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255 | Selbstironie weckt Sympathie: Besser überzeugen? Nimm Dich nicht ganz so ernst.

Die unterschätzte Zutat für einen einzigartigen Schreibstil

Sich selbst auf die Schippe zu nehmen, mag erst einmal wirken wie eine Schwäche. Doch darin schlummert eine gewaltige Stärke. Selbstironie macht Dich sympathisch, sie baut Vertrauen auf und stellt Verbindung her wie kaum ein anderes Stilmittel – wenn Du eine einzige Bedingung beachtest. Diese Folge zeigt Dir, wie wertvoll es sein kann, sich selbst nicht immer ganz so ernst zu nehmen.

Schwerpunkte aus dieser Folge:

– Warum Deine Upsis und Auwaias Dich sympathischer machen.

– Die 4 großen Vorteile der Selbstironie.

– Die 3 Fallen, die Selbstironie in Selbstsabotage verwandeln können.

– Die eine Voraussetzung, ohne die Selbstironie in eine gegenteiligen Wirkung kippt.

– Wie Du Selbstironie konkret in Deinem Alltag einsetzen kannst.

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Speaker 0: Sich selbst auf die Schippe zu nehmen, mag erst einmal wirken wie eine Schwäche.

Speaker 0: Doch darin schlummert auch eine gewaltige Stärke!

Speaker 0: Selbst Ironie macht dich sympathisch – sie baut Vertrauen auf und stellt Verbindung her wie kaum ein anderes Stilmittel….

Speaker 0: wenn du eine einzige Bedingung beachtest.

Speaker 0: Diese Folge zeigt dir, wie wertvoll es sein kann sich selbst nicht immer ganz so ernst zu nehmen.

Speaker 0: Ich weiß nicht so wirklich, was da im Moment mit meinem Hirn los ist.

Speaker 0: Doch alle paar Monate vergesse ich wie man das Wörtchen Rhythmus schreibt!

Speaker 0: Ist da ein Haar drin?

Speaker 0: Sind da zwei Haar

Speaker 0: drinnen?!

Speaker 0: Wo stecken die?

Speaker 0: Vielleicht liegt das Ganze aber auch daran dass sich auf die Fertig zugehe und das sind solche Gedächtnis-Themen ganz normal oder vielleicht liegt es an der Hitze.

Speaker 0: Ich sitze hier gerade bei entspannten Fertiggrat in meinen Büro unter dem Dach in Boxershorts und nehme diese Folge hier auf.

Speaker 0: Also wenn du es zwischendurch Tropfen hörst, dann weißt du, dass ich nicht in einer Tropfsteinhöhle sitze sondern hier im Schweiße meines Angesichts in dieser Folge für dich aufnehme.

Speaker 0: Und damit sind wir mitten im Thema.

Speaker 0: Wir sprechen heute über die Macht der Selbstironie.

Speaker 0: Es geht darum, sich selbst aufs Schippchen zu nehmen über sich selbst zu lachen.

Speaker 0: Kurzerhand!

Speaker 0: Sich nicht immer selbst ganz so ernst zu nehmen und das ist ein sehr unterschätztes Werkzeug in unserer Stilkiste und eines von vielen Mitteln die ich dir auch in meinem neuen Buch Brandwriting vorstelle.

Speaker 0: sprich da zoomen wir rein in eine Vielfalt von Stilmitteln den du nutzen kannst um mit deiner Sprache auf eine besondere Art und Weise zu wirken.

Speaker 0: also es geht im Kern darum wie du am besten Sinne aus der Haltung, aus dem Kern deiner Marke heraus wirkst.

Speaker 0: Also welches Stilmittel passend zu deiner Mark?

Speaker 0: und vielleicht ist die Ironie oder die Selbstironie ja auch etwas das du genauso lieben lernst wie ich?

Speaker 0: Falls du mich noch nicht kennst, ich bin Jury Keifen.

Speaker 0: Ich bin Trainer und Autor rund um das Thema die Macht der Sprache.

Speaker 0: also so wie auch dieser Podcast hier heißt es geht rund um die Psychologie hinter Branding, Marketing und Verkauf.

