Bundeswehr-Einsatz im Nahen Osten? · Waffenruhe zwischen Israel und Libanon · Bayern vor Meisterschaft
Podcast für Deutschland am Morgen
Europäische Mission für Straße von Hormus geplant
Bundeskanzler Merz will bei einem Treffen in Paris deutsche Beteiligung an einer westlichen Sicherungsmission im Persischen Golf anbieten. Die Bundeswehr soll Minenjagdboote, ein Begleitschiff und Luftaufklärung bereitstellen, um die durch Iran blockierte Meerenge wieder für den Ölhandel zu öffnen.
Zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und Hisbollah
US-Präsident Trump verkündete eine Waffenruhe im Libanon, die seit Mitternacht gilt. Die islamistische Hisbollah-Miliz war jedoch nicht in die Gespräche zwischen Trump, Netanjahu und dem libanesischen Präsidenten eingebunden.
Union-Abgeordnete kritisieren fehlenden Reformmut
Eine F.A.Z.-Recherche zeigt wachsende Unzufriedenheit unter neuen CDU/CSU-Bundestagsabgeordneten über mangelnden Reformwillen. Viele äußerten sich skeptisch zur Zusammenarbeit mit der SPD, riefen aber nicht zur Meuterei auf.
Grünen-Anhänger zeigen geringste Meinungstoleranz
Eine Allensbach-Umfrage offenbart, dass 28 Prozent der Grünen-Anhänger Probleme mit abweichenden Meinungen haben – der höchste Wert aller Parteien. Auch Personen mit höheren Bildungsabschlüssen zeigten sich unterdurchschnittlich tolerant.
FC Bayern kann am Sonntag Meister werden
Mit zwölf Punkten Vorsprung auf Borussia Dortmund können die Münchner bereits am Wochenende die 35. Deutsche Meisterschaft perfekt machen. Je nach Dortmunds Ergebnis in Hoffenheim reicht Bayern gegen Stuttgart ein Unentschieden oder sogar eine Niederlage.
Eine Produktion von ella Verlag und Medien GmbH für F.A.Z.
Host: Jan Niklas Andresen
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Speaker 0: Heute ist Freitag, der siebzehnte April.
Speaker 0: Guten Morgen!
Speaker 0: Hier ist das Wichtigste für Sie an diesem Wochenende Europas Spitzenpolitiker beraten über einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus.
Speaker 0: Im Libanon tritt eine Waffenrohr in Kraft und der FC Bayern kann sich schon wieder die Meisterschaft sichern.
Speaker 0: Die Texte für den FAZ-Früdenker Newsletter hat Sebastian Ballster geschrieben.
Speaker 0: Mein Name ist Janik Lassandresen.
Speaker 0: Einen gelungenen Start ins Wochenende wünschen wir.
Speaker 0: Die Bundeswehr könnte bei einer Mission im persischen Golf eingesetzt werden.
Speaker 0: Damit Öltanker wieder die Straße von Hormus passieren können, will Kanzler Friedrich Merz die deutsche Marine einbringen – allerdings nur gemeinsam mit Verbündeten.
Speaker 0: Darüber beraten heute Europas Spitzenpolitiker in Paris.
Speaker 0: Eingeladen haben Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Kirch Starmer.
Speaker 0: Auch Merz und Italiens Ministerpräsidentin Georgia Meloni nehmen teil.
Speaker 0: Weitere Partner werden zugeschaltet – die USA, Israel und Iran sind nicht dabei!
Speaker 0: Im Mittelpunkt steht ein Plan zur Sicherung der Schifffahrt nach dem Irankrieg.
Speaker 0: Ziel ist es, die Passage durch die Straße von Hormuz wieder zu ermöglichen, sobald die Sicherheitslage das zulässt.
Speaker 0: Seit Beginn des Krieges wird die wichtige Route durch Drohungen- und Angriffe Irans blockiert.
Speaker 0: Vor etwa einem Monat deutete Merz einen solchen Schritt im Bundestag bereits an.
Speaker 1: Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, dann werden wir uns auch in einer Debatte über freie Schifffahrt etwa in der Straße von Normus nach Kriegsende nicht verschließen.
Speaker 1: Wir wollen dabei immer den bestmöglichen Schulterschluss mit den europäischen Nachbarn.
Speaker 1: Wir stehen an der Seite unserer Partner in der Region – auch in den Golfstaaten, die der Iran rücksichtslos und brutal versucht, in diesen Krieg
Speaker 1: hineinzuziehen.".
Speaker 0: Nun will März dazu also ein konkretes deutsches Angebot machen.
Speaker 0: Im Gespräch sind Minenjagdbote, ein Begleitschiff und Luftaufklärung.
Speaker 0: Alles unter der Voraussetzung dass es eine breite internationale Beteiligung gibt.
Speaker 0: Im Libanon ist um Mitternacht die angekündigte Waffenruhe in Kraft getreten.
Speaker 0: Zehn Tage sollen die Waffen fortanschweigen.
Speaker 0: US-Präsident Donald Trump hatte die Feuerpause auf seinem Netzwerk TruthSocial verkündet.
Speaker 0: Es ist ein sehr gutes kleines Paket für etwa eine Woche.
Speaker 0: Es werden keine Bomben mehr fallen.
Speaker 0: Und wir werden sehen, ob wir Frieden zwischen dem Libanon und Israel erreichen können.
Speaker 0: Kurze Zeit später bestätigte auch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu die Waffenruhe.
Speaker 0: Wir haben die Chance ein historisches Friedensabkommen mit dem Libanan zu schließen.
Speaker 0: Präsident Trump hatte vor mich und den libanesischen Präsidenten einzuladen um dieses Abkommen voranzubringen.
