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261 | Schreibstil entwickeln – warum mehr schreiben allein Dich nicht besser macht

Wie Du Deinen Stil mit System und absichtsvollem Üben besser trainierst.

Mehr schreiben gilt als der sicherste Weg zu besseren Texten. Dabei verstärkt jede Wiederholung genau die Gewohnheiten, die Du schon hast – auch die, die gegen Dich arbeiten. In dieser Folge zerlegen wir Stil in trainierbare Einzelfähigkeiten und schauen uns an, warum Übungstexte ohne Publikum mehr bewirken als der nächste Post.

Schwerpunkte aus dieser Folge:

– Wie Routine und stumpfe Wiederholung Deine Schwächen stärken können.

– Warum Du Stil systematisch trainieren solltest.

– Weshalb es hilft, auch Texte zu schreiben, die Du niemals veröffentlichst.

– Wie Abschreiben Deine Kreativität stimulieren kann.

– Wie eine professionelle Übungsroutine aussehen kann.

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Speaker 0: Schreibt doch einfach mehr, jeden Tag und einfach immer so weiter.

Speaker 0: So lautet der Rad den du an jeder Ecke auf die Frage bekommst wie du deinen eigenen Schreibstil entwickeln kannst!

Speaker 0: Und dieser Rat ist zwar nett, der hat jedoch auch eine ganz gefährliche Schattenseite – und die schauen wir uns in dieser Folge genauer an und klären wie eine smarte Alternative aussehen kann….

Speaker 0: Es gibt kaum eine Frage, die mir in den letzten Jahren so häufig begegnet ist wie die nach dem eigenen Schreibstil.

Speaker 0: Denn in dem Umfeld, heute mit all den KI-Tools da denken alle Menschen gleich und das manifestiert sich dann auch in ähnlichen Ausdrücken.

Speaker 0: In ähnischen Worten ist gerade so ein bisschen eine Gleichschaltung, einen großartigen unappetitlicher Einheitsbrei der sich da entwickelt.

Speaker 0: Und da ist es halt einfach ein ganz besonderer Wettbewerbsvorteil wenn du die Dinge auf deine eigene Art sagen kannst und natürlich auch auf eine eigene Art über die Dinge nachdenkst.

Speaker 0: Es geht um deine Eigenart.

Speaker 0: Und die klassische Lehrbuchantwort auf die Frage nach der eigenen Stilentwicklung ist, schreib einfach jeden Tag!

Speaker 0: Schreib immer weiter, schreibe immer mehr, bleib einfach dran und du wirst dein Stil über die Jahre entwickeln.

Speaker 0: Da bin ich auch ganz dabei.

Speaker 0: da wird durchaus einiges passieren.

Speaker 0: Ich habe nur so einen kleinen Bauchschmerz bei diesem Tipp weil ich glaube dass er viele Menschen halt einfach viele unnötige jahre kostet und vielleicht auch viele unnötige Texte.

Speaker 0: Ich glaube, dass es sehr viel effizientere Wege zum eigenen Stil gibt und da will ich mit dir eintauchen hier in dieser Folge!

Speaker 0: Und damit willkommen zu einer neuen Folge hier, die Macht der Sprache.

Speaker 0: Hier tauchen wir tief ein in die Psychologie hinter Copywriting, Branding und Verkauf – das Ganze mit mir!

Speaker 0: Ich bin Jury Keifens dreifacher Autor, Trainer für modernes Copywriting für Brandwriting und auch für NLP.

Speaker 0: Das heißt bei mir geht es rund um die Welt der Sprachen wie Spracherealität erzeugt und wie Sprache Menschen beeinflusst und auch begeistern kann für dich und deine Welt.

Speaker 0: Und wir schauen uns in dieser Folge die Antworten auf die wichtigsten Fragen an.

Speaker 0: Nämlich, warum bin ich kein Fan von dieser ganz plumpen einfachen Wiederholung?

Speaker 0: Wir schauen uns an was du stattdessen tun kannst also wie meine Empfehlung aussieht und ich gebe dir auch eine kleine Idee für einen sogenannten Stil Trainingsplan mit wo du über einige Wochen und Monate ganz gezielt an deinem Stil arbeiten kannst unwahrscheinlich schnellere Fortschritte machst, größere Fordschritten machst als Menschen die einige Jahre einfach eiserne Routine und sehr viel Disziplin schreiben.

Speaker 0: Starten wir dazu mit der ersten und wahrscheinlich auch wichtigsten Frage, warum macht mehr schreiben?

Speaker 0: Dein Schreiben nicht automatisch auch besser!

Speaker 0: Und hier liegt die Antwort einfach in den Natur der Wiederholung Denn die Wiederholung verstärkt immer das, was schon da ist.

Speaker 0: Das heißt, was du ohnehin schon machst!

Speaker 0: Die Wiederholungen fragt jetzt nicht ob es eine gute Idee war oder ob es auch Alternativen gibt.

Speaker 0: Das ist so wie Stell dir meine Wiese vor über die du jeden Morgen läufst.

Speaker 0: Einfach am Anfang so ne ganz naturbelassene Wiese.

Speaker 0: nach einer Woche siehst Du Eine Spur, so ein Pfad den du da reingetrampelt hast und nach einem Monat wird er immer klarer.

Speaker 0: Und nach einem Jahr gehst Du halt einfach ganz automatisch über diesen Pfad der sich in die Natur eingraviert hat wenn Du so willst.

Speaker 0: Und genau so arbeitet auch dein Schreibgehirn.

Speaker 0: Es arbeitet auf Autopilot, jeder Text legt so eine erste Spur.

Speaker 0: jede Formulierung die du dann zum zweiten dritten hundertsten Mal benutzt vertieft sie und irgendwann übernimmt die Gewohnheit die Entscheidung für dich.

Speaker 0: sprich alles was du permanent wiederholst, verfestigt sich wird zu einem Muster und läuft irgendwann auf Autopilot.

Speaker 0: Und das ist ein ganz großes Geschenk.

Speaker 0: so entsteht halt einfach Meisterschaft und unbewusste Kompetenz.

Speaker 0: dass wir halt einfach Dinge sehr gut machen ohne dass sie anstrengend wirken.

Speaker 0: Das ist solange gut wie dich halt dieser Trampelfahrt dorthin führt wo du hin möchtest.

Speaker 0: In zwei Fällen kann das allerdings auch problematisch werden.

Speaker 0: der erste is wenn Du in diese ganze Struktur irgendwie eine Schwäche einbetoniert hast, du verfestigt hast.

Speaker 0: Sagen wir mal an diesem Fahrt, der führt jedes Mal bei dieser Wiese über eine Steigung und die könntest du eigentlich vermeiden?

Speaker 0: Du merkst das halt nur nicht weil dir nicht klar sind dass es auch andere Wege gibt!

Speaker 0: Du weißt ja nicht was sich links und rechts von deinem Fahrt befindet und gehst vielleicht einen unnötig schweren Weg jedesmal.

Speaker 0: Sagt man sagen wir da sind irgendwo Dinge In deiner Übung, in deine Wiederholung die du hättest optimieren können und die hast du jetzt festgefahren.

Speaker 0: Und je fester die Sitzen desto schwieriger wird es auch später, die wieder zu lösen.

Speaker 0: Das ist so das erste Problem.

Speaker 0: Und das zweite habe ich dabei schon gestreift, dass es bei all den Möglichkeiten die Links und Rechts liegen vom Weg wenn du über diese Wiese gehst und es gibt vielleicht auch die Möglichkeit mal einen kleinen Bach zu besuchen oder es gibt irgendwo eine kleine Lichtung oder einen uralten Baum wo man entlang gehen könnte wo einfach noch ein neuer Reichtum liegt Wenn Du immer auf den festen Faden bleibst wirst Du den wahrscheinlich niemals entdecken.

Speaker 0: Also es lohnt sich hier und da ein bisschen abzuschweifen, das wollen wir gleich etwas systematischer machen.

Speaker 0: Ich will dir noch ein kleines Beispiel geben was mir gerade einfällt.

Speaker 0: ich hatte nämlich meinen Kunden.

Speaker 0: der hat mit Eisener Disziplin – ich glaube das war in einem Jahr zweihundert LinkedIn-Posts geschrieben.

Speaker 0: also sehr stark dass ist einfach Disziplin auf Weltklasse Niveau.