Speaker 0: und heute zoomen wir in das Thema Ironie rein.

Speaker 0: Also lass uns da erstmal eine eben höher gehen denn die Selbstironie ist ja eine Unterkategorie der ganzen Welt der Ironie.

Speaker 0: und bei der Ironies geht's halt darum eine Lücke bzw.

Speaker 0: einen Bruch zwischen dem Gesagten und dem Gemeinden einzubringen.

Speaker 0: wenn ich jetzt hier zum Beispiel sage, oh!

Speaker 0: Ich genieße das so endlich mal nicht zu frieren in diesem Sommer und hier in meinem Büro und am Dach angenehme vierzig Grad.

Speaker 0: Auch da fühle ich mich so richtig wohl und dann macht das Text ein Doppelspaß weil ich mag dass wenn der schreibt dich so leicht feucht ist Und auch wenn ich die Hände auflege und die Tastatur weiß du dann alle paar Minuten im Handtuch drüber fahren.

Speaker 0: Das ist halt einfach schön Weil dann bleibt sie sauber.

Speaker 0: Na und ich spreche das jetzt hier in einem Ton Du merkst?

Speaker 0: zwischen dem, was ich sage und dem, dass du das nicht Wort für Wort so verstehen darfst.

Speaker 0: Und das ist die Magie der Ironie!

Speaker 0: Wir müssen... Als Hörerin, als Leserinnen und Lesern müssen wir mitdenken und diese Lücke selbst füllen.

Speaker 0: Und das Spannende hier ist psychologisch, wer mitdenkt bringt sich einfach aktiver in den Text oder auch hier in das Gespräch mit rein.

Speaker 0: Wir werden zum Teil der Botschaft weil wir sie dekodieren Weil wir aktiv mitarbeiten bei der Bedeutungsfindung wenn du so möchtest.

Speaker 0: Das heißt die Ironie macht uns von passiven Botschaftsempfängern zu aktiven Komplizen.

Speaker 0: Wir bringen uns aktiv ein.

Speaker 0: Und das ist einmal, das aktivierende Potenzial der Ironie?

Speaker 0: Und was passiert nun, wenn du diese Ironie auf dich selbst rechtest?

Speaker 0: Also wenn wir tiefer eintauchen in die Welt der Selbstironie.

Speaker 0: Hier geht es darum dass du quasi auf einen eigenen Markel hinweist.

Speaker 0: Dass du eigene Schwächen oder hier so eine urkommische Situation wie ich im Büro schweißtriefend oder das mit meinem Gedächtnisverlust beim Wort Rhythmus... Ich habe das aber so wirklich, dass sich manche Wörter ja alle paar Monate nachschauen muss weil dann irgendwie die Hirnzelle gelöscht wurde oder ich mir dann einfach unsicher bin!

Speaker 0: das nochmal.

Speaker 0: Und weißt du, dass sage jetzt selbst ich als Studierter-Germanist mit Masterabschluss als Spiegelbestsellerauto und Profitexter der den ganzen Tag nichts anderes macht?

Speaker 0: Als mit Worten und Buchstaben zu jonglieren?

Speaker 0: auch mir passiert das!

Speaker 0: Und du merkst vielleicht da schon so ein bisschen, was das für eine Wirkung haben kann.

Speaker 0: Wenn ich über mich selbst lache, wenn ich mich nicht als zu ernst nehme und halt auch ein bisschen Verletzbarkeit hier mit reinbringe.

Speaker 0: Das hat vielleicht so einen Gefühl, als würde ich da so ne Schwäche offenbaren.

Speaker 0: doch in Wahrheit passiert da genau das Gegenteil denn ich riskiere hier auch ganz bewusst Verletztbarkeit.

Speaker 0: Und über die Macht der Verletzarkeit haben wir hier in früheren Folgen schon darüber gesprochen ganz zu Beginn in der Folge und auch noch neulich in der Folge.

Speaker 0: zweihundertvierzig mit dem Schwerpunkt Tränen, Drüsen, Ökonomien also wie viele Verletzbarkeit als Masche nutzen.

Speaker 0: Und ich meine das hier total ehrlich.