Speaker 0: Ein wichtiger Akteur war allerdings nicht eingebunden – Die Hisbollah.
Speaker 0: Die pro-iranische Miliz, die im Libanon großen Einfluss hat, äußerte sich zunächst nicht zu der Vereinbarung.
Speaker 0: Seit Beginn des Irankriegs liefern sich Israel und die Hisbollah heftige Gefechte.
Speaker 0: Nach Angaben der libanesischen Regierung wurden mehr als eine Million Menschen vertrieben.
Speaker 0: Die israelische Armee spricht von rund ein tausend siebenhundert getöteten Hisbollakämpfern.
Speaker 0: Die humanitäre Lage im Süden des Landes giltte als angespannt.
Speaker 0: Trump wertet die Waffenruhe nun als wichtigen Schritt.
Speaker 0: In den kommenden Tagen will er Netanyahu und Aoun nach Washington einladen, um über eine dauerhafte Lösung zu sprechen.
Speaker 0: Ob die Feuerpause hält bleibt jedoch offen – auch weil die Hisbollah bislang keine klare Zusage gemacht hat.
Speaker 0: In der Union wächst die Unzufriedenheit über fehlende Reformmut.
Speaker 0: Vor allem neuer Abgeordnete der CDU CSU-Fraktion sind die Zusammenarbeit mit der SPD kritisch.
Speaker 0: Das zeigt eine FAZ-Recherche unter neunundfünfzig Parlamentariern, die erst seit kurzem im Bundestag sind.
Speaker 0: Viele zweifeln daran, dass die Koalition zu durchgreifenden Reformen bereit ist.
Speaker 0: In den Antworten wird deutlich wie angespannt die Stimmung ist und wie groß der Wunsch nach klaren Reformschritten.
Speaker 0: Trotz der Kritik bleibt die Fraktion nach außen geschlossen – offene Aufrufe zur Mäuterei gibt es bislang nicht!
Speaker 0: Die Kritik richtet sich nicht nur nach außen, einzelne Abgeordnete räumen auch eigene Versäumnisse ein.
Speaker 0: So sagte der hessische CDU-Politiker Stefan Korbach Union und SPD verbinde leider der fehlende Mut zu unpopulären Struktureformen.
Speaker 0: Wie steht es um die Diskussionskultur in Deutschland?
Speaker 0: Eine neue Allensbach Umfrage zeichnet einen differenziertes Bild rund um diese Frage.
Speaker 0: Einundzwanzig Prozent der Befragten sagen von sich selbst dass sie Probleme haben andere Meinungen zu ertragen.
Speaker 0: Auffällig ist, Menschen mit höheren Bildungsabschluss zeigen sich dabei unterdurchschnittlich tolerant.
Speaker 0: Unter den Parteianhängern schneiden die Grünen am schlechtesten ab – achtundzwanzig Prozent geben an Schwierigkeiten mit abweichenden Ansichten zu haben.
Speaker 0: Auch die Internetnutzung spielt eine Rolle.
Speaker 0: Wer viel Zeit online verbringt hat laut Umfrage seltener Geduld anderen zuzuhören.
Speaker 0: Gleichzeitig wächst das Gefühl selbst häufiger unterbrochen zu werden.
Speaker 0: Doch ganz so eindeutig ist der Einfluss des Internets allerdings nicht.
Speaker 0: Die oft beklagten Meinungsblasen finden sich laut Studie eher im echten Leben, Freundeskreise sind demnach oft homogener als digitale Netzwerke.
Speaker 0: Bekommt die Olympiabewerbung eine Mehrheit an Rhein und Ruhe?
Speaker 0: In Nordrhein-Westfalen können mehr als vier Millionen Menschen bis Sonntag darüber abstimmen ob sich ihre Städte als Austragungsorte bewerben sollen.
Speaker 0: Die Befragung läuft in siebzehn Kommunen von Aachen bis Wuppertal.
Speaker 0: Im September entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund, mit welcher Bewerbung Deutschland ins Rennen um die Sommerspiele in dem Jahr im Jahr oder im Jahr ist.
Speaker 0: Neben rein Ruhe gibt es Konzepte aus München, Hamburg und Berlin.
Speaker 0: NRW-Ministerpräsident Henrik Wüst wirbt für diese Bewerberung.
Speaker 0: Er stellt kompakte und nachhaltige Spiele in Aussicht – mit Wettkämpfen unter anderem in Dortmund, Köln und Gelsenkirchen.
Speaker 2: Wo wenn nicht hier?
Speaker 2: Und mit all diesen Sportstätten hier bei uns in Nordrhein-Westfalen bieten wir an, den größten Moment auf der größten Bühne stattfinden zu
Speaker 0: lassen.
Speaker 0: Für den FSV Mainz Nr.
Speaker 0: V, dagegen war gestern Endstation im Viertelfinale der Konferenz League – die Mainzer verloren auswärts deutlich mit null zu vier gegen Rassing-Strasburg und in der Bundesliga könnte am Wochenende schon der Meister feststehen.
Speaker 0: Fünf Spieltage vor Saisonende könnte der FC Bayern die Meisterschaft klarmachen.
Speaker 0: Der Vorsprung auf Borussia Dortmund beträgt zwölf Punkte.
Speaker 0: Verlierter BVB in Hoffenheim reicht Bayern gegen Stuttgart schon ein Unentschieden Spiel Dortmund Remy braucht München einen Sieg.
Speaker 0: Spannender bleibt der Abstiegskampf, mehrere direkte Duelle stehen an – darunter heute Abend FC Sankt Pauli gegen den ersten FC Köln und das Nordderby morgen zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV!