburtstag der jedes Jahr auftritt sondern etwas Eigentlich im Alltag nicht passiert.
Speaker 2: und das sehe ich bei dem letzten Begleiter auch so.
Speaker 2: Wenn er unschuldig ist, ist er trotzdem ein Einschneidendes Erlebnis weil er der letzte Mensch ist, der Christine lebend gesehen hat.
Speaker 2: Er wurde danach verhört.
Speaker 2: Scheinbar hat sie ja die Tage danach auch angerufen.
Speaker 2: also es war schon eine besondere Situation einfach.
Speaker 2: Weißt du?
Speaker 2: Das meine ich.
Speaker 2: Es ist kein alltägliches Erlebnes was vielleicht irgendwie für... verschwimmt irgendwann, sondern ja ein ganz einschneidendes.
Speaker 1: Das finde ich auch.
Speaker 1: Ja nee
Speaker 0: danke für das Beispiel weil
Speaker 2: jetzt
Speaker 0: kann ich es eher nachvollziehen.
Speaker 0: tatsächlich um das kurz aufzuklären.
Speaker 0: Karl war mein Auto.
Speaker 0: Ich hatte so einen Unfall mit meinem Auto.
Speaker 1: Das war auch missverständlich mit Karl den Unfall gehabt.
Speaker 1: Das kann ja alles mögliche sein.
Speaker 0: Weinrouter fort, wie er ist da.
Speaker 1: Hey du machst Schleichwerbung!
Speaker 1: Du mach Schleichwärmung für Fort Jesse.
Speaker 1: Ah jetzt bist du wieder da?
Speaker 1: Ja
Speaker 0: meine Verbindung war gerade schon wieder weg.
Speaker 0: die Haut zwischendurch manchmal... Ich
Speaker 1: in meinem Wohnwagen hab hier die stabilste Internetverbindungen von uns dreien.
Speaker 1: es ist nicht zu fassen Wahrscheinlich
Speaker 2: wirklich
Speaker 0: wie Kara gesagt hat wahrscheinlich auch echt den besten Ton weil ich sitze hier im Raum er könnte kaum größer sein und ich hoffe wirklich dass das nicht halt oder irgendwie irgendwelche Schwierigkeiten machen.
Speaker 1: Ja, ich höre schon das ist ein bisschen halt behalten für mich.
Speaker 1: Aber keine
Speaker 0: anderen Räume wo ich hätte mich reinsetzen können.
Speaker 0: in dem kleinsten Zimmer schläft mein Mäuschen.
Speaker 1: Ja ne es auch klar.
Speaker 1: aber ja müssen wir und unsere Grenzgänger diesmal leider durch nächstes mal wieder bessere Tunaufnahmen würde ich sagen Ja, wir können auch gar nicht mehr so... Wir wissen noch nicht.
Speaker 1: Wer weiß wo wir dann sind?
Speaker 1: Vielleicht nur einen ganz anderen Stellen.
Speaker 1: Es bleibt spannend bei uns hier.
Speaker 1: Ich glaube zu dem Fall können wir auch gar nichts mehr so viel sagen.
Speaker 1: Wie gesagt weil sich eben auf eine Person fokussiert wird kann man ja auch so viele Thesen und Theorien gar nicht Erläutern, weil die fehlen einem irgendwie.
Speaker 1: Ansätze dazu fehlen mir.
Speaker 1: natürlich kann man sagen sie ist auf dem Weg irgendwo hin zufallsopfer geworden.
Speaker 1: das kann natürlich durchaus sein aber dadurch dass da ja wir wissen nicht ob recherchiert wurde aber es kommt einem so vor als ob da wenig recherchierte wurde dass so etwas passiert sein könnte.
Speaker 1: Da haben wir so wenige ansatzpunkte.
Speaker 1: also ich für mich Für mich kann ich nur sagen, ich... Ich wüsste nicht wie man noch weiter denken sollte was passiert sein kann.
Speaker 1: Ist sie noch wieder zu Hause gewesen?
Speaker 1: Ich finde dieses so merkwürdig mit der offenen Balkon-Tür und dem Essen und allem.
Speaker 1: Und wie so ein Glas Rotwein ein halbes So.
Speaker 1: Kara konnte sich noch nicht mal von unseren Grenzgängern verabschieden, so eilig war's Weil das große Mäuschen glaube ich Wach geworden ist Dringend die Mama braucht.
Speaker 1: Aber ja, wie gesagt, Jessie nehme fällt dazu eigentlich nichts mehr ein und ich denke das Kara Fotos von Christine auf Insta veröffentlicht.
Speaker 1: Und vielleicht auch noch mal nachguckt ob es da so eine Skizze gibt von dem Weg den sie damals hätte laufen müssen.
Speaker 1: und mehr können wir nicht tun momentan leider.
Speaker 0: Was ich tun kann, ist eine Weisheit mit auf den Weg bringen.
Speaker 0: Ich hab nämlich geguggelt und recherchiert was ich denn heute mal zum Abschluss sagen
Speaker 1: kann.
Speaker 1: Deine eigene Weisigkeit?
Speaker 2: Ja damit ist
Speaker 0: Clara nicht immer in Spruchklaue wobei der ziemlich ähnlich ist wie ihrer aber es
Speaker 1: ist ein anderer.
Speaker 1: Erzähl!
Speaker 0: Grenzen existieren nur in unseren Köpfen Und im Weg stehen sie uns nur so lange bis wir den Mut aufbringen sie einzureißen.
Speaker 1: Sehr schön!
Speaker 1: Vielleicht ein Appell an die ehemalige Freundin, die da noch etwas in der Hinterhand haben könnte.
Speaker 1: Was sie erzählen könnte?
Speaker 1: Was dazu beitragen könnte?
Speaker 1: Die Ermordung von Christine aufzuklären.
Speaker 1: Ein Appell am diese Frau aus unserem Munde.
Speaker 1: Okay schöner Spruch.
Speaker 1: Danke dir, Jessie.
Speaker 1: Ja wir beenden das Ganze jetzt für heute etwas chaotisch.
Speaker 1: Ihr seht es uns nach hoffen wir und wir sind selber gespannt wie's beim nächsten Mal wird wer dann von uns auftaucht und wo wer auftaucht.
Speaker 1: aber auf jeden Fall hat es trotzdem wieder großen Spaß gemacht auch wenn es ein bisschen technische und andere Schwierigkeiten gab.
Speaker 1: Ja, vielen Dank Jesse und liebe Grenzgänger.
Speaker 1: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal!
Speaker 2: Tschüss!
Speaker 2: Bis bald!
Speaker 1: Tschüß!
Speaker 1: Ciao.