Speaker 0: Ich spreche hier bewusst über einen Markel, Upsies- und Auweias über vermeintliche Fehler und Unzulänglichkeiten.

Speaker 0: Das mache jetzt nicht um irgendwie Sympathiepunkte bei dir zu sammeln.

Speaker 0: Obwohl das vielleicht so wirken kann... Also ich setze mich nicht hin und sage oh jetzt nutze ich mal eine Spur selbst Ioni, um meine Verbindung zur Zielgruppe zu stärken.

Speaker 0: Nicht nutz das wirklich weil es zu meinem Naturell passt!

Speaker 0: Wenn du schon mal ein Webinar mit mir besucht hast einen Seminar und Vortrag gehört hast und auch einfach hier den Podcast dann weißt du dass ich regelmäßig so kleine Schwänkermacher in so lustige Dinge zwischendurch gerne mal lachen, so zur Auflockerung und dabei mir nicht zu schade bin mich selbst auf die Schippe zu nehmen.

Speaker 0: Und wenn wir diese Form der Kommunikation, also die selbstironie mal psychologisch unter die Lupe nehmen dann offenbart ihr uns drei ganz große Vorteile.

Speaker 0: und ein vierter übergeordneter Vorteil ist durchaus Sympathie.

Speaker 0: Selbstironie weckt Sympathie.

Speaker 0: Sie sorgt dafür, dass wir anderen Menschen sympathischer sind indem wir uns selbst eine Blöße geben und über uns selbst lachen und nicht ganz so ernst nehmen.

Speaker 0: Also das baut Verbindung auf!

Speaker 0: Dann der zweite Vorteil.

Speaker 0: den haben wir eben schon kurz angeteasert die Selbstironien die Läder zu einem mitzudenken und gemeinsam zu lachen.

Speaker 0: Sie sorgt also für Aktivierung auf der anderen Seite und bringt dich heraus aus dem Monolog und rein in den Dialog.

Speaker 0: Denn wenn du selbst ironisch kommunizierst, dann denke ich mit – Ich weiß dass das Gesagte nicht das Gemeinte ist!

Speaker 0: Und ich darf mich aktiv mit reinbringen um zu verstehen wie das Gemeinde ist.

Speaker 0: Das heißt ich bin einfach Aktivierter.

Speaker 0: Der dritte Vorteil, und der gilt gerade jetzt hier in unserer Hochglanzwelt.

Speaker 0: Indem jeder perfekt wirkt ist selbst Ironie halt einfach der perfekte Eisbrecher!

Speaker 0: Du zeigst dich einfach echt, authentisch, nahbar.

Speaker 0: die Menschen merken okay du bist keine glattpolierte Fassade, keine hochpolierte Maske sondern da ist was echtes, was menschliches bei.

Speaker 0: weil wir wissen aus unserer Lebenserfahrung aus menschlicher Weisheit niemand ist perfekt und unfehlbar und wenn wir halt die eigenen Schwächen eröffnen, dann sorgt das für Verbindung.

Speaker 0: Und das dritte

Speaker 0: bzw.,

Speaker 0: das vierte Element jetzt hier in diesem Vorteil gespannen – Das ist der Kompetenzbooster!

Speaker 0: Denn die Selbstironie darstellt.

Speaker 0: Das wirkt jetzt ein bisschen seltsam, wenn ich darüber spreche dass sich mir die Rechtschreibung mancher Wörter nicht merken kann.

Speaker 0: doch was ich jetzt hier mache Ich sorge für Augenhöhe.

Speaker 0: Das ist halt das, was für die besondere Sympathie und Verbindung sorgt.

Speaker 0: Ich brenne nicht irgendwie mit hochgehobener Nase rum und verstelle mich und tue so als wäre ich perfekt!

Speaker 0: Und alle anderen sind dann allein gelassen weil sie halt merken, ja, ich bin nicht so brillant, ich vergess ab und zu ein Wort, ne?

Speaker 0: Ich mach' mich nahbar und zugänglich indem ich halt genau zeige Ja auch ich habe solche

Speaker 0: Themen.".

Speaker 0: Und das schafft Augenhöhe und Verbindungen.