Speaker 0: und als wir dann irgendwann mal seine Texte nebeneinander gelegt haben weil auch er wollte beim Stil sich weiterentwickeln hat er gemerkt okay Jeder einzelne Post begann mit einer rhetorischen Frage.

Speaker 0: Einfach jeder, oder?

Speaker 0: Zumindest war es eine Frage.

Speaker 0: Häufig waren's rhetorische Fragen und er hatte diesen Kniff irgendwann mal von einem anderen Texter gelernt und zweihundert Wiederholungen später ist das halt einfach zu seiner Natur geworden.

Speaker 0: Auf Englisch sagt man, Zuck'n Nature ist alter einfach wie seine zweite Haut!

Speaker 0: Er sieht das gar nicht, er nimmt das gar nichts mehr wahr.

Speaker 0: Das war wirklich für so ein Aha-Moment für ihn, als er gemerkt hat ey krass ich dat ja wirklich immer mit einer Frage Und das kann natürlich ein Stilmittel sein, wenn du da so umarmst und es dein Ding ist.

Speaker 0: Nur gleichzeitig bin ich beim Stil so einen Fan davon.

Speaker 0: Natürlich gibt es Konstanten.

Speaker 0: Also es gibt Dinge, die du wiederholst, die einfach deinen Stil ausmachen.

Speaker 0: Einfach ein Stil lebt von seiner Wiedererkennbarkeit.

Speaker 0: Wenn jedes Mal alles komplett anders ist dann geht der Stil so nach hinten los weil da ist ja nichts Vertrautes da was Vertrauen wecken könnte.

Speaker 0: Deswegen is für mich guter Stil dynamisch Der lebt aus dem Wechselspiel oder dem Zusammenspiel eher Von Dingen die sich wiederholen Die permanent widerkehren und Dingen die sie entwickeln eine gewisse Kontinuität und gleichzeitig so ein Element der Überraschung, dass die Menschen merken ja diese Welt hier ist vertraut.

Speaker 0: Und manchmal tauchen neue Akzente auf.

Speaker 0: also wenn jetzt wie bei meinem Kunden überall Fragen kommen kann das mit der Zeit ein bisschen monoton wirken vielleicht auch ein bisschen einschläfern.

Speaker 0: dann ist da ein gewisses Stilpotenzial vorhanden.

Speaker 0: nur irgendwo fehlt da so die überraschungen.

Speaker 0: mit der zeit kann es einschlägern und nicht mehr so richtig stimulieren.

Speaker 0: solchen Fällen halt einfach hier und da etwas Neues mit reinzubringen, ein Element der Überraschung Variation mit reinzubringen.

Speaker 0: Das heißt hier bei meinem Kunden hat die Wiederholung ihn schneller gemacht, routinierter und auch produktiver.

Speaker 0: allerdings hat sie nicht wirklich seinen Stil besser gemacht!

Speaker 0: Und hier würde ich dir einfach auch mal empfehlen um diese Übungen für deine Welt zu übertragen leg einfach mal Vielleicht suchst du dir die fünf besten Texte raus.

Speaker 0: Fünf Texte, vielleicht waren es Social Media Posts, vielleicht war es Blockartikel Texte wo du wirklich merkst wow!

Speaker 0: Die haben eine gewisse Magie Da steckt was Besonderes drin.

Speaker 0: Und dann legst du die mal nebeneinander und liest sie jetzt nicht mit so einer ganz natürlichen Lesebrelle, sondern mit so eine Brelle eines Fahndors, eines Stilfahnders.

Speaker 0: Du fahndest nach den Elementen, die diese Texte so besonders machen.

Speaker 0: Nimmst dir vielleicht ein Markierstift dazu und markierst halt die Elemente da drinnen.

Speaker 0: Du kennst das ja nach dem Achtzigzwanzig-Prinzip, dass ich sehr gerne auch auf die Welt des Textens übertrage.

Speaker 0: Prozent der Wörter eines Textes sorgen für Achtzig Prozent der Wirkung und identifiziere, was sind diese Elemente an einem Text die das ausmachen?

Speaker 0: Einfach um schon mal so die Grundkonstante zu finden.

Speaker 0: Also was ist so?

