Handelsblatt Disrupt - Der Podcast über die Zukunft der Wirtschaft
Bei Handelsblatt Disrupt diskutiert Technologiereporterin Larissa Holzki über Technologien, die die Wirtschaft verändern – und fragt führende Köpfe, wie sie den Wandel gestalten. Jeden Freitag neu. Handelsblatt Disrupt finden Sie auf allen relevanten Podcast-Plattformen - und natürlich auf der Handelsblatt-Website.
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Die Londoner Firma Synthesia will mit ihrer Technologie verändern, wie Unternehmen ihr Wissen weitergeben. Schon heute erstellen Konzerne wie SAP und Merck mit der KI des Start-ups Schulungsvideos und digitale Klone – die künftig auch interaktiv mit Mitarbeitenden reden sollen.
Ein Großteil des Unternehmenswissens steckt heute in Texten, die laut Synthesia-Chef Victor Riparbelli kaum jemand liest. Er hält KI-Videos für den besseren Weg, um Wissen zugänglich zu machen – und sieht seine Technologie schon als Nachfolger von Powerpoint. Er sagt: „Bald wird jeder interaktive Agenten bauen.“
Podcast-Host Larissa Holzki diskutiert in dieser Folge von Handelsblatt Disrupt mit Riparbelli über die Frage, ob Text völlig verschwinden könnte. Sie sprechen darüber, warum AI Slop (KI-Müll) für immer mehr Unternehmen zum Problem wird. Und sie werfen einen Blick auf das KI-Rennen mit China.
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Mehr als eine Milliarde Euro hat SAP auf den Tisch gelegt, um diese Firma zu kaufen und weiter zu finanzieren: Prior Labs, ein zwei Jahre altes Start-up aus Freiburg, das bisher außerhalb von Expertenkreisen kaum jemand kennt.
Warum das wichtig ist? Prior Labs zählt zur Weltspitze bei Künstlicher Intelligenz (KI), die tabellarische Daten verarbeiten kann. Dazu muss man wissen: Die allermeisten Daten in Unternehmen liegen in Tabellen vor. Und dieser Datenschatz war von der KI-Revolution bisher fast unberührt.
In dieser Folge von Handelsblatt Disrupt spricht Larissa Holzki mit Prior-Labs-Mitgründer und -Technologiechef Noah Hollmann über den Deal seines Lebens. Es geht um das Potenzial der neuen Modelle, um Bewerber aus dem Silicon Valley – und um die Skepsis, die seinem Team lange entgegenschlug. Hollmann sagt: „KI für Tabellen? Galt als so unmöglich wie Sandalen mit Socken!“
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Hörtipp: Das Interview mit OpenAI-Chef Sam Altman bei Handelsblatt Today
Der Hamburger Verkehrsverbund HVV arbeitet an einem Sprachassistenten, der Verbindungen sucht, Tickets bucht und Abfahrtzeiten nennt – eine Art Siri oder Alexa für den Nahverkehr.
Warum das wichtig ist? Öffentliche Unternehmen stehen selten im Verdacht, besonders innovativ zu sein. Beim HVV ist das anders: Für Geschäftsführerin Anna-Theresa Korbutt gilt bei Transformation und Technikskepsis: „geht nicht, gibt's nicht". Und sie sagt: „Ich frage meinen Aufsichtsrat nicht mehr. Ich mache einfach.“
Im munteren Podcast-Gespräch mit Larissa Holzki findet die Managerin und ehemalige Profisportlerin klare Worte für eine neue Scheu vor dem Leistungsbegriff, den Umgang mit Bedenkenträgern – und die Misere bei der Deutschen Bahn. Ihre Kritik trifft dabei ausdrücklich nicht die neue Chefin Evelyn Palla.
Moderiert von Larissa Holzki
Produziert von Migo Fecke
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„Wer sagt, wir brauchen uns um Jobverluste durch KI keine Sorgen machen, ist naiv“, sagt Euan Blair. Der Gründer von Multiverse, einem der wertvollsten europäischen Unternehmen für Weiterbildung, spricht an, wovor viel Menschen Angst haben.