Speaker 0: Und es gibt zwei ganz bekannte Effekte, die diese Psychologie nochmal unter Mauern, die ich kurz hier mit reinbringen will.

Speaker 0: Vielleicht hast du schon mal vom Pretfall-Effekt gehört?

Speaker 0: Ich glaube der ging zurück auf das Experiment von einem Psychologen mit den Namen Elliot Aronson.

Speaker 0: Der spielte Versuchspersonen, nämlich Tonbänderform und darauf hörtest du verschiedene Kandidaten die ein schweres Quiz lösen mussten.

Speaker 0: Und einer davon, der glänzte dann ganz besonders, machte fast alles richtig, klang brillant in den Arten weil sie wie er das löste... ...und am Ende kippte er sich Kaffee über den Anzug und fluchte!

Speaker 0: Und andere?

Speaker 0: Die waren halt brillant, lösten das genauso gut.

Speaker 0: bei denen passiert aber nichts mit Kaffees und auch nix mit Fluchen.

Speaker 0: Das Ergebnis Das kannst du dir jetzt vorstellen.

Speaker 0: Der brillante Kandidat, der sich am Ende Kaffee über den Anzug kippte, wirkte bei den Versuchspersonen sympathischer als die Kandidaten, die einfach nur brillant waren ohne irgendwelche kleinen Pazzer.

Speaker 0: und du merkst halt dieser kleine Pazza, der macht die Person menschlich!

Speaker 0: Sie fühlt sich plötzlich nahe an.

Speaker 0: Da ist so eine Augenhöhe.

Speaker 0: Der ist vielleicht sehr intelligent, der ist brillant und trotzdem hat er die gleichen Fehlbarkeiten wie ich.

Speaker 0: Nur da ist einer von uns!

Speaker 0: Und genau dieser Effekt sorgt für diese Nahbarkeit, für die Sympathie.

Speaker 0: aber – das habe ich eben schon im Tee angedeutet – es gibt eine kleine Bedingung.

Speaker 0: Die ist sehr wichtig.

Speaker 0: Der Pretfall-Effekt funktioniert nur bei Menschen, die schon vorher kompetent wirken.

Speaker 0: Das heißt, wenn die Kandidaten nur mittelmäßig waren in der Lösung und das heißt nicht so brillant waren.

Speaker 0: Und auch da ja man schon hätte an ihrer Kompetenz zweifeln können dann dreht sich der Effekt rum!

Speaker 0: Der Café Fleck macht sie sogar noch unsympathischer.

Speaker 0: Deswegen ist hier ganz wichtig, wenn du mit Selbstironie spielen willst erst das Können demonstrieren und dann den Café fleck mit reinbringen, dann die kleine selbst ironische Anekdote mit rein bringen.

Speaker 0: Also bringen die Selbstironie nur dann ins Spiel, wenn deine Kompetenz und auch deine Autorität bereits etabliert sind.

Speaker 0: Beziehungsweise auf eine andere Art und Weise durchscheinen.

Speaker 0: also wenn du jetzt sagen wir auf deiner Website Du hast sehr viel Proof da, hast viele Verdienstorden die du dir ja ans Wappen pappen kannst Dann kannst du auch durchaus früh mit Selbstironies spielen.

Speaker 0: also achte darauf dass Deine Kompetence bereits etabliert ist.

Speaker 0: Und dann hatte ich dir noch einen zweiten Einblick in Studien versprochen.

Speaker 0: und dann gibt es Studien zum Thema Führung, die zeigen ganz klar.

Speaker 0: Eine Chefin über sich selbst lachen kann wirkt viel besser also hat eine stärkere wahrgenommene Kompetenz weil ihr Team ihr mehr vertraut.

Speaker 0: Das heißt ein Chef, eine Chefin, den durchaus Selbstironie mit reinbringen sich selbst nicht zu ernst nimmt wirkt Anschluss fähiger und nahbarer.

Speaker 0: Wenn sich jetzt allerdings ein Chef oder eine Chefin selbst überhöht und sich selbst irgendwie auf einen Podest stellt dann geht die Augenhöhe verloren.