Speaker 0: das Vertraute dass Wiedererkennungspotenzial hat, um dir das erst einmal bewusstzumachen Und das ist ein ganz wichtiges Stichwort hier für diese Folge dieses Bewusstmachen.

Speaker 0: Wir wollen uns bewusst machen, was genau wir überhaupt trainieren wollen.

Speaker 0: Denn es ist so.

Speaker 0: die zweite Frage auf die ich mit dir hinaus will, woraus besteht Stil eigentlich?

Speaker 0: Für viele Menschen ist Stil halt so'n eher schwammiger Begriff und man sagt er oder sie hat Stil genauso wie er oder Sie hat Charme oder hat Talent.

Speaker 0: Wir nutzen da so'nen Wort ohne wirklich spezifisch zu beschreiben.

Speaker 0: okay, woran machen wir das denn fest?

Speaker 0: Und in Wahrheit ist Stil nicht eine so diffuse Sache, sondern es ist ein Bündel aus verschiedenen Fähigkeiten.

Speaker 0: Aus verschiedenen Effekten die sich alle getrennt voneinander trainieren lassen.

Speaker 0: Wenn zum Beispiel mein Kunde gelernt hat einfach gute starke rhetorische Fragen zu stellen ist das Eine-Fähigkeit Ein-Element In einem großen Bündeln an Fähigkeiten die er trainieren könnte.

Speaker 0: Und hier will ich mit dir rein einfach das Bewusstsein dafür schärfen, dass du deinen Stil in einer Vielzahl von Facetten trainieren kannst.

Speaker 0: Du kannst dich zum Beispiel auf den Rhythmus deiner Sätze fokussieren und das Spiel zwischen langen und kurzen Setzen üben, zwischen Fragen und Statements.

Speaker 0: Du kannst mit der Kraft der Verben experimentieren!

Speaker 0: Du entdeckst z.B.

Speaker 0: jeden Tag jede Woche neue Verben und entwickelts mit der Zeit so dein Portfolio an Lieblingsverben.

Speaker 0: oder du entdecks die Macht der Bilder, experimentierst mit Metaphern und Allegorien starke Vergleiche, die deine Texte bereichern.

Speaker 0: vielleicht befasst du dich auch intensiver mit dem Thema weglassen wie du in wenigen Worten sehr viel sagen kannst, was du alles streichen kannst.

Speaker 0: Wie du deinen Text verdichten kannst.

Speaker 0: oder du beschäftigst dich mit Humor oder mit Erzählstruktur.

Speaker 0: also du merkst es gibt so vieles vielleicht auch mit Ironie womit du dich auseinandersetzen kannst.

Speaker 0: und das sind alle einzelne kleine Punkte in deinem großen Stil Repertoire die du trainieren kannst.

Speaker 0: Und meine Erfahrung ist, dass die meisten Menschen, die regelmäßig schreiben so ein paar davon sehr stark ausgeprägt haben.

Speaker 0: Manche vielleicht eher mittelmäßig und manche halt überhaupt gar nicht trainieren und vielleicht überhaupt gar nichts nutzen in ihrer Schreiber.

Speaker 0: Das können verborgene Potenziale sein, die du entdecken kannst.

Speaker 0: Man wurde zum Beispiel die Kraft der Verben nutzt und plötzlich entdeckt, Mensch da gibt es so viele schöne Verben, die ich nutzen kann Trainierst du das und entwickelst halt mit der Zeit einen größeren Reichtum, dich auszudrücken.

Speaker 0: Die Grundkonstante bleibt da, nur du arbeitest mit deinen Lieblingselementen und gleichzeitig bringst Du immer wieder neue Metreien!

Speaker 0: Das sorgt halt für diese Dynamik dass in deinem Stil auch so eine Art Wandung bleibt, dass es immer wieder was Neues gibt kleine überraschende Elemente.

Speaker 0: Und jetzt drängt sich natürlich die Frage auf wie kannst du diese einzelnen Elemente trainieren?

Speaker 0: Und mein Lieblingstipp dafür ist das Lesen Lesen, lesen.

Speaker 0: Denn lesen kennst du ja den Spruch ist Denken mit fremdem Gehirn.

Speaker 0: Du schaust einfach durch die Augen einer anderen Person und merkst dabei okay es gibt noch viele andere Möglichkeiten sich auszudrücken.

Speaker 0: Und mein Tipp für dich ist jetzt hier an das ganze bewusst ran zu gehen und zwar absichtsvoll zu lesen.

Speaker 0: Das heißt, du hast eine ganz klare Absicht was du hier mitnehmen und entdecken willst.

Speaker 0: Sprich, du liest jetzt nicht von einer Seite zur nächsten nur um Informationen aufzunehmen oder dich irgendwie nett unterhalten und briseln zu lassen sondern du hast die Absicht dabei Stil-Elemente zu identifizieren, zu analysieren die dich irgendwo faszinieren.

Speaker 0: Also wo du irgendwo merkst wow dieser Satz hier liest sich super oder krass!

Speaker 0: Hier hatte ich gerade tolles Kopfkino oder hey ich habe gerade geschmunzelt und in mich hineingelacht.

Speaker 0: wie schafft der Text das?

Speaker 0: Das heißt das erste drei Elemente, drei kleine Tipps beim Lesen für Dich.

Speaker 0: Das Erste ist analysieren.

Speaker 0: Also wenn immer du einem Element in deinem Text begegnest, das für dich eine sehr schöne Wirkung hat.

Speaker 0: Dass es dich zum Lachen bringt, zum Nachdenken bringt oder halt einfach wildes Kopfkino bei dir erzeugt, hältst du kurz inne und analysierst.

Speaker 0: wie gelingt es dem Text diesen Effekt gerade bei mir zu erzielen?

Speaker 0: Was sind die Wörter, die Formulierungen, die Stil-Elemente, die das bewirken dass ich so innehalte und so einen kleinen Wow Moment habe?

Speaker 0: Das ist das erste Analysieren.

Speaker 0: Das zweite, was du tun kannst und das ist insbesondere dann hilfreich wenn du mit der Analyse nicht gleich dahinter kommst.

Speaker 0: Was zeichnet denn diesen Text aus?

Speaker 0: Dass du einfach hingehst und den mal abschreibst – den Absatz!

Speaker 0: Vielleicht auch nur den Bereich gerade der diese Wirkung hat und dabei merkst ach krass jetzt wo ich selbst die Worte hintereinandersetze hier dieses Wort oder mit dieser Wendung oder diese Art, den Satz zu schreiben.

Speaker 0: Das mache ich normalerweise nicht und dann merkst du okay hier sind Elemente drin mit denen bin ich noch nicht so sehr vertraut und greifst genau die auf.

Speaker 0: das kann eine sehr wertvolle Übung sein weil du beim Schreiben einfach anders denkst.

Speaker 0: Du denkst auch schon ein bisschen mit den Händen Und dass macht die Magie aus.

Speaker 0: und ein drittes Element also neben dem analysieren Dem Abschreiben kommt jetzt das Rekonstruieren.

Speaker 0: Du hast im Hinterkopf, du hast ja gerade den Bereich, den Text und den Abschnitt gelesen, der dich begeistert hat... Jetzt behältst du in deinem Kurzzeitgedächtnis für einen Moment?

Speaker 0: Okay!

Speaker 0: Was war die Aussage?

Speaker 0: Was hat der Text erzählt?

Speaker 0: und rekonstruierst das auf deine eigene Art und

Speaker 0: Weise?!

Speaker 0: Das heißt, du schreibst nicht Wort für Wort den Text ab.

Speaker 0: Sondern Du schreibest aus Deiner Erinnerung mit dem Ziel, Den gleichen Effekt die gleiche Qualität zu erschaffen, Schreibst Du den Text aus dem Gedächtnis heraus neu auf Deine eigene Art und Weise.

Speaker 0: Und ich habe schon den Effekt gemacht dass manche Texte über diesen Weg sogar noch besser werden Weil du plötzlich identifizierst, okay das und dass ist richtig gut.

Speaker 0: Das übernimmst Du und gleichzeitig kommt unbewusst so ein Teil von Dir, von Deinem ureigenen Stil damit rein.

Speaker 0: Das heißt dieses Rekonstruieren schafft so ein bisschen die Balance zwischen dem was es meins?