Die Chefs großer KI-Unternehmen warnen immer wieder vor einer Job-Apokalypse. Vorstände aber haben keine Wahl: Wer die Zukunft seiner Firma sichern will, muss neue Technologien einsetzen und seinen Leuten Mut machen, dass sie in Zukunft noch gebraucht werden. Auch, wenn Sorgen berechtigt sind.
Euan Blair blickt nicht nur als Unternehmer auf diese Herausforderungen: Als Sohn des früheren Premierministers Tony Blair kennt er auch die politische Perspektive. Und er sagt: „Top-Down-Initiativen sind bei KI so gut wie nie erfolgreich.“
In dieser Folge von Handelsblatt Disrupt spricht Podcast-Host Larissa Holzki mit dem Unternehmer darüber, welche Weiterbildungen jetzt wirklich helfen, woran die Transformation in vielen Unternehmen scheitert und sie fragt, was er von seinem Vater über Führung gelernt hat.
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Humanoid aus Großbritannien ist das nächste Robotik-Einhorn aus Europa. Nach einer neuen Finanzierungsrunde wird die Firma von Gründer und CEO Artem Sokolov mit 1,35 Milliarden Dollar bewertet – und das bereits zwei Jahre nach der Gründung.
Die Robotikbranche erfährt gerade einen gewaltigen Auftrieb: Laut dem Datenanbieter Dealbook sind dieses Jahr schon etwa neun Milliarden Dollar allein in die menschenähnlichen „Humanoiden“ geflossen. Im ganzen Jahr 2025 waren es weniger als fünf Milliarden Dollar. Und bei Unternehmen wie Schaeffler, Bosch und Siemens werden Roboter von Humanoid bereits getestet.
Für diese Folge von Handelsblatt Disrupt hat Podcast-Host Larissa Holzki den Humanoid-Chef in Großbritannien getroffen. Sie fragt ihn, was genau seine Roboter in der Produktion deutscher Unternehmen schon machen, wie sie dazulernen – und wie viel Menschen es künftig noch braucht, um sie zu überwachen. So viel vorweg: „Wir werden einen Bediener pro zehn Robotern haben“, sagt Sokolov – am Anfang.
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Black Forest Labs (BFL) ist eines der wertvollsten KI-Start-ups in Deutschland. Der Bildgenerator der Freiburger Firma erzeugt fast fotorealistische Bilder. Damit ist das Team um CEO Robin Rombach auf dem Gebiet einer der stärksten Konkurrenten von Google.
Warum das wichtig ist? Für BFL ist das nur der erste Schritt zu einer „visuellen Intelligenz“, die die Welt wirklich versteht. Was das heißen soll, zeigt ein ganz neues Modell, das die Firma gerade vorgestellt hat: Es soll wie ein Robotergehirn funktionieren. Damit lernen die Maschinen sozusagen sehen - und autonom auf ihre Umwelt zu reagieren.
Kurz zuvor hat Podcast-Host Larissa Holzki Robin Rombach beim Käpsele Innovation Festival in Freiburg zu einer Live-Aufnahme getroffen. In der neuen Folge von Handelsblatt Disrupt haben sie über die nächste Stufe der Entwicklung gesprochen, über Verhandlungen mit Elon Musk – und über die Frage, ob und wie die kleine Firma langfristig mit Google und Co. mithalten kann. An das Verkaufen der Firma denkt Rombach jedenfalls gerade nicht. Er sagt: „Wir haben die relativ einmalige Chance, eine grundsätzliche Technologie mitzugestalten.“
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In der Entwicklerszene ist Thomas Dohmke ein Super-Promi: Fast vier Jahre lang war er Chef von Github – der größten und wichtigsten Plattform für Entwickler im Internet. Doch vor knapp einem Jahr hat er die Microsoft-Tochter verlassen, um mit einem eigenen Start-up von vorn anzufangen.