Speaker 0: das heißt da gibt es auch einige Studien im Bereich Führung geradezu diesem Thema Mit der Augenhöher dass wir eben angesprochen haben Und ich weiß halt aus meinem Kreis von Coaches und aus meinen Einblick in Unternehmen Status Spielchen bei vielen Führungskräften so beim Tagesgeschäft sind.

Speaker 0: Das heißt, dass es auch in höheren Management-Ebenes manchmal etwas Gerangel gibt.

Speaker 0: Diese Statusspielchen, die damit reinkommen und das kann in manchen Spielen, kann das wertvoll sein mit manchen Leuten doch mit Blick auf das eigene Team ist es wichtig und wertvoll einfach offen zu bleiben und sich selbst nicht ganz so ernst zu nehmen, damit halt einfach diese Augenhöhe da sind, dass die Menschen merken sie können eine direkte Verbindung zu dir aufbauen.

Speaker 0: Das soweit zur Wirkung und zu den Vorteilen von der Selbstironie.

Speaker 0: Und dann habe ich jetzt noch drei kleine Gefahren mit dabei, in die ich dir noch ganz kurz vorstellen will wie um kleinen Dämpfer zu geben.

Speaker 0: doch ich lade dich natürlich im Anschluss nochmal dazu ein das ordentlich auszuprobieren in deine Welt zu bringen damit zu experimentieren.

Speaker 0: also kurz die Gefahren.

Speaker 0: Die erste Falle bei dem Ganzen ist du witzelst bevor Du liefhorst Und damit meine ich das jetzt von dem Experiment von Aronson.

Speaker 0: Ohne Kompetenz wirkt die Selbstironie nicht richtig, dann klingt die Selbst-Ironie wie so eine Art Schuldeingeständnis!

Speaker 0: Wenn du jetzt gar nicht wüsst es wer ist denn der Jury?

Speaker 0: Was hat er schon gemacht und so?

Speaker 0: Dann spricht er darüber wie er hier klebrig am Schreibtisch sitzt und manche Wörter vergisst und sich auch noch Autor nennt... ...dann kann das in deinem gesamten Bild.

Speaker 0: Dann will das Bild von Kompetenz vielleicht gar nicht richtig aufkommen.

Speaker 0: Deswegen hier ganz wichtig Beweise erst, dass du es kannst und dann darfst Du Dich über dich selbst lustig machen und dann Darfst Du Über Dich Selbst Lachen.

Speaker 0: also Erst die kompetenz Und Dann Die ironie.

Speaker 0: der zweite fall du rüttelst am kern.

Speaker 0: Also wenn Du mit Der Selbstironie Witze machst über deinen preis über Deine Macken oder über dein hässliches logo Dann geht das, dann kann das Spaß machen.

Speaker 0: Mach allerdings niemals Witze über das Produktversprechen!

Speaker 0: oder um wirklich die Substanz hinter deinem Unternehmen, wenn ich jetzt zum Beispiel irgendwie Witze über meine Bücher machen würde und dass sie halt nicht gut sind.

Speaker 0: Oder das meine Kurse irgendwie nur Larifari sein würden oder so.

Speaker 0: Würde ich niemals sagen gibt doch gar kein Grund.

Speaker 0: Es sind richtig coole Sachen alles coole Produkte, die jeden Euro wert sind sogar das Zehnfache.

Speaker 0: Nur da an der Substanz deines Unternehmens am Kern wirklich deiner Angebotsversprechen.

Speaker 0: Da gehört die Ironie nicht hin.

Speaker 0: Ansonsten wirkt das wie so eine Art Selbstabwertung und dann wird es gefährlich.

Speaker 0: Also durchaus mit dem kleinen Ironie-Hemmerchen hier und da mal ein Gläschchen zertrümmern, allerdings nicht das Fundament deines Business angreifen – nicht dagegen klopfen!

Speaker 0: Und die Falle Nummer drei du übertreibst Das ist die größte Falle überhaupt bei allen Stilmitteln.

Speaker 0: Ein bisschen Selbstironie mit reinkippen ist super, das gibt die perfekte Würze und es ist wie mit einem guten Gewürz wenn du selbst Ironie mit rein bringst.

Speaker 0: in Maßen perfekt aber wenn du ein ganzes Kilo davon auf zwei hundert Gramm Nudeln kipps dann ruiniert das alles!