Speaker 0: Was passt zu mir und meiner Art und was sind die neuen Elemente, Wenn du so willst assimilieren will, ich will die in meine Welt hinein saugen zu meinem Machen.

Speaker 0: Dass sie zu meiner Art werden.

Speaker 0: wir wollen ja jetzt nicht irgendwie jemanden kopieren sondern wir wollen die Einflüsse das was wir schön und interessant finden bei anderen Zu unserem eigenen machen mit Ja zu unserer eigenen super mit reinmischen.

Speaker 0: Du merkst also.

Speaker 0: die Grundidee ist hier einzelne Aspekte bewusstzumachen absichtsvoll zu üben, zu trainieren und so Stück für Stück in dein Stil-Repertoire mit aufzunehmen.

Speaker 0: Damit du über den Tellerrand hinaus schaust und nicht andauernd nur das wieder kaufst was du immer schon gemacht hast und dass das Ding nicht irgendwann einschläft!

Speaker 0: Und hier habe ich noch einen kleinen Impuls zum Abschluss wie kann so ein konkreter Trainingsplan aussehen?

Speaker 0: Wie kannst Du deinen Stil üben?

Speaker 0: Meine Empfehlung wäre nicht halt andauerend nur immer wieder auf die gleiche Art zu schreiben sondern wirkt Woche für Woche einen eigenen Bereich zu trainieren.

Speaker 0: Du kannst zum Beispiel in Woche eins mit dem Thema starke Verben starten und du nutzt dann zum Beispiel deine Lieblingsverben, du entdeckst neue, kannst dir von der KI auch neue Verben vorschlagen lassen, du experimentier es damit.

Speaker 0: Übst auch darin nur Adverbien durch Verben, durch Treffendere Verben zu ersetzen, du vermeidest Hilfsverben ,du vermeiderst Passiv weil du überall einfach nach starken Werbensuchst.

Speaker 0: Das ist ein super Tipp, um halt deinen Stil grundsätzlich zu bereichern und starke Bilder lebendiges Kopfkino in deine Sprache zu bringen!

Speaker 0: In Woche zwei fährst du dann fort mit lebendigen Bildern.

Speaker 0: Mit zum Beispiel Metaphon, mit Analogien.

Speaker 0: Du suchst z.B.

Speaker 0: deine Lieblingsbilder.

Speaker 0: Vielleicht Bilder die deinen Stil ausmachen, die du jetzt und heute schon sehr gerne nutzt.

Speaker 0: Schöne Vergleiche!

Speaker 0: Und erweitert dein Repertoire indem du dir zum Beispiel überlegst.

Speaker 0: Du kennst ja die Magie der Bilder.

Speaker 0: sie machen abstraktes greifbar und komplexes einfach.

Speaker 0: Das heißt, überall wo Dinge nicht ganz so leicht zu verstehen sind oder wo sie sehr komplex sind nimmst du ein einfaches Bild.

Speaker 0: Ich habe das jetzt zum Beispiel neuerdings noch beim NLP gemacht, kann ich dir jetzt zum beispiel sagen Beim NLP geht es darum die ureigenen Prägungen die Du hast in Deinem Leben Und die Dich in eine gewisse Richtung lenken und immer wieder auf die gleiche Art und Weise reagieren lassen Die herauszufinden und dann halt zum modellieren zu verändern.

Speaker 0: Stattdessen sage ich einfach, hey dein Gehirn fährt auf Autopilot und das ist ganz schön bequem.

Speaker 0: Und das ist schön weil es dir so leicht fällt und du ganz entspannt immer wieder durch den Tag kommst und ähnliche Ergebnisse bekommst.

Speaker 0: doch die Frage mal ganz ehrlich wer hat diesen Autopiloten programmiert?

Speaker 0: Und bringt er dich wirklich immer dahin wo du aus deinem tiefsten Herzen heraus auch wirklich hin willst?

Speaker 0: Und so kann ich dieses Bild vom Autopilot nutzen, das weiterentwickeln und sagen hey irgendjemand hat den ja mal programmiert.

Speaker 0: Wenn dir das nicht gefällt wurde immer wieder hinsteuert.

Speaker 0: dann kannst du den umprogrammieren und zwar mit NLP dem neurollinguistischen Programmieren.