Warum das wichtig ist? Github ist der zentrale Ort im Internet, an dem Entwickler ihre Projekte speichern und bearbeiten. Und das sehen manche zunehmend als Risiko: Einerseits haben immer mehr Unternehmen Bedenken, ihre Daten in den USA zu speichern. Andererseits kommt Github offenbar kaum damit zurecht, dass neben den Entwicklern jetzt noch unzählige autonome KI-Agenten die Plattform nutzen wollen. Und Dohmke will jetzt mit Entire eine Alternative schaffen, die für die neue Ära gemacht ist.
Bei der Entwicklerkonferenz WeAreDevelopers in Berlin hat Podcast-Host Larissa Holzki den Unternehmer gefragt, warum KI-Agenten für etablierte Plattformen ein Problem darstellen. Sie haben darüber gesprochen, ob sich Software künftig komplett von allein entwickelt. Und natürlich ging es auch darum, warum das mit einem Start-up besser gelingen könnte als beim Gigakonzern Microsoft.
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Die Firma von Tim Rocktäschel zählt zu den spannendsten Neugründungen des Jahres: Mit Recursive Superintelligence will der Professor für Künstliche Intelligenz am University College London KI entwickeln, die sich selbst verbessert. Sein Mitgründer: der ehemalige Chefwissenschaftler von Salesforce, Richard Socher. Seine Investoren: Prominente Wagniskapitalgeber, die direkt zum Start rund 560 Millionen Euro investiert haben. Bewertung: mehr als vier Milliarden Euro.
Rocktäschel sagt: „Wir nutzen KI, um bessere KI zu bauen.“ Das könnte erst die KI-Wissenschaft vorantreiben – und dann womöglich die Forschung in Biologie, Medizin und Materialwissenschaften fundamental verändern. In dieser Folge von Handelsblatt Disrupt spricht Podcast-Host Larissa Holzki mit Rocktäschel über erste Belege, dass KI wirklich erfinderisch sein kann. Sie sprechen über seine Zeit in den KI-Laboren von Meta und Google und Pionierarbeit, die er etwa an Weltmodellen geleistet hat. Und sie diskutieren über die Risiken, die mit einer superintelligenten Erfolgsmaschine auch einhergehen würden.
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Steven Gao war einer der ersten Tesla-Ingenieure in China. Er hat in Shanghai für Elon Musk die Batterieproduktion aufgebaut. Dabei musste er oft unter großem Zeitdruck komplexe Probleme für den reichsten Mann der Welt lösen.
Warum das wichtig ist? Mit seiner Firma IndustrialMind entwickelt Steven Gao heute KI-Systeme, die viele Aufgaben von Ingenieuren übernehmen können. Er weiß, wie groß die Herausforderungen sind. Trotzdem sagt er: „Bei dem aktuellen Entwicklungstempo sehe ich keine Chance, dass Menschen die KI auf lange Sicht schlagen können.“
In dieser Folge von Handelsblatt Disrupt spricht Podcast-Host Larissa Holzki mit dem Gründer und CEO darüber, wie es war, für Musk zu arbeiten. Warum er seine Ausbildung in Deutschland machen, dort aber nicht arbeiten wollte. Und welche Aufgaben vielleicht doch noch für Menschen bleiben, wenn virtuelle KI-Ingenieure den Großteil ihrer Arbeit machen.
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Bianca Anghelina entwickelt KI-Systeme, die Führungskräfte bei wichtigen Entscheidungen unterstützen sollen. Mit ihrem Münchener Start-up Aily Labs baut sie sogenannte Super-Agenten, die CEOs heute schon Vorschläge machen – und künftig vielleicht selbst Entscheidungen treffen könnten.
Der Alltag von Führungskräften wird immer komplexer. KI-Agenten sollen dabei helfen, Kosten zu kontrollieren, Investitionen besser zu steuern und Probleme zu erkennen, bevor sie entstehen. Anghelina sagt: „Ich arbeite darauf hin, dass die KI mich als CEO ablösen kann.“
In dieser Folge von Handelsblatt Disrupt spricht Podcast-Host Larissa Holzki mit der Unternehmerin darüber, wie Führungskräfte ihre Software in den Unternehmensalltag einbinden, wo die KI bereits einen Unterschied macht und warum marktgängige KI-Modelle ihren Nutzern oft nachteilige Vorschläge machen.
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