Speaker 0: Dann wird's anstrengend, dann wird's schwer Und wer ständig auf sich selbst eindrecht, wirkt auch nach einer Zeit halt total unsouverän.

Speaker 0: Dann wirkt das so ein bisschen wie Fishing for Compliments ne?

Speaker 0: Ich mach mich selbst runter in der Hoffnung dass du mich dann wieder aufbaust und kitzle dann positive Argumente aus dir heraus.

Speaker 0: Das ist nicht das wo wir hin wollen!

Speaker 0: dann verliert die Marke so ein bisschen ihr Rückgrat und deswegen beachtet, dass auch hier selbstironie dosiert einsetzen.

Speaker 0: Wenn ich in einem Newsletter ein zwei Witze auf meine Kost mache kann das den Text auflockern, die gesamte Stimmung bereichern aber wenn ich in jedem zweiten Satz damit komme, wird es anstrengend und dann kippt die Wirkung nach hinten.

Speaker 0: Das ist bei allen Stilmitteln so, wenn wir es übertreiben, dann wirds doof.

Speaker 0: Und ich will dir jetzt zum Abschluss noch ein paar Inspirationen mitgeben.

Speaker 0: Wie kannst du Selbstironie jetzt ganz konkret in deinem Alltag einsetzen, in dein Handwerk?

Speaker 0: Das kannst du z.B.

Speaker 0: machen um Einwände auf eine lustige Art und Weise zu entkräften!

Speaker 0: Ich habe das zuletzt bei Instagram in einer Werbung gesehen.

Speaker 0: die hab' ich leider nicht abgespeichert Die war auch auf Englisch oder ging's um Brillen Um.

Speaker 0: der Spruch ging irgendwie so Our glasses are not cheap Because no one wants cheap glasses.

Speaker 0: Wenn wir das übersetzen, könnten wir auch hier mit der Doppeldeutigkeit des Wortes billig spielen?

Speaker 0: Natürlich ist mein Kurs nicht billig!

Speaker 0: Denn wer will schon billige Kurse haben?

Speaker 0: Also ich lasse jetzt auf die richtige Art und Weise vor.

Speaker 0: Körperer.

Speaker 0: Das hatte sehr viel mit Tonernität zu tun.

Speaker 0: Ich hoffe die Werbung findet mich noch mal wieder.

Speaker 0: dann kannst du auch hier Das plötzlich auch auf eine souveräne Art und Weise so deine eigenen Preise auf die Schippe nehmen.

Speaker 0: Also, auch hier bei Einwänden und so eine Spur Selbstironie mit reinbringen, die selbst nicht zu ernst nehmen und häufig hilft dir das halt auch so verbales Aikido mit reinzubringen, mit den Wörtern zu spielen und dann schlagfertige Antworten zu finden!

Speaker 0: Der erste Punkt, der zweite Erzeuge Sog.

Speaker 0: Ich finde so eine Portion Selbstironie.

Speaker 0: die zieht halt magisch an.

Speaker 0: Zum einen weil sie Druck auflöst.

Speaker 0: in dem Moment wo wir gemeinsam lachen ist halt kein Druck mehr da und du spürst hey!

Speaker 0: Da is ein Mensch, da ist keine Hochglanzmaske und Menschen bauen Verbindungen zu anderen Menschen auf.

Speaker 0: Und ich finde, wenn so Selbstironie mit dem Spiel ist, dann weiß ich okay hier kommt ab und zu ein Lacher.

Speaker 0: Das ist wie einer guten Comedy-Show!

Speaker 0: Ich frage mich, wann kommt denn der nächste Lacher?

Speaker 0: Und ich warte ganz gespannt in freudiger Erwartung.

Speaker 0: Irgendwann kommt jetzt wieder, da kommt die nächste Poerte... ...und wenn die Menschen das auch mit deiner Marke verbinden lockert das einfach alles auf.

Speaker 0: Also das erzeugt so einen gewissen Soak.

Speaker 0: Dann, der dritte Punkt Hab das hier genannt, der selbstironische Superlativ.