Speaker 0: Schon habe ich ein Bild das abstraktes greifbar und komplexes einfach macht und hab halt meine Bilder um die Themen meiner Welt noch knackiger, knuspriger runterzubrechen.

Speaker 0: Das ist Woche zwei.

Speaker 0: In Woche drei kannst du eintauchen in Texteinstiege.

Speaker 0: Was können zum Beispiel fünf verschiedene Wege sein, einen Text zu starten?

Speaker 0: Rhetorische Fragen hinaus, vielleicht mit Statements.

Speaker 0: Vielleicht mit Geschichten, mit Storytelling, vielleicht auch mit offenen Dialogen zwischen zwei Menschen.

Speaker 0: Es gibt so viele Wege einen Text effektvoll zu starten.

Speaker 0: In Woche vier gehst du dann über und widmest dich dem Rhythmus deiner Sprache.

Speaker 0: in Woche fünf zum Beispiel Ironie, in Woche sechs knüpfst Du an mit dem Thema Humor und so übst Du halt Woche für Woche ganz absichtsvoll einen Aspekt Deines Stils!

Speaker 0: Das ist richtige Stilentwicklung.

Speaker 0: Du kannst das natürlich auch ein bisschen ausdehnen und diese Übungen monatsweise machen, und jedes Mal auch ein wenig dazu lesen.

Speaker 0: Wenn du zum Beispiel in Woche eins oder zwei nach Werben- und Bildern suchst, liest du absichtsvoll alle Bücher die du liest – Romane Sachbücher – durchsuchst uns Gansdie nach entsprechenden Elementen und reicherst so dein Repertoire an!

Speaker 0: Das heißt, du trainierst.

Speaker 0: Du schreibst und nebenbei liest du das alles absichtsvoll mit Fokus auf ein Steel-Element, dass du halt mit Schwerpunkt in dieser Woche in diesem Monat entwickeln willst!

Speaker 0: Das ist die ganze Magie dahinter... Halten wir also fest, mehr Texte machen die schneller und rotinierter.

Speaker 0: Und sie vertiefen jede Gewohnheit, die du ohnehin schon mitbringst.

Speaker 0: Doch Stil ist wesentlich mehr als das!

Speaker 0: Das ist ein Bündel aus Fähigkeiten, die Du alle gezielt einzeln trainieren kannst und dabei begleitend auch lesen kannst.

Speaker 0: Ich empfehle Dir es absichtsvoll zu üben.

Speaker 0: Wenn Du Unterstützung Dir dabei wünscht, dann kannst Du natürlich meinen Buch Brandwriting zur Seite nehmen.

Speaker 0: Da geht's darum wie Du Deinen eigenen Stil entwickelts.

Speaker 0: Fragen, die dein Denken linken Stilmittel mit denen du üben kannst.

Speaker 0: Wir tauchen da auch tiefer in die Welt der Bilder, der Metaphern, der Analogien und auch Allegorien ein.

Speaker 0: wir tauchen ins Thema Storytelling ein das heißt da findest du jede Menge Experimente die du Woche für Woche umsetzen kannst.

Speaker 0: Und wenn du dir dabei eine persönliche Begleitung wünschst schau dir mal meinen Brand Writing Programm an.

Speaker 0: Da begleite ich dich ganz persönlich dabei mit noch mehr Impulsen und auch mit unmittelbarem Feedback auf deine Texte um die Entwicklung noch zu befeuern und zu boosten, und zu einem wunderbaren knusprigen schönen Erlebnis zu machen.

Speaker 0: Damit dir Spaß mit Buchstaben dabei nicht zu kurz kommt und du möglichst schnell große Fortschritte machst!

Speaker 0: Alle Infos dazu findest Du natürlich auf meiner Website keifens.com oder du schreibst mich einfach direkt an bei Instagram bei LinkedIn oder mit einer feinen Mail an hallo at keifends.com dann sprechen wir persönlich drüber.

Speaker 0: Jetzt erstmal genug für heute, danke fürs Zuhören hier bei dieser Folge.

Speaker 0: Ich freue mich auf die nächste Runde.

Speaker 0: Spaß mit Buchstaben mit dir bis dahin.

Speaker 0: bleib heiter schreib lecker und bye-bye.

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