Speaker 0: Ich hab mal für einen Vermögensberater die Headline getextet Die wahrscheinlich langweiligste Vermögenverdopplung der Welt.

Speaker 0: Und hier habe ich auch das Langweilige sehr selbsterronisch als Werbeversprechen genommen.

Speaker 0: Denn seine Kundinnen und Kunden wollen, dass ihre Vermögendverdoppelungen was er so alle sieben bis acht Jahre in Aussicht stellt, dass die möglichst langweilig passiert.

Speaker 0: Ohne viel Special Effects ohne viel Verrücktheit, ohne viel Angst und Panik und Schweiß zwischendurch sondern einfach zuverlässig ganz entspannt, ganz unaufgeregt.

Speaker 0: Alle sieben- bis acht Jahren doppelt soviel Geld!

Speaker 0: Ganz schön langweillig, ja?

Speaker 0: Geldvermehrung darf gerne langweils sein Und das konnte bei ihm sehr gut funktionieren, weil er einen sehr guten Ruf hat und vor allem dahinter steckt sehr viel Kapitalmarktforschung.

Speaker 0: Sehr viel Substanz hinter seiner Arbeit.

Speaker 0: Dann verträgt sich das auch sehr gut mit so einer leisen Spur Selbstironie!

Speaker 0: Ein vierter Einsatzpunkt ist die Anti-Climax.

Speaker 0: Ich liebe sowetwas wenn es so auf ein Höhepunkt hingeht und du denkst dir gleich kommt jetzt etwas mit sehr viel Weisheit, mit sehr sehr viel Substant und dann plötzlich brichst Du das?

Speaker 0: und wollen ein bisschen Homo mit reinkommt, habe ich zum Beispiel mit reingebracht in so eine Aufzählung.

Speaker 0: Ich liebe ... wenn es um den Sport geht noch mal an Treppen steigen... Ich liebe den Schweiß!

Speaker 0: Den Schmerz!

Speaker 0: Und jetzt erwartest du noch was Weises?

Speaker 0: Dann sag' ich und die Pizza danach!

Speaker 0: Und das weißt Du, dass kippt so plötzlich kippte Puerte und das macht halt einfach Spaß.

Speaker 0: Ich liebe den Schweiss!

Speaker 0: Den schmerz und dann die Pizza dann auch.

Speaker 0: oder manchmal gibt's Lasagne und meistens auch Thai.

Speaker 0: Ich wüsste gerne was mit meinem Körper passiert, wenn ich hier bei vierzig Grad unter dem Dach so ein richtig scharfes Teigerecht esse.

Speaker 0: Spannend, ne?

Speaker 0: Was mein Hirn so nebenbei hier ausspuckt während ich Podcast mache!

Speaker 0: Also du merkst das kommt aus mir ganz natürlich raus.

Speaker 0: und ich hatte noch ein fünftes Beispiel hier mit dabei... Das kannst Du sogar im Claim verwenden.

Speaker 0: Der ist es der legendäre Claim der Autovermietung Avis die geschrieben haben damals Wear Number Two We Try Harder.

Speaker 0: Das heißt, wir sind nur die Nummer zwei auf dem Markt der Autovermietung und deswegen strengen wir uns mehr an.

Speaker 0: Weil die Nummer eins legt ja dann einfach selbstgefällig die Hände in den Schoß!

Speaker 0: Und auch hier die Selbstironie sogar im Claim mit dabei.

Speaker 0: Also gibt viele schöne Wege das einzusetzen?

Speaker 0: Die Frage ist jetzt wo setzt du das ein?

Speaker 0: Wo kannst Du vielleicht haben... Kleine Eitelkeit mit reinbringen.

Speaker 0: Wo hast du vielleicht eine kleine Macke, die du aufs Korn nehmen könntest?

Speaker 0: Was kauft dir deine Zielgruppe wahrscheinlich nicht zu hundert Prozent ab?

Speaker 0: Womit könntest Du spielen?

Speaker 0: wird Deine Welt Mit einer Prise Selbstironie und damit machst Du halt dich sympathisch.

Speaker 0: Dadurch baust Du Verbindung auf Und es geht einfach nur darum im Kern Dich zu trauen Denn das ist Das wo's bei vielen Harpot so ne Wahrheit über sich selbst Zu sagen denn da steckt die Verletzbarkeit mit drin.

Speaker 0: Und hier ist ganz wichtig, dann wirklich auch dahinter zu stehen!

Speaker 0: Ich habe kein Problem damit hier und da ein Wort im Wörterbuhl nachzuschauen weil ich weiß das sogar manche meiner Professoren das gemacht haben früher.

Speaker 0: Es gehört halt einfach Größe dazu und Stärke über die kleinen Markel zu sprechen.

Speaker 0: Ich sage auch gerne wir seine wahre Größe kennt und lebt muss seine kleinen Macken nicht fürchten.

Speaker 0: es kommt halt darauf an Fein zu sein, über dich selbst lachen zu können.

Speaker 0: Du kennst dich und musst dich nicht

Speaker 0: verstecken.".

Speaker 0: Es zeigt halt einfach Größe zu seinen kleinen Macken zu stehen wenn wir es auf den Punkt bringen.

Speaker 0: Und das Beste ist in dem du Zuerst auf dich selbst zeigst, dich selbst so ein bisschen vorführst.

Speaker 0: Bestimmst du worüber alle lachen?

Speaker 0: Du wählst selbst den Markel und das gibt dir auch wieder eine kleine Spur von Kontrolle zurück!

Speaker 0: Also das ist ein hochgradig paradoxes Thema.

Speaker 0: wir geben die Kontrolle auf indem wir unsere Fehlende draußen zeigen und gleichzeitig kontrollieren wir den Prozess wider.

Speaker 0: Ich glaube es ist ein bisschen viel für vierzig Grad hier aus einfach so unglaublich faszinierend.

Speaker 0: Und abschließend noch eine kleine Pannschlein, die ich in meinem Buch formuliere.

Speaker 0: Da habe ich so ne These, die hab' ich auch neulich mal in meinem Newsletter geteilt, in meinem Lecker-Letter.

Speaker 0: Die wackelt noch ein bisschen aber ich glaube sie hat einen sehr wahren Kern!

Speaker 0: Ich habe nämlich geschrieben je weniger wir uns selbst ernst nehmen desto ernster nimmt uns unsere Zielgruppe und ich glaube da ist was dran.

Speaker 0: das klingt paradox.

Speaker 0: also es passt zum Thema und da steckt auch eine tiefe Weißheit drin Denn wer über sich selbst lachen kann, der sagt zwischen den Zeilen ja ich kenne meine Eigenheiten.

Speaker 0: Ich kenne meinen Opsis und Auweias Und ich bin mir meiner so sicher dass ich darüber lachen Kann.

Speaker 0: und deswegen macht Selbstironie dich sympathisch wenn du vorher lieferst also wenn Du vorher deine Kompetenz und autorität aufgebaut hast.

Speaker 0: das ist die wichtige Voraussetzung.

Speaker 0: Dann sorgt sie für Sympathie Sie baut Vertrauen und Verbindung auf.

Speaker 0: einfach so eine richtig schöne menschliche Connection.

Speaker 0: Probier es also aus, wenn es zu deiner Marke passt trau dich durch selbst ein bisschen auf die Schippe zu nehmen.

Speaker 0: du wirst einen positiven Unterschied machen Und dabei wünsche ich dir jetzt ganz viel Freude.

Speaker 0: Danke, dass du hier und heute mit dabei warst!

Speaker 0: Ich freue mich wenn du in der nächsten Runde Spaß mit Buchstaben wieder dabei bist... ...und wenn Du kleine Phänomene hast, psychologische Phänomenen, Themen aus Copywriting, Branding & Verkauf,... ...die du hier gerne mit reinbringen möchtest, dann lass es mich sehr gerne wissen.

Speaker 0: Dann wird mir deinem Thema eine eigene Folge.

Speaker 0: oder wenn du Interview-Partnerinnen und Partner kennst die spannend sein könnten für diesen Podcast lasse es mich auch wissen vernetze uns gerne.

Speaker 0: Folge wieder zu begeistern.

Speaker 0: Bis dahin bleibt heiter, schreibt lecker und bye-bye!

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